Sondermoning Ostern 2014

Agrarhaushalt: Klimaschutz bleibt ein Fremdwort

Mehr Klimaschutz und mehr ökologischen Landbau fordern wir im Rahmen der Haushaltsdebatten für Bayern. Denn der Agrarhaushalt wächst zwar auf 1,4 Milliarden Euro, entfaltet aber keinerlei ökologische Lenkungswirkung und schafft es auch nicht, die Zukunft unserer Bäuerinnen und Bauern zu sichern.

Trotz der Vorgabe, den Bioanteil bis 2020 zu verdoppeln, bleiben die Haushaltsmittel für „ Maßnahmen zur Förderung des Ökologischen Landbaus“  auf konstant niedrigem Niveau. Lediglich die Mittel für das Kulturlandschaftsprogramm wurden erhöht, nachdem zuletzt umstellungswilligen Landwirte abgewiesen werden mussten. Der Begriff Klimaschutz ist im Agrarhaushalt weiter ein Fremdwort. Obwohl mindestens elf Prozent der Klimagase in Deutschland aus der Landwirtschaft kommen, sieht man im Agrarministerium hier keinen Handlungsbedarf. Gerade die landwirtschaftliche Nutzung der Moore, die 50 Prozent der Klimagase aus der Landwirtschaft zu verantworten hat, müsste dringend auf klimafreundlichere Bewirtschaftungen umgestellt werden.

Zukunftsfähige Landwirtschaft sieht anders aus. Erfolgreiche Landwirtschaft auch, da braucht man nur die einbrechenden Gewinne ansehen. Ein mutloser Agrarhaushalt, der auf alte, erfolglose Rezepte setzt, wird das Bauernsterben in Bayern nur beschleunigen.

Hier können Sie meine Rede in der Plenarsitzung anschauen:

Gisela Sengl, MdL, zum Doppelhaushalt 2017/18

 

Und hier finden Sie unsere Grünen Änderungsanträge mit ökologischer Lenkungswirkung:
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