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Zuflucht und Chance: Das Wilhelm Löhe Heim in Traunreut

Helles Grün, weiß gestrichenes Holz, kunstvoll arrangierte Spiegel im Flur und ein einladend gedeckter Tisch, der auf den mitgebrachten Kuchen wartete, empfingen die Besucherinnen der Mädchenwohngruppe im Wilhelm Löhe Heim in Traunreut. Doris Wagner, Bundestagskandidatin Bündnis 90/ Die Grünen und Gisela Sengl,  Landtagskandidatin Bündnis 90/ Die Grünen informierten sich über das Wilhelm Löhe Heim und besonders über die heilpädagogische Mädchenwohngruppe dort.  Begleitet wurden sie von Ulrike Tieman-Glaser, Geschäftsbereichsleiterin Wohnbereich 2 des Heims, in dem Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen, psychischen Belastungen und geistigen Behinderungen für einen vereinbarten Zeitraum ein Zuhause  finden.

Die drei Erzieherinnen der Mädchenwohngruppe berichteten vom Alltag mit den Mädchen: Von den Schwierigkeiten, die sechs Mädchen im Alter zwischen 11 und 18 Jahren haben, sich auf ein gemeinsames Fernsehprogramm zu einigen. Von der Aufsicht über facebook- und handy-Nutzung und den eingeschränkten Rückzugsmöglichkeiten in den 2-Bett-Zimmern. Sie erzählten von der gemeinsamen Gestaltung der Räume der Mädchen mit Farbe, die sie aus dem Verkauf von Basteleien auf dem Weihnachtsbasar finanzierten.  Während der Führung durch die Wohnung wurde den Besucherinnen das Erstellen der Einkaufslisten und das Heranführen der Mädchen an selbstständiges Einkaufen und Kochen erklärt.

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Die Massentierhaltung beenden – ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Haltung

Bei der Kreisversammlung am 8. Juni zum Mitgliederentscheid hat jede Kandidatin und jeder Kandidat ein „Herzensthema“ vorgestellt.

Für mich war klar: „Massentierhaltung endlich beenden“ – das ist mein Herzensthema. Als denkende und fühlende Menschen können wir die Verantwortungslosigkeit und Grausamkeit, wie sie in der Massentierhaltung an der Tagesordnung ist, nicht länger hinnehmen. Tiere sind fühlende Wesen und nicht nur Produktionsfaktoren.

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Künast, Bause, Sengl – Landwirtschaftspolitik ist wichtig und grün!

Landwirtschaftsthemen standen im Mittelpunkt bei der Wahlkampfveranstaltung der Berchtesgadener Grünen am 27. Mai in Teisendorf.

Über zweihundert Besucher hörten der sehr spritzigen und durchdachten Reden von unseren zwei Spitzenfrauen gespannt zu. Anschließend wurde noch intensiv diskutiert, vor allem Landwirtschaftsthemen wurden besprochen, schließlich war auch die Faire Milchkuh unter den Gästen!

Solch gelungene Veranstaltung sind für den Wahlkampf ein richtiger Motivationsschub !

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Wo (k)ein Wille, da (k)ein Weg.

Diabetes wird in Deutschland, mit fast 6 Millionen Betroffenen, zunehmend zu einem Problem, gegen dessen Ausbreitung wir selbst etwas tun können, denn die Ernährung spielt bei der Entstehung von Diabetes Typ II eine entscheidende Rolle.

Beim diesjährigen Diabetes-Kongress in Leipzig stellte Prof. Dr. Scherbaum (Ärztlicher Direktor des Deutschen Diabetes-Forschungsinstituts Düsseldorf) drei Punkte zu diesem Thema besonders heraus.

Erstens: Der Diabetes-Typ II, gemeinhin als Alterszucker bekannt, stellt inzwischen über 80 % aller Diabetesformen dar und betrifft immer mehr Jugendliche aufgrund von Fehlernährung und Bewegungsmangel. Der Altersdiabetes ist also ins Jugendalter gerutscht.

Zweitens: Diabeteserkrankung und soziale Schicht befinden sich in direkter Korrelation. Das heißt, das Auftreten und das Risiko an Diabetes zu erkranken ist in sozial schwachen Schichten deutlich höher.

Drittens: die Zahl der Diabetes-Erkrankungen beiden Typs nimmt ständig zu und damit auch die Zahl der Folgeerkrankungen wie z.b. Verschlechterung der Sehfähigkeit, Nierenerkrankungen usw.

Da kommen also ganz enorme Kosten auf unser Gesundheitssystem zu. Seit Jahren wird versucht seitens der Krankenkassen und der Gesundheitspolitik die Menschen dazu zu bringen, sich gesünder zu ernähren und sich mehr zu bewegen. Dies geschieht oft in Aufrufen und Apellen, die jedoch fast immer eine breite Wirkung verfehlen.

Wirksamere Mittel wie z. B. die Einführung der Lebensmittelampel werden von konservativen und liberalen Parteien immer wieder abgelehnt.

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Freihandelsabkommen – wer setzt die Standards fest?

Amerika und Europa planen eine transatlantische Freihandelszone. Offiziell soll so beiden Wirtschaftsräumen mehr Dynamik verliehen werden. Doch in welche Richtung geht diese Dynamik und wer legt die Regeln für diese Freihandelszone fest?

Die Eckdaten sind beeindruckend, mit 800 Millionen Verbrauchern und Gütern im Wert von 500 Milliarden Euro an Waren und Dienstleistungen, die bereits heute ausgetauscht werden, umfasst der Wirtschaftsraum der geplanten Freihandelszone zwischen den USA und der EU schon jetzt eine erhebliche Größe.

Die Wirtschaft soll also mit relativ einfachen Mitteln und ohne größere Kosten angekurbelt werden. Die großen, exportorientierten Industrieunternehmen in Deutschland sehen in einem solchen Abkommen natürlich eine Möglichkeit die eigenen Profite weiter zu steigern.

Ein gern gewähltes Argument für die Wirtschaftsverbände ist: Für die 800 Millionen Verbraucher könnte das Freihandelsabkommen sinkende Preise zur Folge haben, da keine Zölle mehr bezahlt werden müssen.Leider zeigt die Verbrauchererfahrung aber, das sinkende Kosten hauptsächlich steigende Gewinne und nicht niedrigere Verkaufspreise bedeuten.

Die EU-Kommission und die Regierung unter Präsident Obama wollen die Verhandlungen möglichst schnell voranbringen, anvisiert ist der
Abschluss für 2015.

Was sich zunächst gut anhört, wird aber spätestens beim Thema Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Problem.

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Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik

Mit der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollte eigentlich die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in Richtung Nachhaltigkeit und Ökologie verändert werden. Leider muss man im Moment feststellen, dass die guten Vorschläge der EU-Kommission für eine neue Landwirtschaftspolitik durch konservative Politiker immer mehr verwässert werden.

Der Leitgedanke der EU-Agrar-Reform ist: Steuergelder sollen so ausgegeben werden, dass sie der Allgemeinheit und nicht Einzellinteressen dienen. Die Subventionen sollen für mehr Umwelt- und Klimaschutz sorgen und für eine gerechtere Verteilung der Direktzahlungen.

Ein Schritt in diese Richtung wäre, die Förderung nicht nur an der Fläche zu orientieren, sondern auch an der Arbeitsleistung. Das heißt: Höfe, die Arbeitsplätze schaffen, wie z. B. Milcherzeuger oder Gemüsebauern, sollen diese gesellschaftliche Leistung auch angerechnet bekommen.
Es ist nicht gerecht, dass heute 80 % der Subventionen an nur
20 % der Betriebe ausgezahlt werden. Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik weiterlesen

Wenn der politische Wille da ist, dann ist eine Agrarwende möglich.

Die Frage, ob wir es immer öfter statt mit Lebensmittel, mit einem Skandal zu tun haben, bewegt offensichtlich viele Menschen im Chiemgau. Bei der Veranstaltung “Lebensmittel oder Skandal? – Weil wir wissen wollen was auf den Teller kommt!” am 20. März im Unterwirt in Waging war der Zuspruch mit über 60 Gästen erfeulich groß.

Nach einer kurzen Einführung durch Inge Kämpfl vom Grünen Ortsverband Waging übernahm Wagings zweiter Bürgermeister Hans Kern  die Moderation der Podiumsdiskussion.

Die Bandbreite der Diskussionsteilnehmer war hoch. Vertreter von Organisationen wie dem BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter), Besitzer von Nebenerwerbsbetrieben, BerufsschullehrerInnen aber auch interessierte VerbraucherInnen meldeten sich zu Wort. Dabei wurde schnell klar, die Situation ist noch ernster als die medial verstärkten Lebensmittelskandale vermuten lassen. Die Versorgung von Lebensmitteln durch regionale und dezentrale Strukturen ist auf dem Rückzug. Die Zahlen für Hofübernahmen gehen beständig zurück, da sich besonders junge Menschen nicht mehr auf ein Leben als LandwirtIn einlassen wollen. Selbst Biobauern geraten druch Großvermarktungsstrukturen in einen Preisdruck, der manche Höfe zur Aufgabe zwingt.

Gisela Sengl wies deutlich darauf hin, dass es den politischen Willen zur Agrarwende braucht. Solange eine Regierung nicht bereit ist das Mantra “wachse oder weiche” zu druchbrechen, indem es die Anreize für immer größere industrielle Agrarbetriebe abschafft, dann wird es eine kleinbäuerliche Struktur irgendwann nicht mehr geben. Es müsse endlich aufgehört werden ausschließlich die Fläche von Agrarbetrieben zu fördern. Wer eine Landwirtschaft will die gut für Menschen und Umwelt ist, der kann keine industriellen Agrarbetriebe wollen und fördern.

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JA zu mehr Verbraucheraufklärung – NEIN zum Bündnis für Verbraucherbildung

Fast unglaublich, aber wahr: eine CSU-Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz macht sich mit ihrem “Bündnis für Verbraucherbildung” ganz offen zum Handlager privatwirtschaftlicher Interessen.

Die Frage, die sie sich dabei nicht stellt: Warum haben Jugendliche und Kinder keine Ahnung mehr von gesunden und wohlschmeckenden Lebensmitteln?

Stattdessen ist sie ein Bündnis mit der Nahrungsmittelindustrie eingegangen, die seit Jahrzehnten Milliardenbeträge für die Bewerbung ihrer oft überzuckerten, fettreichen und überwürzten Produkte – für die man den Begriff Lebensmittel gar nicht mehr verwenden sollte – ausgibt. Ziel vieler dieser Produkte ist es den Konsumenten ihren angeborenen Geschmackssinn für gute und gesunde Lebensmittel abzugewöhnen.

Genau diese Firmen , u.a. auch Mc Donald’s, sind Teil des Bündnis für Verbraucheraufklärung. Eine der Schlüsselfiguren innerhalb diesem Bündnis ist Markus Mosa.

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