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Besuch bei byodo Naturkost: Bio und Genuss unter einen Hut bringen

Gemeinsam mit grünen Mandatsträgern (unter anderem mit KV-Vorstand Rainer Stöger und Bundestags-Direktkandidat Peter Uldahl) besuchte ich ein besonderes Leuchtturmprojekt der Biobranche in Mühldorf am Inn: die Firma “byodo Naturkost” in Mühldorf. Partnerschaftliche Unternehmensführung, konsequente Nachhaltigkeit und höchste biologische Produktqualität haben mich begeistert.  

Empfangen wurden wir im Wintergarten des 2008 errichteten Neubaus – ein umweltschonendes, energetisch optimiertes und mehrfach ausgezeichnetes Gebäude. Der kaufmännische Leiter Josef Stellner stellte die Firmenphilosophie vor. Diese stützt sich auf drei Säulen, die auch überall im Unternehmen gelebt werden: den partnerschaftlichen Gedanken, ob mit Kunden oder Lieferanten; die Mitarbeiter umfassend einzubeziehen, und Bio und Genuss unter einen Hut zu bringen.

Petra Bentlage von der Kundenbetreuung erläuterte die Geschichte des Unternehmens. Mit wenig Startkapital entstand 1985 byodo – japanisch für „der gemeinsame Weg“. Die Idee war, mit biologisch erzeugten Produkten einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Lebensgrundlagen unserer Erde zu leisten. Die ursprünglichen Segmente -Senf, Essig und Öle, Pasta und „Knappern und Naschen“ (Reiswaffeln) – sind auch heute noch Schwerpunkt. Inzwischen hat sich aus dem Unternehmen aber ein fachhandelstreuer Großhändler mit 80 Mitarbeiter und einem Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro entwickelt!

Bei der Führung durch das mit neuester Technologie errichtete Gebäude mit Niedrigenergiestandart beeindrucken besonders die Betonkernaktivierung für optimale Beheizung und Belüftung sowie die neuartigen Lichtbauelemente, die den Einsatz von künstlichem Licht enorm verringern. Nachhaltig ist auch die Zusammenarbeit mit den Erzeugern: wo möglich, bevorzugt byodo regionale Anbieter, versucht auch, heimische Bauern zum Anbau neuer Produkte zu motivieren. So ist zum Beispiel auch die Zusammenarbeit mit Landwirten der Ökomodellregion Waginger See/Rupertiwinkel beim Anbau von Gelbsenfsaat für byodos mittelscharfen Senf entstanden. Bei Verpackung wird konsequent auf recyclingfähiges Material geachtet.

Beim Thema Haltbarkeitsdatum sind wir uns einig, dass Handlungsbedarf besteht. Aktuell gibt es bei byodo eine Zusammenarbeit mit der Mühldorfer Tafel.

Zum Abschluss der interessanten Führung stürzten wir uns in das kürzlich entstandene „Highlight“: Der architektonisch überzeugende, von den Mitarbeitern mitentwickelte Feinsinn-Bioladen mit Genussküche. Getreu dem Motto: „Bio und Genuss unter einen Hut bringen“!

 

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