Allgemein

Gemeinsame Erklärung der Landtags-Grünen und des Landesvorstands der bayerischen Grünen nach der Bluttat in München

Nach der schrecklichen Bluttat von München erklären die Fraktionsvorsitzenden der Landtags-Grünen, Margarete Bause und Ludwig Hartmann, und die Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen, Sigi Hagl und Eike Hallitzky:
 
„Wir trauern um die Opfer dieser unfassbaren Tat und sind in Gedanken bei deren Angehörigen. Allen Verletzten wünschen wir gute Besserung. Unser Dank gilt den Rettungskräften auf der Straße und in den Kliniken und der Polizei, die in einer lange unübersichtlichen Lage vorsorgend Präsenz gezeigt und den Menschen in München auch mit ihrer vorbildlichen Informationspolitik Sicherheit gegeben hat. Viele Münchnerinnen und Münchner haben darüber hinaus mit dem Öffnen ihrer Türen für die Gestrandeten in der Nacht erneut ein besonderes Signal der Mitmenschlichkeit ausgesandt. Die Solidarität der Menschen zeigt den starken Zusammenhalt der Stadtgesellschaft.  Es ist wichtig, dass wir auch in derartigen Ausnahmesituationen gemeinschaftlich und besonnen agieren und den Gefährdern und Bedrohern so die Stärke unserer freien Gesellschaft vor Augen führen.“

Aus der Region auf den Tisch – Regionalität statt Lebensmittel vom anderen Ende der Welt

Hochkarätige Vertreter unterschiedlichster Organisationen hatte ich zu einem Runden Tisch zum Thema: „Landwirtschaft – Handel – Gastronomie“ ins Forsthaus Adlgaß eingeladen. Die Zeichen der Zeit werden allenthalben erkannt, jetzt heißt es, die Akteure besser miteinander zu vernetzen.  Aus der Region auf den Tisch – Regionalität statt Lebensmittel vom anderen Ende der Welt weiterlesen

Die neue stellvertretende Fraktionsvorsitzende stellt sich vor

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“Mehr Bio für Bayern!” Hier den Film sehen

Mein Name ist Gisela Sengl, ich bin bayerische Landtagsabgeordnete für die Grünen und seit heute stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Als politische Quereinsteigerin wurde ich zur Landtagswahl 2013 auf der Oberbayern-Liste von Platz 13 auf Platz 6 hochgewählt und sitze so seit Oktober 2013 im Bayerischen Landtag. Am Tag zuvor war ich noch auf dem Kartoffelernter gestanden, denn mein Mann und ich bewirtschaften einen Bioland-Hof mit Kartoffel-, Getreide und Gemüseanbau und eigenem Bioladen im Chiemgau.

Neben der Arbeit auf dem Biolandhof und im Bioladen absolvierte ich eine Ausbildung zur Wirtschaftsfachwirtin. Ich bin gelernte Landschaftsgärtnerin und habe Psychologie in Salzburg studiert. Mit meinem Mann und zwei meiner drei Kinder lebe ich auf unserem Hof in Sondermoning am Chiemsee.

Die Vielfalt am Land erhalten. Gesunde Lebensmittel für alle. Die Agrarwende in Gang bringen.

Auf diese Themen setze ich als agrarpolitische Sprecherin den Schwerpunkt meiner politischen Arbeit. Besonders wichtig finde ich die Stärkung der regionalen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Hier bringe ich durch mein bisheriges berufliches Umfeld viel Erfahrung mit. Und ich bin überzeugt: Die regionale Landwirtschaft kann nur überleben, wenn auch die Verarbeitung und Vermarktung in der Region gesichert ist. Deshalb lehne ich auch Handelsabkommen wie TTIP in der derzeit geplanten Form ab: hier werden nur Konzerninteressen berücksichtigt, auf Kosten der regionalen, kleinen und mittelständischen Betriebe und lange erarbeiteter Standards, beispielsweise beim Verbraucherschutz.

Immer mehr Menschen wollen wissen, wie und wo ihre Lebensmittel hergestellt werden. Sie finden: Gutes Essen ist regional, bio und frisch zubereitet. Und gutes Essen ist auch immer mit Genuss verbunden. Ich finde es besonders wichtig, dass dies auch für Essen in Gemeinschaftsverpflegungen – Kitas, Schulen, Kantinen – umgesetzt wird. Bio und regional – das ist nicht nur die Landwirtschaft der Zukunft, sondern auch die Zukunft unserer Ernährung.

Deshalb sehe ich Agrarpolitik auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schließlich hat die Richtung der Agrarpolitik Auswirkungen auf unsere gesamten Lebensgrundlagen: auf die Umwelt, auf den Klima- und Tierschutz, auf die Qualität unseres Trinkwassers und unserer Lebensmittel und damit auf die Gesundheit der Menschen. Die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion müssen wir alle teuer bezahlen.

Damit wir die Vielfalt unserer Heimat erhalten können, muss Agrarpolitik grün werden!

 

Film über Gisela

Pressefotos

Linsen bringen Glück…

Linsen, am Jahresende verzehrt, bringen Glück, sagt man. Sie werden bei uns angebaut und meist als kräftige Suppe serviert. Unser Rezept zeigt, dass sich regionale Zutaten mit Anregungen aus fremden Ländern zu überraschenden Speisen verarbeiten lassen. Ist dies nicht auch ein Rezept für das gute Zusammenleben friedliebender Menschen?

Frohe Weihnachten und ein glückliches und gutes neues Jahr!

Ihre/Eure Gisela Sengl

 

Arabischer Linsensalat

Vinaigrette aus 3 EL Zitronensaft, 4 EL Olivenöl, 2 feingehackten Knoblauchzehen, 2 TL gemahlenem Kreuzkümmel, Pfeffer und Salz.

150g Beluga-Linsen aus regionalem Anbau mit kaltem Wasser ansetzen und 15-20 Minuten köcheln lassen – die Linsen sollten noch etwas Biss haben. Abgießen und sofort mit der Vinaigrette vermischen.

Etwas abkühlen lassen, damm 4 in feine Ringe geschnittene Lauchzwiebeln, 1/2 rote, sehr fein geschnittene Chilischote oder etwas Chilipulver, 2 EL fein gehackte frische (oder nach Saison getrocknete) Minze, 3 EL glatte, fein gehackte Petersilie zugeben.

Mindestens eine Stunde ziehen lassen und nochmals abschmecken.

Stoppt den Saustall! Tierschutzplan für Bayern

Tierschutz führt in Bayern nur ein Schattendasein. Das hat einen strukturellen Grund: Ein ehrenamtlicher Tierschutzbeirat, der lediglich zweimal jährlich tagt und nicht einmal Ergebnisprotokolle veröffentlicht, ist einziges Beratungsgremium für die zuständige Umweltministerin Scharf. Baden-Württemberg geht einen anderen Weg. Im April 2012 wurde dort die Tierärztin Dr. Cornelie Jäger zur ersten Landes-Tierschutzbeauftragten berufen. Sie ist zentrale Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger, Tierschutzverbände und -vereine. Sie besitzt Initiativrecht gegenüber dem Ministerialdirektor im Umweltministerium, wirkt an der einschlägigen Gesetzgebung mit und berichtet der Öffentlichkeit transparent über ihre Aktivitäten. … Stoppt den Saustall! Tierschutzplan für Bayern weiterlesen

Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität

Mit meinem Kollegen Jürgen Mistol war ich im Rahmen der Agrartour in der Oberpfalz unterwegs. Hier der Bericht:

100% der Rohstoffe über Erzeugergemeinschaft

Erste Station der Tour war die Brauerei Lammsbräu in Neumarkt, ein innovatives Unternehmen, das auf Regionalität und Ökologie setzt. „Regionale Produkte schaffen Identität und regionale Wirtschaftskreisläufe müssen auch auf politischer Ebene befördert und unterstützt werden“, so Jürgen Mistol. Gisela Sengl stimmt ihm zu: „Jede Region hat Ihre Spezialitäten und Stärken, und die gilt es weiter voran zu bringen.” Lammsbräu war und ist Pionier als Brauerei, die unter Ökostandards produziert. Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität weiterlesen

Von Biohennen und Bio-Bier aus Niederbayern

Die Agrartour durch Niederbayern starteten Rosi Steinberger und ich im Riedenburger Brauhaus, der Ökobrauerei, die seit 1994 als erste Bayerische Brauerei mit einem ganzheitlichen Ökokonzept auf dem Markt ist. Nach einer Betriebsbesichtigung  erläuterte die Brauerfamilie Krieger bei der Bierprobe die Entwicklung des Betriebs. „ Die Riedenburger Brauerei ist ein Vorzeigeprojekt, was regionale Wertschöpfung betrifft“ so Gisela Sengl. Die Rohstoffe würden von den Landwirten in der Region produziert, auch der Absatz erfolge zu einem großen Teil im Umkreis. „Regionale Kultur, Brauchtum und Genuss sind hier aufs engste miteinander verknüpft und vom Erzeuger bis zum Verbraucher können alle Beteiligten profitieren, weil sie fair miteinander umgehen“ fasst Rosi Steinberger zusammen.

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Hopfen, Äpfel, Bier: Bio aus Mittelfranken

Erste Station der Agrartour: Mittelfranken. Hier wurde ich begleitet von meinem Kollegen Markus Ganserer aus Nürnberg, der für die Grünen Mitglied in der Enquete Komission Gleichwertige Lebensverhältnisse ist. Das Genuss- und Nahrungsmittel Bier stand im Mittelpunkt dieses ersten Tages der bayernweiten Agrartour. Wir besuchten in diesem Rahmen einen Hopfenbauern sowie die Nürnberger Hausbrauerei Altstadthof.  Hier der Bericht: Hopfen, Äpfel, Bier: Bio aus Mittelfranken weiterlesen