Politik

Für eine tier- und umweltfreundliche Milchpolitik – für ländliche Räume und Erzeuger!

Export- und Liberalisierungswahn bringt uns nicht weiter!

Nach dem Wegfall der Quote zeigt sich jetzt offensichtlich, wie wenig die europäische Milchwirtschaft für den freien Wettbewerb gerüstet ist. Die existenzbedrohenden Kräfte des globalisierten Marktes, hohe Abhängigkeiten der Erzeuger von wenigen Molkereien und der gnadenlose Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels führen in Europa zu extremen Auswirkungen auf die ErzeugerInnen. Exportorientierung und Kostenreduktion um jeden Preis sind weder für die Bauern noch für die Verbraucher in Europa hilfreich. Das Gros der exportierten Milchprodukte sind austauschbare Billigprodukte wie Milchpulver und Billig-Käse. Die Eroberung der Welt mit Billigmilchprodukten sichert aber den hiesigen Landwirten kein ausreichendes Einkommen.  Für eine tier- und umweltfreundliche Milchpolitik – für ländliche Räume und Erzeuger! weiterlesen

Ausstieg aus der Käfighaltung

Auf der Agrarministerkonferenz in Fulda wurde überraschend eine Einigung der Länder mit dem Bund zum Thema Käfighaltung bei Legehennen erzielt: Bis 2025 wird bundesweit die tierschutzwidrige Käfighaltung von Legehennen definitiv beendet.

Die Einigung ist ein großer Verdienst der grünen Agrarminister aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Immerhin war der Bund, seit 2010 das Bundesverfassungsgericht die Käfighaltung bei Hühnern als grundgesetzwidrig erklärte, in der Gesetzgebung nicht tätig geworden. Erfreulich ist auch, dass sich die Agrarminister einigen konnten, auch einen sofortigen Stopp von Stallneubauten und –erweiterungen umzusetzen.

Wir werden in Bayern ganz genau hinsehen, ob die CSU-Staatsregierung sich ab sofort an die Vereinbarung hält oder vor der Geflügel-Lobby einknickt und in letzter Minute neue Käfigplätze durchdrückt.

Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität

Mit meinem Kollegen Jürgen Mistol war ich im Rahmen der Agrartour in der Oberpfalz unterwegs. Hier der Bericht:

100% der Rohstoffe über Erzeugergemeinschaft

Erste Station der Tour war die Brauerei Lammsbräu in Neumarkt, ein innovatives Unternehmen, das auf Regionalität und Ökologie setzt. „Regionale Produkte schaffen Identität und regionale Wirtschaftskreisläufe müssen auch auf politischer Ebene befördert und unterstützt werden“, so Jürgen Mistol. Gisela Sengl stimmt ihm zu: „Jede Region hat Ihre Spezialitäten und Stärken, und die gilt es weiter voran zu bringen.” Lammsbräu war und ist Pionier als Brauerei, die unter Ökostandards produziert. Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität weiterlesen

Von Biohennen und Bio-Bier aus Niederbayern

Die Agrartour durch Niederbayern starteten Rosi Steinberger und ich im Riedenburger Brauhaus, der Ökobrauerei, die seit 1994 als erste Bayerische Brauerei mit einem ganzheitlichen Ökokonzept auf dem Markt ist. Nach einer Betriebsbesichtigung  erläuterte die Brauerfamilie Krieger bei der Bierprobe die Entwicklung des Betriebs. „ Die Riedenburger Brauerei ist ein Vorzeigeprojekt, was regionale Wertschöpfung betrifft“ so Gisela Sengl. Die Rohstoffe würden von den Landwirten in der Region produziert, auch der Absatz erfolge zu einem großen Teil im Umkreis. „Regionale Kultur, Brauchtum und Genuss sind hier aufs engste miteinander verknüpft und vom Erzeuger bis zum Verbraucher können alle Beteiligten profitieren, weil sie fair miteinander umgehen“ fasst Rosi Steinberger zusammen.

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Politischer Kleingeist und Angstmacherei

Wir fordern eine menschliche Asylpolitik!

Die Resolution „Schluss mit der Willkommenskultur“ von CSU-Politikern aus den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hat mit verantwortlichem politischen Handeln nichts gemein und ist eine Ohrfeige für die Landkreise und Kommunen, die vorbildlich agieren, sowie die professionellen und ehrenamtlichen Helfer, die sich mit unglaublichem Einsatz engagieren. Öffentliche Angstmacherei und politischer Kleingeist sind wenig hilfreich, wenn es jetzt darum geht, den Menschen als Mensch zu begegnen. Dabei stellt niemand in Frage, dass technische Abläufe wichtig und richtig sind: um Flüchtlinge zu registrieren, die Einreise zu kontrollieren und die Verteilung kanalisieren.

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Grüne Agrar-Expertinnen auf der EXPO

Gemeinsam mit Renate Künast besuchte ich die EXPO in Mailand. Deren Motto „Den Planeten ernähren – Energie für das Leben“ und seine Umsetzung wollten wir genau unter die Lupe nehmen.

Erster Eindruck  der EXPO: ein Riesen-Volksfest! Pro Tag besuchen sage und schreibe 150.000 Besucher auf die Weltausstellung – und sie erwarten natürlich gute Unterhaltung. Die Länder-Pavillons wetteifern dabei mit den großen Sponsoren um die Besuchergunst.

Dass es um das Thema Ernährung geht, fällt zuallererst beim Plastikobst und –gemüse ein, das in großen Marktständen auf der Hauptstraße aufgebaut ist. … Grüne Agrar-Expertinnen auf der EXPO weiterlesen

Landwirtschaft ohne Gift!

Glyphosat ist das am häufigsten gespritzte Ackergift weltweit. Ausgerechnet diesen Stoff hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft und mit der nun veröffentlichten Monografie der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) auch noch wissenschaftlich belegt.

Der Alarmruf der WHO könnte gerade noch rechtzeitig kommen, denn die Zulassung für Glyphosat läuft Ende 2015 aus. Demnächst wird über eine Neuzulassung entschieden. … Landwirtschaft ohne Gift! weiterlesen

Bambergs Gärtner – Grünes Welterbe in Oberfranken

Bei meinem Besuch in der Gärtnerstadt Bamberg besuchte ich einige der alten Gärtnereibetriebe, denen die Stadt unter anderem ihren Status als Welterbe verdankt, tauschte mich mit engagierten Grünen aus und besichtigte gemeinsam mit Toni Hofreiter, dem Fraktionsvorsitzenden der Bundesgrünen, und meiner Landtagskollegin Ulrike Gote die jüngste Brauerei der 65 Brauereien im Landkreis Bamberg. Hier der Bericht:

Gärtnereien wichtiger Teil des Welterbes

Bamberg besitzt eine einmalige Besonderheit: bis heute gibt es viele innerstädtische Freiflächen, die früher allesamt, heute nur noch teilweise von Gärtnereien bewirtschaftet werden.  Bambergs Gärtner – Grünes Welterbe in Oberfranken weiterlesen

Genmais-Verbote: Nicht aus der Verantwortung stehlen, Herr Schmidt!

Hier eine PM von Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik der Bundestags-Grünen:

Zum neuen Gentechnik-Gesetzentwurf von Agrarminister Christian Schmidt erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Es ist gut, dass Minister Schmidt in Bewegung kommt. Spät, aber hoffentlich nicht zu spät. Und er muss sich noch weiter bewegen: Die neuen Gutachten von Frau Hendricks zeigen, dass Genpflanzenverbote auf Bundesebene rechtssicherer sind, als wenn sie von den Bundesländern ausgesprochen werden. Schmidt muss auf seinem Irrweg jetzt eine komplette Kehrtwende machen, statt eine Seitenabzweigung mit ungewissem Ausgang zu nehmen. Die Bundesländer sind auch im neuen Entwurf noch viel zu sehr in der Verantwortung, die Schmidt aber selbst tragen muss.  Genmais-Verbote: Nicht aus der Verantwortung stehlen, Herr Schmidt! weiterlesen

Pestizidmarkt in Deutschland wächst – Biodiversität schrumpft

Pestizide im Wert von 1, 6 Milliarden Euro und chemischer Dünger im Wert von 3,1 Milliarden Euro wurden im Jahr 2014 in Deutschland auf unsere Felder und Wiesen verteilt. So die Mitteilung des Industrieverbands Agrar anlässlich seiner Jahrespressekonferenz 2015. Erfreut meldet die Agrarchemie Umsatzsteigerungen im Pestizidbereich um 6,2 % zum Vorjahr.

In dem Papier ist auch die Rede von einer zunehmend geringer werdenden öffentlichen Akzeptanz für die moderne Landwirtschaft und insbesondere den chemischen Pflanzenschutz und dass der Verband deshalb seine Kommunikationsaktivität verstärkt habe und mehr an die Öffentlichkeit treten wolle. Pestizidmarkt in Deutschland wächst – Biodiversität schrumpft weiterlesen