Aus dem Landtag

Agrarhaushalt: Klimaschutz bleibt ein Fremdwort

Mehr Klimaschutz und mehr ökologischen Landbau fordern wir im Rahmen der Haushaltsdebatten für Bayern. Denn der Agrarhaushalt wächst zwar auf 1,4 Milliarden Euro, entfaltet aber keinerlei ökologische Lenkungswirkung und schafft es auch nicht, die Zukunft unserer Bäuerinnen und Bauern zu sichern.
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BioRegio 2020: Anstrengungen verdoppeln!

Auf unsere Initiative hin gab das Agrarministerium heute im Agrarausschuss einen Zwischenbericht zu BioRegio 202. Es wurde deutlich: Wir müssen die Anstrengungen verdoppeln, wenn wir bis 2020 13.000 Biobauern in Bayern haben wollen! Trotz einiger Aktivitäten im Agrarministerium wurde bei der Bezugsgröße ‚Fläche‘ nach der Hälfte der Zeit gerade mal eine Steigerung von 32 Prozent erreicht – Grund sind die Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre. BioRegio 2020: Anstrengungen verdoppeln! weiterlesen

Grüne fordern Qualitätsstandards für Schulverpflegung

Fast jedes zwölfte Kind in Bayern ist bei seiner Einschulung übergewichtig. “Viele Erkrankungen hängen mit Bewegungsmangel und dem daraus resultierenden Übergewicht zusammen”, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Wochenende in Bamberg mit.

Das stimmt sicherlich – aber eben nur teilweise. Denn Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen resultiert nicht nur aus mangelnder Bewegung, sondern auch aus falscher Ernährung. Ich kann aber leider keinen ernsthaften politischen Willen bei der Staatsregierung erkennen, die Ernährung von Kindern und Jugendlichen in unseren staatlichen Institutionen zu verbessern.  Grüne fordern Qualitätsstandards für Schulverpflegung weiterlesen

Heimat ist, was wir draus machen

Heimat entsteht da, wo man mitgestaltet, wo man für andere Menschen und seine Umgebung Verantwortung übernimmt. Was Heimat für uns GRÜNE in der politischen Praxis bedeutet – von der Kulturpolitik, über die Energie-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik bis hin zur Stadtplanung – dieser Frage wollten wir beim 2. Heimatkongress im Bayerischen Landtag nachgehen. Heimat ist, was wir draus machen weiterlesen

Die Grünen vom Verfassungsschutz

70 Jahre Bayerische Verfassung – das ist ein Grund zum Feiern! Schließlich schreibt die Verfassung in vielen Artikeln „grüne Werte“ fest – vom Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und Naturschönheiten in Artikel 141 über die Versammlungsfreiheit bis hin zur richterlichen Unabhängigkeit und Gewaltenteilung. Wir Grünen lieben die Verfassung. Und wir schützen sie!

Gleichzeitig sehen wir aktuell an vielen Beispielen, dass die CSU als Gefährder und Missachter der Bayerischen Verfassung auftritt. Dies hat man jüngst bei der völlig verfehlten Einführung unverbindlicher Volksbefragungen in Bayern erlebt – die der Bayerische Verfassungsgerichtshof erst vergangenen Montag nach einer Klage unserer Fraktion kippte. Und dies erlebt man nun auch wieder bei der Debatte über das Bayerische Integrationsgesetz. Hier gibt es eine Reihe von Paragraphen, die aus Expertensicht nicht verfassungskonform sind, und das Ganze gipfelt natürlich in dem ominösen Leitkult, der den Menschen in Bayern von der CSU übergestülpt werden soll.

Im Rahmen der bayernweiten Plakataktion der Landtags-Grünen hängt das Plakat mit Gisela Sengl noch bis 1. Dezember 2017  in Traunstein in der Crailsheimstraße/Ecke Bahnhofsplatz.

Mit der Kinderkommission in Traunstein und BGL

Der dritte Regionalbesuch führte die Mitglieder der Kinderkommission (KiKo) in meine Region – nach Traunstein, Traunreut, Piding und Berchtesgaden. Gemeinsam mit meinen drei Kolleginnen besichtigten wir Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie das 2013 eröffnete Haus der Berge am Fuße des Watzmanns. Was läuft gut? Wo gibt es Schwierigkeiten oder Verbesserungsbedarf? – das wollten die Abgeordneten bei ihrem Gedankenaustausch mit den Verantwortlichen und Kommunalpolitikern vor Ort erfahren. Nach einem langen Tag nahmen sie viele neue Impulse und Eindrücke, aber auch Anliegen und offene Fragen, die noch bearbeitet werden müssen, zurück ins Maximilianeum.  Mit der Kinderkommission in Traunstein und BGL weiterlesen

Vorlesetag im Kindergarten Nußdorf: “Verrückte Hexe” sorgt für Begeisterung

Zum bundesweiten Vorlesetag kam ich zum Vorlesen in meinen Heimatkindergarten St. Laurentius in Nußdorf, wo auch meine eigenen Kinder  vor etlichen Jahren waren. Im Stuhlkreis begrüßten mich die Kinder um Leiterin Frau Hirschau mit  dem Lied: „Ich bin da“.  Dann sorgte das Gedicht von der verrückten Hexe, die alles falsch macht, für Hochstimmung. Aber auch besinnlichere Gedichte und sogar der „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ kamen gut an bei den Kindern.

Beim anschließenden Ratschen sprudelnden die Kinder geradezu über mit ihren Berichten über die Gärten zuhause, ihre Haustiere und über Streit und Versöhnung mit ihren Geschwistern. Zum Abschied spielten sie mit aufwändiger Besetzung ein regelrechtes Theaterstück vom „Wolf und den sieben Geislein“ vor.

In der anschließenden Brotzeitpause fanden die Erzieherinnen und ich noch etwas Zeit zum Gespräch. Dabei ging es insbesondere um die Möglichkeiten an unterschiedlichen Buchungszeiten, was große Unruhe in den Tagesablauf bringe. Aber ich bin wirklich begeistert, mit wie viel Herzblut die Kindergärtnerinnen ihre fordernde Arbeit machen. Ich möchte bald mal wiederkommen!

Grünland in Bayern

Mittels einer schriftlichen Anfrage wollte ich herausfinden, wie sich die Fläche des Dauergrünlands in Bayern verändert, welche Schutzgebiete davon betroffen waren, wie hoch Verkaufs- und Pachtpreise in Bayern derzeit liegen, und vieles mehr.

Hier können Sie Anfrage und Antwort nachlesen:

161107_Anfrage Gruenlandumbruch-in-bayern

Anlagen:

sengl-686-l-anl-1_dg-vera%cc%88nderung_2016

sengl-686-l-anl-2_dg-umbruch-spa_2016

sengl-686-l-anl-3_dg-umbruch-ffh_2016

sengl-686-l-anl-4_dg-umbruch-uegeb-festges_2016

sengl-686-l-anl-5_dg-umbruch-uegeb-vorl-ges_2016

sengl-686-l-anl-6_antra%cc%88ge_dg-umbruch_2016

sengl-686-l-anl-7_gl-umbruch_2016

sengl-686-l-anl-8_erhaltgl-status-durch-b28_2016

sengl-686-l-anl-9_erhaltgl-status-durch-b28_wsg_2016

sengl-686-l-anl-10_pachtanteil-und-preise_2010

sengl-686-l-anl-11_pachtanteil-und-preise_2013

Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert

Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe brechen um 19 Prozent ein, die Abhängigkeit vom Steuertopf wird immer größer – so berichtet der Agrarbericht, den Agrarminister Brunner diese Woche im Agrarausschuss vorstellte. Das aktuell relativ geringe Höfesterben – pro Jahr geben nur 1,1% der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern auf – kann bei diesen Zahlen nur die Ruhe vor einem großen Sturm sein,  darüber waren sich alle im Agrarausschuss einig.

Dass besonders der bayerische Durchschnittsbetrieb mit 20 – 50 Hektar auch zukünftig schwer zu kämpfen haben wird, deutet sich jetzt schon an: 4% haben in den letzten zwei Jahren aufgegeben, während die Betriebe über 100 Hektar innerhalb von zwei Jahren um 11% zugenommen haben. Wenn sich die Marktlage weiter verschlechtert, wird ein großer Teil der Betriebe aufgeben müssen, vor allem Milchbetriebe.

Fakt ist also: die kleinteilige bayerische Landwirtschaft kann über die Produkte selbst immer weniger erlösen. Sie ist abhängig von Steuergeldern und kann trotzdem mit den erzielten Weltmarktpreisen nicht rentabel arbeiten, denn diese sind weit entfernt von gerechten Erzeugerpreisen und decken in vielen Fällen nicht einmal die Gestehungskosten.  Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert weiterlesen