Aus der Region

Glyphosat endlich verbieten!

Glyphosat im Landkreis: Einige Wiesen südwestlich von Traunstein wurden kürzlich wohl kräftig mit Glyphosat bearbeitet. Dies berichtet chiemgau24.de (https://www.chiemgau24.de/chiemgau/traunstein/traunstein-ort29586/glyphosat-traunsteiner-landwirt-rueffel-molkerei-8766372.html)

Wie der Fall im Landkreis zeigt, ist die Anwendung von Glyphosat anscheinend eine normale Methode in der konventionellen Landwirtschaft. Dabei ist es nachweislich schädlich für Mensch und Natur. Der stetig ansteigende und oft zu leichtfertige Einsatz von Pestiziden wird ein immer brisanteres Problem bei uns. Die Verkaufszahlen der Pflanzenschutzwirkstoffe nehmen zu, die Probleme im bayerischen Grundwasser und in den Bächen und Flüssen wachsen, das zeigen die aktuellen Messwerte. Längst schlagen die Trinkwasserversorger Alarm!
Pestizide haben außerdem laut zahlreichen Studien* gerade in jüngster Zeit zu einem massiven Rückgang der Artenvielfalt, z.B. bei Bienen, Schmetterlinge, Feldlerchen und Hasen geführt. Und wir wissen längst, dass Glyphosat für den Menschen wohl krebserregend ist.

Wir Landtags-Grünen setzen uns seit Langem für ein Verbot von Glyphosat ein, doch bisher sind alle Anträge abgelehnt worden. Die Staatsregierung missachtet damit konsequent das Vorsorgeprinzip, den Grundpfeiler der deutschen und europäischen Gesundheits- und Verbraucherschutzpolitik.

Glyphosat wurde bereits in zahlreichen Lebensmitteln nachgewiesen, angefangen vom Brot übers Speiseeis bis zum Bier. Wir wollen es nicht auch noch in unserer Milch haben. Deshalb gehört Glyphosat endlich verboten!

 

Hier eine Auswahl von Studien über die Auswirkungen von Glyphosat:
https://goo.gl/vRmmV1
http://bit.ly/2xztObA
http://bit.ly/2gdfra9
http://bit.ly/2zfXg8A

 

Lernen in und aus der Natur: Besuch beim Überseer Naturpavillon

Übersee. „Eine großartige Gelegenheit zum Lernen und praktischen Erleben – und das direkt vor unserer Haustür“, begeisterte sich die Traunsteiner Abgeordnete Gisela Sengl dem Landkreis Traunstein über den Naturpavillon in Übersee, den sie gemeinsam mit dem Grünen Ortsverband besichtigte. „Umweltbildung ist gerade für Kinder und Jugendliche heutzutage wichtiger denn je – und sollte es auch im Rahmen des offiziellen Lehrplans sein“, so Sengl.

Tatsächlich, so berichtete Martina Mitterer, Diplombiologin und Leiterin des Naturpavillons, kämen viele Grundschulklassen zu Besuch. Der Naturpavillon arbeite auch eng mit dem Familienstützpunkt Übersee zusammen und wird finanziell unterstützt. „In dieser Kooperation bieten wir regelmäßig an Mittwochnachmittag einen Familientag an, der sich großer Resonanz erfreut“, so Mitterer.  Darüber hinaus biete der Pavillon, der gemeinsam von Gemeinde und dem Landesbund für Vogelschutz betrieben wird, auch im Rahmen der gemeindlichen Ferienprogramme für viele Gemeinden aus dem gesamten Landkreis Programme an. Lernen in und aus der Natur: Besuch beim Überseer Naturpavillon weiterlesen

Gisela Sengl und Andreas Herden radeln im Achental

Marquartstein. „Die Rolling Stones haben heute wohl einen neuen Besucherrekord verhindert“, so begrüßte Ortsverbandssprecher Peter Lloyd augenzwinkernd die – trotz des zeitgleich stattfindenden Konzerts der Altrocker – zahlreichen Besucher der Grünen Diskussionsveranstaltung im Wessner Hof in Marquartstein. Im Rahmen der „Radl-WAHL-Fahrt“ war der Grüne Bundestagstagskandidat Andreas Herden, begleitet von der Traunsteiner Landtagsabgeordneten Gisela Sengl, diesmal im Achental unterwegs.

Bereits am Nachmittag hatten Herden und Sengl gemeinsam mit Mitgliedern des Ortsverbandes in Marquartstein mit Bürgermeister Andreas Scheck über die Ökomodellregion Achental gesprochen. In Schleching wurde der Hof der Demeterbauern Georg und Hilde Stöger besucht und – zurück in Marquartstein – mit Biogaspionier Sepp Moritz das Für und Wider einer Biogasanlage diskutiert. Gisela Sengl und Andreas Herden radeln im Achental weiterlesen

Betonflut eindämmen, Flächenfraß ausbremsen!

Ab heute sammeln wir Unterschriften für unser Volksbegehren gegen die Betonflut und den Flächenfraß in Bayern!

In ganz Bayern verschwinden jeden Tag 13 Hektar Land unter Asphalt und Beton, das entspricht jährlich einer Fläche so groß wie der Ammersee. Die ungebremste Versiegelung und Verdichtung des Bodens zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen, führt zur Verödung der Ortszentren, verstärkt die Hochwassergefahr, vernichtet Acker- und Grünland. Und sie ist einfach hässlich, sie entstellt das Gesicht Bayerns. Die CSU tut nichts dagegen, öffnet dem Verbrauch von Natur- und Kulturlandschaften vielmehr Tür und Tor.

Also handeln wir und setzen mit einem Volksbegehren eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch, um diese irrsinnige Betonflut einzudämmen. Nach unserem Gesetzesentwurf dürfen in Bayern insgesamt nicht mehr als durchschnittlich fünf Hektar Fläche täglich verbraucht werden. Das lässt einerseits genug Raum für den Wohnungsbau und für Ansiedlungen von neuen Unternehmen, beendet aber andererseits die Maßlosigkeit im Umgang mit Grund und Boden.

Wir wollen, dass Bayern Heimat bleibt!

Unterschreiben könnt ihr an allen Grünen Infoständen.

„Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling

„Mehr Öko und Bio“ – das forderte ich gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Martin Häusling für die Landwirtschaft für Bayern und Europa bei einer Diskussionsveranstaltung in Palling. Hier der Bericht:

“Der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft und der beängstigende Rückgang der Artenvielfalt fordert rasches Handeln”, sagte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, in ihrer Begrüßung im Michlwirt in Palling. Dabei lägen ihr Bildung und Ausbildung besonders am Herzen. Biologische Landwirtschaft dürfe nicht ungeliebtes Nebenfach in der landwirtschaftlichen Ausbildung bleiben, sondern müsse gleichberechtigtes Pflichtfach sein. Energisch forderte Sengl Ernährung und Landwirtschaft als Schulfach in allen Schularten. Darüber hinaus sei es ein Leichtes für die öffentliche Hand, in Gemeinschaftsverpflegungen hochwertige biologische Produkte vorzuschreiben. Dies sei ein großer Marktsektor und Türöffner für eine andere Produktionsweise von Nahrungsmitteln. Leider fehle für Neuerungen eine kräftige Stimme in Europa. Landwirtschaftsminister Schmidt sei da ein Totalausfall. Sengls Fazit für die Bundestagswahl: „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“. „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling weiterlesen

Bergsteigerdörfer: Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur

Wieder zwei neue Bergsteigerdörfer – wieder ein Sieg für einen Tourismus im Einklang mit den Menschen vor Ort und der Natur! Gestern war ich dabei bei der Auszeichnung der beiden neuen Bergsteigerdörfer Schleching und Sachrang auf dem Geigelstein. Hier ein kleiner Eindruck zum Anschauen:

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Einziges Bergsteigerdorf war bisher Ramsau, demnächst soll noch Kreuth am Tegernsee hinzukommen. So sieht zukunftsfähiger Tourismus im Alpenraum aus! Bergsteigerdörfer: Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur weiterlesen

Mobilität und Warenverkehr der Zukunft: klimaschonend, emissionsarm, leise, intelligent und vernetzt

Verkehrspolitik in Bayern bedeutet seit Jahrzehnten leider vor allem: mehr Straßen für mehr Autos und LKWs. Der Individualverkehr mit dem Auto ist daher am Land oft das einzig sinnvolle Verkehrsmittel, und dem Schwerverkehr bleibt nur die Straße. Grüne Verkehrspolitik setzt hingegen einen Schwerpunkt auf den Öffentlichen Personennahverkehr und auf die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Wir fordern einen Ausbau der Bahn mit vernünftigen Netzverknüpfungen und mehr Mittel für den Bus- und Radverkehr. Der Individualverkehr muss endlich mit sinnvollen Maßnahmen begleitet werden; dazu gehören Konzepte für Carsharing, E-Mobilität und neue Technologien, aber auch die Einsicht, dass die Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes Vorrang vor Neubaumaßnahmen haben muss.

Um den LKW-Verkehr in den Griff zu bekommen, muss ein Umdenken beim Konsum stattfinden: hin zu regionalen Produkten, um die Warentransporte einzudämmen.
Wir brauchen aber auch ein Umdenken in der Verkehrspolitik. LKWs müssen runter von der Straße, rauf auf die Schiene. Denn jeder Ausbau von Transitstraßen zieht mehr Verkehr an. Das ist verkehrspolitischer Unsinn und führt nur zu enormen Belastungen der Anwohner und der Umwelt. Deshalb sollte der Fokus der Mittelvergabe für Verkehrsinfrastruktur dringend auf dem Ausbau des Schienennetzes liegen, damit der Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden kann. Bestehende Gleisanschlüsse und Güterterminals müssen besser genutzt werden. Zudem muss die LKW-Maut neu gestaltet werden. Für LKWs muss gelten: je niedriger die Straßenklasse, desto höher die Maut – und nicht umgekehrt.

Ich bin überzeugt: Die Mobilität und der Warenverkehr der Zukunft müssen klimaschonend, emissionsarm, leise, intelligent und vernetzt sein. Und wenn der politische Wille da ist, ist das auch möglich. Wir Grüne kämpfen dafür.

Geburtshilfe am Wendepunkt – Besuch der RoMed Klinik Bad Aibling

Die Geburtshilfe steht derzeit an einem Wendepunkt. Immer wieder müssen Geburtshilfestationen in Bayern schließen. Aktuell ist davon die RoMed Klinik in Bad Aibling betroffen. Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Kerstin Celina traf ich mich deshalb mit Klinkleitung, Ärzten und Hebammen der RoMed Klinik, um über die Möglichkeiten zur Sicherung der Geburtshilfe in der Region zu sprechen. Hier der Bericht:

Kleinere Kliniken im ländlichen Raum in Bayern können eine Geburtshilfestation üblicherweise nur mit Belegärzten und freiberuflichen Hebammen betreiben, wie es in Bad Aibling der Fall ist. Wird dieses System an die Wand gefahren, werden weitere Kreißsäle und Geburtshilfestationen schließen. Die Lage in Bad Aibling ist besonders kompliziert: In der RoMed Klinik Bad Aibling stiegen die Geburtenzahlen in den letzten 10 Jahren von 300 auf über 600 Geburten im Jahr. „Das zeigt, welch hohes Vertrauen uns die werdenden Mütter entgegenbringen“ erklärte der Ärztliche Leiter, Dr. Guido Pfeiffer. Geburtshilfe am Wendepunkt – Besuch der RoMed Klinik Bad Aibling weiterlesen

Miserables Baustellenmanagement zwischen Rosenheim und Bad Endorf

Drei Monate lang wurde auf der Strecke zwischen Bad Endorf und Rosenheim gebaut und repariert. Auf einer der meist befahrenen Zugstrecken in Deutschland fand damit auf einer Länge von 17 Kilometern nur eingleisiger Zugverkehr statt. Die vielen tausend Pendler und jetzt im Sommer auch die Touristen können ein leidvolles Lied davon singen, was alles NICHT klappte und welche immensen Einschränkungen die Zugreisenden auf sich nehmen mussten. Im Rahmen eines Runden Tischs sprach ich mit Vertretern der Bahngesellschaften und der Fahrgastverbände über die aktuelle Situation auf der Bahnstrecke. Hier der Bericht:

„Es geht los bei Zügen, die komplett gestrichen wurden“, erklärte Landtagsabgeordnete Gisela Sengl bei einem Treffen mit Vertretern der Bahngesellschaften und Fahrgastverbände. „Dann erreichten viele Busse des Schienenersatzverkehrs trotz zügiger Fahrweise der Fahrer nicht den geplanten Anschlusszug. Die Züge des EC und IC fielen auf der Strecke komplett aus. Und natürlich mussten die Fahrgäste mit ständigen Verspätungen rechnen.“ Verantwortlich für dieses totale Missmanagement sei die DB Netz AG. „Ich bedaure deshalb sehr, dass die DB Netz AG heute keinen Vertreter schicken wollte“, so Sengl.
Vertreter der Fahrgastverbände PRO BAHN von Traunstein, Andreas Locht, und Rosenheim, Günther Polz, und dem stellvertretenden Betriebsleiter von Meridian, Arno Beugel, warfen der DB Netz AG schlechtes Baustellenmanagement vor und diskutierten gemeinsam mit Sengl, wie die Situation verbessert werden könnte.   Miserables Baustellenmanagement zwischen Rosenheim und Bad Endorf weiterlesen

Aus für Stundentakt zwischen Mühldorf und Salzburg – verfehlte bayerische Verkehrspolitik auf Kosten der ländlichen Bevölkerung

Das Bayerische Verkehrsministerium hat der dringend notwendigen Taktverdichtung zwischen Mühldorf und Salzburg eine Absage erteilt – aus finanziellen Gründen (wie aus einem Bericht des Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr vom 3.7.17 hervorgeht). Davon sind viele Pendler in der Region betroffen. Dabei wäre das Geld in Form der Regionalisierungsmittel, die der Freistaat vom Bund bekommt, da – es wird aber anstatt für die Bestellung von Zügen zukünftig für den Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels in München ausgegeben. Das sagt die CSU-Staatsregierung nicht. Die Strecke Mühldorf – Freilassing/Salzburg gehört also zu den Opfern der Röhre in München.

Zum Hintergrund: Der Freistaat erhält vom Bund 2017 1,24 Mrd. Euro Regionalisierungsmittel pro Jahr. Für die Bestellung von Zügen gibt der Freistaat aber nur 1,05 Mrd. Euro aus. Aus diesen 200 Mio. Euro Differenz sollten eigentlich kleinere Investitionen getätigt werden und mehr Züge bestellt werden. 650 Mio. Euro sind schon in den vergangen Jahren angespart worden und dem Schienenpersonennahverkehr entzogen worden.

Wenn nun diese Gelder nicht in den Taktausbau einer so hoch frequentierten Strecke wie Mühldorf-Salzburg gesteckt werden, benachteiligt die CSU-Staatsregierung den ländlichen Raum zugunsten der Investitionen für die Großstadt. Wir Grüne fordern, den Bayerntakt nicht ad absurdum zu führen – und dazu gehört der Stundentakt.