Ernährung

Du bist, was du isst: Für gute Schulverpflegung in Bayern!

Mittagessen an der Schule? Bei dem Gedanken an die Mahlzeit in der Schulkantine kaufen viele Schülerinnen und Schüler lieber ihre Brotzeit an der Fastfood-Bude ums Eck. Die Verpflegungssituation lässt an vielen Schulen zu wünschen übrig. Doch es gibt auch einige Beispiele, wie gesundes, leckeres Essen, sogar in Bio-Qualität, an der Schule funktionieren kann und von Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen gut angenommen wird.

Wir Grüne im Bayerischen Landtag beschäftigen uns schon seit einiger Zeit damit, wie wir allen Schülerinnen und Schülern in Bayern gutes Essen an ihren Schulen ermöglichen können. Wir besuchten Schulen und Kindergärten, haben dort mitgegessen und uns ein Bild vor Ort gemacht. Wir haben uns im Ausschuss berichten lassen, warum das Essen an den Schulen so schlechte Noten erhält und wir haben Anträge gestellt für besseres Essen und Ernährungsbildung und für mehr Bio an Bayerns Schulen. Außerdem haben wir die breite Palette aller Akteur*innen in diesem Bereich zu uns in den Landtag eingeladen, damit wir schlauer werden und gute Beispiele kennenlernen. Zuletzt waren die „Betroffenen“, Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern, bei uns im Landtag zu Gast (http://www.gisela-sengl.de/du-bist-was-du-isst-gutes-essen-an-bayerns-schulen/).

Chronik:

Wann Das haben wir gemacht 
März 2015 Fachgespräch: Gutes Essen braucht gute Ausbildung
Mai 2015 Berichtsantrag: Schulverpflegung verbessern (17/6722)
April 2016 Antrag: Gesunde Schule: Ernährungsbildung und Essensangebot Hand in Hand (17/11325)
April/Mai 2016 Tour: Gutes und Gesundes für unsere Schulen! Tag der grünen Schulverpflegung
Dezember 2016 PM: Grüne fordern Qualitätsstandards für Schulverpflegung
März 2017 Fachgespräch: Mehr Bio an Bayerns Schulen
April 2017 Antrag: Mehr Bio in Schulen: Bio-Anteil in allen bayerischen Schulen mindestens 20% bis 2020 und mindestens 50% bis 2025 (17/16349)
2018 Tour: Du bist, was du isst
Februar 2018 Schüler*innentalk: Du bist, was du isst

Du bist, was du isst – gutes Essen an Bayerns Schulen!

Unser Fachgespräch mit SMV-VertreterInnen im Bayerischen Landtag zeigt, dass die Zufriedenheit mit dem Schulessen größer sein könnte. Die Wünsche, die die Schülerinnen und Schüler in Bayern an gutes Schulessen haben, sind dabei relativ klar:

Am wichtigsten ist: dass es satt macht und schmeckt! Darüber hinaus wünschen sich die Schüler qualitativ hochwertiges Essen und eine gewisse Varianz bei der Speisenwahl. Ein größeres vegetarisches Angebot wird gewünscht. Die Nachhaltigkeit ist wichtig. Aber ab und zu darf’s auch mal eine Currywurst oder Leberkässemmeln sein!


Hier geht’s zum Video!

Für mich bleibt als Fazit: der wichtigste Schritt zu gutem Schulessen ist der Dialog zwischen allen Beteiligten. Und es fehlt an der Wissensbildung: viele Schüler wissen gar nicht, was nachhaltig ist und was z.B. Bio bedeutet. Die Schule soll die Kinder aufs Leben vorbereiten – und muss deshalb auch die Ernährungsbildung in die Hand nehmen!

Zehntausende bei “Wir haben es satt”-Demo

33.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen die Agrarindustrie demonstriert. Über 160 Traktoren aus ganz Deutschland führten die Menge an, die vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bundeskanzleramt zog und auf dem Weg die Agrarministerkonferenz mit einem Kochtopfkonzert begleitete. So viele Menschen, die zeigen: so kann es nicht weitergehen!

Goldsteig will kein Glyphosat mehr: Die Verarbeiter schaffen, was die CSU nicht schafft

Ich begrüße die Entscheidung der Molkerei Goldsteig, Lieferanten den Einsatz des Umweltgifts Glyphosat zu untersagen. Nach der Molkerei Berchtesgadener Land zieht also eine weitere Molkerei nach. Die Verarbeiter schaffen hier, was die CSU nicht schafft. Denn die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen  endlich Produkte ohne Chemie und Gifte.

CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt hat mit seiner Zustimmung zur erneuten Zulassung des Ackergifts Glyphosat den Umwelt- und Verbraucherschutz mit Füßen getreten und den Konzernen ein Geschenk gemacht. Wir Grüne haben es vorhergesagt: das lassen sich die Verarbeiter, der Einzelhandel und die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht bieten. Damit hat Herr Schmidt den Bäuerinnen und Bauern einen Bärendienst erwiesen. Viel besser wäre ein geordneter Übergang zu einer giftfreien Landwirtschaft gewesen.

Wir Landtags-Grünen fordern nach wie vor ein sofortiges nationales Verbot von glyphosathaltigen Mitteln!

Glyphosat-Verlängerung: CSU-Geschenk für Konzerne

Glyphosat soll für weitere fünf Jahre zugelassen werden – das hat gestern der EU-Berufungsausschuss beschlossen. Es ist einfach nur schade – für die Landwirtschaft, die Natur, aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger – dass sich die EU nicht zu politischem Handeln durchringen konnte. Die Bevölkerung hat längst genug von Pestiziden. Wie bei der Gentechnik muss wieder alles von unten kommen, weil die konservative Politik nicht reagiert. Ich setze darauf, dass der Einzelhandel und die Landwirtschaft die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und den Verzicht von Glyphosat einfordern.

Bundesagrarminister Schmidt hat der Verlängerung zugestimmt. Die CSU hat hiermit bewiesen, dass sie lieber den Konzernen ein Geschenk macht, als die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und die Umwelt zu schützen.

Pidinger Molkerei verbietet Glyphosat

Wenn man will, dann geht es eben doch: die Pidinger Molkerei hat für ihre Genossenschaftsmitglieder einstimmig ein Glyphosatverbot beschlossen. Während die Bundesregierung durch ihre Enthaltung im EU-Ausschuss ein Ende von Glyphosat weiter verzögert hat, ist die Wirtschaft mal wieder schneller – und näher am Verbraucher dran, der einfach keine Ackergift-Rückstände in seinem Essen haben will.

Nach einem Aufsichtsratsbeschluss ist in der Genossenschaft mit sofortiger Wirkung  die Anwendung jeglicher Totalherbizide in der Grünland- und Ackerbaubehandlung verboten. Das Verbot gilt für alle 1.800 Genossenschaftsmitglieder, deren Milch in Piding verarbeitet wird. Geschäftsführer Bernhard Pointner hat Recht, wenn er sagt: „Es gibt in unserem Milcheinzugsgebiet keine Notwendigkeit, ein Totalherbizid einzusetzen, dessen wissenschaftliche Bewertung hinsichtlich Auswirkungen auf Mensch und Umwelt kontrovers ist.“

Glyphosat am Ende?

Letzte Woche stimmte der EU-Umweltausschuss – mit Stimmen der Grünen, Sozialdemokraten, Linken und teilweise Liberalen – für ein Ende der Zulassung von Glyphosat. Morgen wird der ständige Ausschuss der Mitgliedstaaten darüber abstimmen. Die geschäftsführende Bundesregierung wird sich dabei voraussichtlich wieder enthalten – und stellt sich damit gegen Umwelt- und Verbraucherschutz. Bei der heutigen namentlichen Abstimmung im EU-Parlament zeigt sich direkt, welche Abgeordneten Profitinteressen höher einschätzen als Gesundheit von Mensch und Natur.

Die Verbraucher sind da schon viel weiter. Die von den beiden Grünen Europaabgeordneten Martin Häusling und Sven Giegold initiierte Petition erreichte binnen weniger Tage 80.000 Unterschriften (hier unterzeichnen: www.change.org/glyphosat).

Dass das Ende von Glyphosat für die Landwirtschaft durchaus interessante Chancen birgt, berichtet die Hannoversche Allgemeine (http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Deutschland-Welt/Chancen-und-Risiken-des-moeglichen-Glyphosat-Stopps):

„Der Göttinger Agrar-Experte Steinmann hingegen hält Preissteigerungen bei einem Glyphosat-Stopp für sehr unwahrscheinlich. „Der Markt für Agrarprodukte reagiert auf so etwas nicht.“ Eher sei zu erwarten, dass Lebensmittelhändler auf Glyphosat-freie Produktionsverfahren drängen werden – und das ohne Preisänderungen erreichen wollen. Generell biete ein Glyphosat-Stopp auch große Chancen, betont Steinmann. Glyphosat sei ein Innovationskiller, und das seit Jahrzehnten. „Gegen einen so billigen Standard anzukämpfen – da konnte man nur scheitern.“ Ein Auslaufen der Zulassung führe zu einer aufgefrischten Suche nach Alternativen auch bei der nicht-chemischen Unkrautkontrolle. „Es würde Bedarf, aber auch Raum und Nachfrage für neue Ideen geben“, ist Steinmann überzeugt. Auch Pieper sieht Chancen: Die Diskussion um Glyphosat könne den Start für einen ganz anders aufgestellten Agrarsektor bedeuten.“ …

Der SPIEGEL berichtete am Wochenende, dass Monsanto sich selbst nicht sicher ist, ob der Pflanzenvernichter Glyphosat krebserregend ist (https://magazin.spiegel.de/SP/2017/43/153888459/index.html).

Hier auch ein Link zu einer aktuellen Studie der Europagrünen über die Gefahren von Glyphosat und mögliche Alternativen zum Ackergift:  https://www.greens-efa.eu/files/doc/docs/ab61fee42c3217963d3a43bd1c4b1e09.pdf

Wie eine Abkehr von Ackergiften zum Wohle von Menschen, Tieren und Umwelt gelingen kann, zeigen wir Landtagsgrüne in unserer Pestizidminimierungsstrategie.

Alles in allem wirklich höchste Zeit, Glyphosat endlich zu verbieten!

Rezept Kürbissuppe

Zutaten

2 kg Kürbis (z.B. Hokkaido oder Butternut)
500 g Gelbe Rüben
1 kg Kartoffeln
2 Zwiebeln
2 EL Butter
2 Liter Gemüsebrühe
½ Becher Sahne
Salz und Pfeffer, Muskat

 

Zubereitung

Kürbis in Spalten schneiden, schälen und entkernen. Das Kürbisfleisch in kleine Würfel schneiden. Gelbe Rüben und Kartoffeln schälen, waschen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und würfeln.

Die Butter erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Brühe hinzufügen und aufkochen lassen. Dann den Kürbis, die Gelben Rüben und die Kartoffeln zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ca. 20-30 Minuten auf kleiner Flamme kochen lassen. Mit einem Pürierstab die Suppe pürieren, Sahne hinzugeben und abschmecken.

Schmeckt wunderbar mit gerösteten Kürbiskernen und einem Schuss Kürbiskernöl!