Lebensmittelverarbeitung und -vermarktung

Milch und Wein bei der Agrartour im Allgäu

Die Agrartour geht weiter! Endlich machten wir auch im Allgäu Station. Zunächst besuchte ich mit meinen Landtagskollegen Ulli Leiner und Thomas Gehring die Sennerei Gunzesried – vor Jahren noch belächelt, heute höchst innovativ: 12 Bauern erzeugen pro Jahr ca. 1,3 Millionen kg Heumilch, die komplett verkäst wird und regional vermarktet wird. Die Sennerei, übrigens eine Genossenschaft, läuft so gut, dass vor einem Jahr eine komplett neue Sennküche mit regenerativen Energie aus der Molkenverwertung gebaut werden konnte. Ein vorbildlicher Betrieb!

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Dorfleben: Was tun, wenn der letzte Laden dicht macht?

Mit der Bundestagsabgeordneten Doris Wagner war ich letzte Woche im Landkreis Traunstein unterwegs, um uns über die Nahversorgung ein Bild zu machen. Fakt ist: immer mehr kleine Läden machen zu. Schon jetzt gibt es zahlreiche Dörfer, die keinen Lebensmittelladen mehr haben. Vor allem für ältere Menschen und Menschen ohne Auto ist das natürlich ein Problem. Aber auch das soziale Leben im Dorf ist dadurch vielerorts in Gefahr.  Dorfleben: Was tun, wenn der letzte Laden dicht macht? weiterlesen

Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt!

Fränkischer Wein, sortenreiner Streuobstsaft und frisches, regionales Brot: Unterfranken schmeckt! Im Rahmen einer Informationsfahrt durch Unterfranken erlebte ich die “Letzte Fuhre”, ein traditionelles Weinfest in der wunderschönen Altstadt von Iphofen, besuchte die Würzburger Streuobstwiesen und das Projekt “Grundwasserbäcker” in Volkach. Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt! weiterlesen

“Sauglücklich” in der Oberpfalz

Sauwohl fühlten sich mein Landtagskollege Jürgen Mistol und ich uns beim Besuch des Kollerhofs bei Schwaighausen im Landkreis Regensburg. Seit mittlerweile 10 Jahren engagiert sich die Familie Koller/Graf mit der Haltung von Kühen, Ziegen, Schafen und Schweinen, einer eigenen Käseproduktion und einem Hofladen. Vorher hatten wir noch ein sehr offenes, kontroverses aber durchaus konstruktives Gespräch mit dem Kreisverband Regensburg des Bayerischen Bauernverbandes.

 

Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair.

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren.
 Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. Beim Kauf und der Wertschätzung regionaler und ökologischer Lebensmittel nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit entsprechenden Marktstrategien und politischen Rahmenbedingungen zu tun. Wir machten uns ein Bild vor Ort und führen Gespräche mit relevanten Akteuren entlang der heimischen Lebensmittelkette. Bayern kann hier einiges lernen.

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Hopfenanbau in Bayern unterstützen

Hopfen in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen Eindruck nahmen Dieter Janecek (Bundestagsabgeorndeter und seit kurzem selbst Wolnzacher) und ich von einer kleinen Hopfenreise in die Hallertau mit. Seit Jahren hat sich die Anbaufläche für Hopfen kaum verändert; der bayerische Hopfen wird in alle Welt exportiert.

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Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus

2015 wurde Ramsau vom Deutschen Alpenverein als erstes Bergsteigerdorf Bayerns ausgezeichnet. Mit viel Herzblut treibt die Gemeinde Ramsau damit ihre nachhaltige Dorfentwicklung nicht nur für den Tourismus, sondern ganz besonders für die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung voran. Bei einem Ortstermin informierte ich mich gemeinsam mit einer Delegation unserer Fraktion, welche Chancen und Herausforderungen den Beteiligten bei der Umsetzung des Konzepts begegnen. Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus weiterlesen

“Es geht nur, wenn alle zusammenhalten”

Wie kommen wir wieder raus aus der Milchpreiskrise? Das war eines der beherrschenden Themen meines Besuchs der Berchtesgadener Milchwerke – die Molkerei, die derzeit völlig zu Recht als leuchtendes Beispiel für nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften im Milchsektor herangezogen wird.

36 Cent erhalten die Genossenschaftslandwirte derzeit von ihrer Molkerei für den Liter Milch – fast doppelt so viel wie im nationalen Durchschnitt (22 Cent; Stand 25.7.2016). Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: schon seit Jahren verfolgt die Molkerei eine Strategie, die, ausgehend von den Verbraucherwünschen, alle Marktteilnehmer im Blick hat.

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„Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen”

Zusammen mit meiner Landtagskollegin Kerstin Celina habe ich mich mit Vertretern des Bauernverbandes aus Würzburg und Main-Spessart getroffen, um uns über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft auszutauschen.

Für die beiden Abgeordneten und die Vertreter des Bauernverbandes war es gleichermaßen wichtig, die Entfremdung zwischen Verbrauchern und Produzenten von Lebensmitteln zu verringern. „Landwirtschaft hat eine besondere Stellung“, so Sengl, und erläuterte, dass der Erhalt kleinerer Höfe vor Ort auch erleichtert werden könnte, wenn Vorschriften aus Brüssel in Bayern nicht noch zusätzlich verschärft würden, sondern statt dessen sollten regionale Verarbeitung und Vermarktung erleichtert und offensiv unterstützt werden. Das Zwischenfazit der Abgeordneten war: Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen und man müsse das große Ganze im Blick behalten. „Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen” weiterlesen

Agrargipfel in der Staatskanzlei

Nun hat auch noch Horst Seehofer zu einem Agrargipfel eingeladen – und dabei immerhin alle landwirtschaftlichen Verbände berücksichtigt, anders als sein Bundesminister Schmidt noch vergangene Woche. Dabei war von vornherein klar: es kann wieder keine echten Lösungen geben, geschweige denn ein nachhaltiges Maßnahmenpaket – denn die Meinungen gehen sowohl innerhalb der regierenden CSU als auch innerhalb der Bauernschaft  auseinander. Während Bundesagrarminister Christian Schmidt und der Bauernverband eine europaweite Beschränkung der Milchproduktion durch die EU ablehnen, wird diese von der Staatsminister Brunner und den kleineren Bauernorganisationen befürwortet.

Die Maßnahmen, die Agrarminister Brunner nun durchgesetzt hat, sind größtenteils in Ordnung – aber es fehlt nach wie vor eine wirkliche, nachhaltige Lösung. Diese kann für mich nur eine richtige Herkunfts- und Haltungskennzeichnung sein: kontrollierte Herkunft muss kombiniert werden mit einem Qualitätsmerkmal wie Weide, Heu oder Bio.
Damit könnten die Molkereien nicht mehr ohne weiteres Billigmilch importieren und wären mehr auf die heimischen Milcherzeuger angewiesen. So viele Bauern wollen auf Bio umstellen, und trotzdem importieren die Molkereien, weil sie die Milch im Ausland billiger kriegen.

Vor der Staatskanzlei demonstrierte der Bund der
Milchviehhalter (BDM) mit geschätzt 1000 bis 2000 Teilnehmern und etwa 200 Traktoren gegen Schmidt und den Bauernverband. Sie forderten CSU-Chef Horst Seehofer auf, für die Entlassung seines Parteifreundes aus dem Bundeskabinett zu sorgen. «Schmidt muss weg», stand auf mehreren Plakaten. Sowohl Schmidt als auch Heidl wurden mit wütendem Protestlärm begrüßt.