Ökomodellregionen

„Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling

„Mehr Öko und Bio“ – das forderte ich gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Martin Häusling für die Landwirtschaft für Bayern und Europa bei einer Diskussionsveranstaltung in Palling. Hier der Bericht:

“Der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft und der beängstigende Rückgang der Artenvielfalt fordert rasches Handeln”, sagte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, in ihrer Begrüßung im Michlwirt in Palling. Dabei lägen ihr Bildung und Ausbildung besonders am Herzen. Biologische Landwirtschaft dürfe nicht ungeliebtes Nebenfach in der landwirtschaftlichen Ausbildung bleiben, sondern müsse gleichberechtigtes Pflichtfach sein. Energisch forderte Sengl Ernährung und Landwirtschaft als Schulfach in allen Schularten. Darüber hinaus sei es ein Leichtes für die öffentliche Hand, in Gemeinschaftsverpflegungen hochwertige biologische Produkte vorzuschreiben. Dies sei ein großer Marktsektor und Türöffner für eine andere Produktionsweise von Nahrungsmitteln. Leider fehle für Neuerungen eine kräftige Stimme in Europa. Landwirtschaftsminister Schmidt sei da ein Totalausfall. Sengls Fazit für die Bundestagswahl: „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“. „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling weiterlesen

Mehr Impulse für die Ökomodellregionen

Auf die Einladung der Kreisverbände Amberg und Amberg-Sulzbach hin berichtete ich in Amberg über meine Erfahrungen bei und mit den Ökomodellregionen. Hier der Bericht:

Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag, zeigte am Beispiel „Waginger See“ eindringlich, welche negativen Folgen – nämlich starkes Algenwachstum – der Nährstoffeintrag durch intensive Landwirtschaft bewirkte. Durch den Umstieg auf ökologischen Landbau in Zusammenhang mit der Ausweisung einer Ökomodellregion konnten diese Auswirkungen deutlich reduziert werden.   Mehr Impulse für die Ökomodellregionen weiterlesen

Verkaufsschlager der Ökomodellregion

Im Rahmen des Gewerbetages in Kirchanschöring zeigte auch die „Ökomodellregion“ Flagge und informierte interessierte Besucher über die Ziele und großartigen Chancen der staatlich geförderten Initiative zur Stärkung der ländlichen Entwicklung. Dabei erwies sich das von Hans Grösch entwickelte „Glasl-Brot“ als Verkaufsschlager. In einer Literflasche sind bereits alle Zutaten in biologischer Qualität enthalten, mit denen man ein Kilo wohlschmeckendes Vollkornbrot backen kann.

Waginger See: Das bedrohte Idyll

Hier mein Kommentar zum Artikel “Das bedrohte Idyll” am 29.12.14 in der Süddeutschen Zeitung:

Seit Jahren, man kann schon fast sagen seit Jahrzehnten ist das Problem mit dem Waginger See bekannt. Aber keiner traute sich so richtig ran.
Die von Ulrich Kühn angestoßene Petition “Rettet den Waginger See” brachte endlich die Diskussion in die Öffentlichkeit. Leider sahen die wenigsten Bauern dies als Gelegenheit, sich mit der Bevölkerung zusammen für die gemeinsame Heimat einzusetzen.  Vielmehr wurden und werden die Probleme geleugnet, und die Ursache – die intensive Landwirtschaft – kleingeredet und verharmlost. Bauern empören sich und behaupten unisono: „Wir können nichts dafür“; der Bauernverband zweifelt ab und zu auch gerne die wissenschaftlichen Daten* an, aus denen sich die empfohlenen Seenschutzmaßnahmen ableiten. Waginger See: Das bedrohte Idyll weiterlesen

6700 Unterschriften für den Waginger See!

So viele Bürgerinnen und Bürger haben die Onlinepetition “Rettet endlich den Waginger See” unterstützt. Gestern haben die Vertreter des Aktionsbündnisses die Petition im Landtag übergeben. Ich unterstütze natürlich die Petition und hoffe sehr, dass sie Erfolg haben wird!  6700 Unterschriften für den Waginger See! weiterlesen

Wenn das Umland die Stadt versorgt

Als letzte der fünf Ökomodellregionen besuchte ich die Region Nürnberg Stadt/Land und Roth Landkreis. In dieser Region ist insbesondere ein Aspekt interessant: wie kann man eine Stadt durch das Umland, also regional, versorgen? Dass das funktionieren kann, wollen die Initiatoren dieses Ökomodellregion-Projekts zeigen und haben daher drei sehr unterschiedliche Partner unter einem Dach vereint: die Großstadt Nürnberg (die bereits Bio-Metropole ist), und die Landkreise Roth und Nürnberger Land als Basis der Erzeuger.

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“Die 2 im Isental”

Buchbach/Schwindegg – Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Gisela Sengl aus Sondermoning bei Waging am See, besuchte die von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnete Öko-Modellregion “Isental” der Gemeinden Buchbach und Schwindegg und machte sich dabei ein Bild über die aktuelle Lage und Ziele. Sengl, selbst Biobäuerin und Direktvermarkterin, besucht derzeit alle bisher in Bayern anerkannten und ausgeziechneten fünf Öko-Modellregionen.

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Signalwirkung verstärken

Im Rahmen meiner Bayerntour durch die fünf Ökomodellregionen habe ich auch den Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz mit den „Modellbetrieben“ Neumarkter Lammsbräu und Kloster Plankstetten besucht. Das Projekt wird von der Regionalentwicklungsgesellschaft REGINA GmbH betreut und hat folgende Ziele formuliert:
• Stärkung einer den ländlichen Raum prägenden bäuerlichen Landwirtschaft
• Erhöhung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen
• Unterstützung bei Diversifizierungsmaßnahmen in der Ökologischen Landwirtschaft
• Mehr Bioprodukte in Gastronomie und Verarbeitungsgewerbe
• Bewusstseinsbildung und Intensivierung des Beratungsangebots für „Regional“ und „Bio“
• Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe im Bereich des Ökologischen Landbaus
• Stärkere Vernetzung mit Naturschutz, Energiemanagement und Umweltbildung

Im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen in Bayern hat der Landkreis Neumarkt eigentlich komfortable Voraussetzungen:

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Rotes Höhenvieh und Mohn

Das Projekt “Ökomodellregionen in Bayern” liegt mir als agrarpolitische Sprecherin sehr am Herzen. Deshalb bin ich derzeit unterwegs in Bayern, um die Akteure aller fünf Ökomodellregionen kennen zu lernen, und die Entwicklung der Regionen mitverfolgen zu können.

Als erste (natürlich nach “unserer” Region Waginger See) besuchte ich die “Steinwaldallianz” (13 Gemeinden) im Landkreis Tirschenreuth am nördlichen Rand der Oberpfalz. Eingebunden in die Waldlandschaften des Steinwaldes und des südlichen Fichtelgebirges liegen kleinräumig strukturierte, historische Kulturlandschaften, die durch eine über Jahrhunderte andauernde kleinbäuerliche Landwirtschaft entstanden, von ihr gepflegt und erhalten worden sind. Eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, teils gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht, finden hier Lebensraum und Rückzugsgebiete – beispielsweise die ästige Mondraute, die wir bei meinem Besuch tatsächlich entdeckt haben.

Ein großes Problem ist seit Jahren der demographische Wandel und die dramatischen Bevölkerungsverluste (bis zu 20 % in 20 Jahren) im Allianzgebiet. Umso wichtiger ist es, durch vernetztes Handeln wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Rotes Höhenvieh und Mohn weiterlesen