Tiere

Wir haben es satt!

23.000 sind am Samstag in Berlin wieder auf die Straße gegangen, um gegen die Agrarindustrie zu protestieren – nicht so viele wie letztes Mal, aber trotzdem eine klare Aussage: Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern! Für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft! Für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften! Für starke Strukturen im ländlichen Raum! Für artgerechte Tierhaltung, gegen Gentechnik!

Klimaschutz mit Messer und Gabel

Die Produktion von Fleisch konzentriert sich auch in Bayern auf immer weniger Betriebe. Zeitgleich setzt sich das Höfesterben beinahe ungebremst fort. Seit 2001 gaben allein in Bayern fast 30.000 Betriebe die Schweinehaltung auf. Der Konzentrationsprozess in der Fleischproduktion findet leider auch immer mehr in Bayern statt.

Gerade auch wenn wir über Klimaschutz sprechen, müssen wir uns bewusst machen, dass auch unser privater Fleischkonsum einen großen Anteil am Klimaschutz hat. Hier stellen sich heute schon viele Verbraucherinnen und Verbraucher die Fragen: Woher kommt das Fleisch? Wie werden die Tiere gehalten? Woher kommen die Futtermittel? Und vor allem: muss es jeden Tag Fleisch und Wurst sein oder genügt auch weniger? Weniger Fleisch, dafür Fleisch aus ökologischer Haltung – das ist Klimaschutz mit Messer und Gabel.

Tatsächlich geht der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch und Wurst in Deutschland seit einigen Jahren leicht zurück. Trotzdem steigt die Erzeugung von tierischen Nahrungsmitteln, das heißt die Exportzahlen steigen. Die Gewinne bleiben bei einigen wenigen Großkonzernen. Exportorientierte Fleischproduktion ist klimaschädlich, weil zu viele Tiere auf zu geringer Fläche gehalten werden und Futtermittel aus Übersee zugekauft werden müssen. Die zusätzlich durch die Grundwasserverschmutzung entstehenden Kosten muss am Ende die Gesellschaft tragen.

Mehr Informationen im im Januar 2016 veröffentlichten “Fleischatlas Deutschland regional 2016″ unter http://www.boell.de/de/dossier-zum-fleischatlas-deutschland-regional

Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung

Der gemeinsame Antrag der BAGen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und Tierschutzpolitik “Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung” wurde bei der BDK in Halle auf Platz 1 gewählt – und angenommen! Das freut mich als BAG-Sprecherin natürlich besonders. Zwei Jahre intensiver Zusammenarbeit sind damit von Erfolg gekrönt worden.

Hier die Rede zum Antrag:

Rede zum Antrag "Tiere in der Landwirtschaft - eine Frage der Haltung"
Rede zum Antrag “Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung”

Und hier der Link zum Antrag:
“Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung”

Klimabilanz tierisch gut?

„Landwirtschaft und Böden fit machen für den Klimawandel!“ und „Klimabilanz tierisch gut? Tierhaltung und Klima “, über diese Themen referierte Dr. Andrea Beste, Leiterin des Büros für Bodenschutz und Ökologische Agrarkultur in Mainz und Co-Autorin des von Böll-Stiftung und BUND herausgegebenen Bodenatlas, im Forum Landwirtschaft der Grünen Klimakonferenz am 14. November in München:

Böden fit machen für den Klimawandel – das bedeutet Klimawandel-Anpassung. Es ist eine dringend gebotene Reaktion auf zunehmend auftretende Wetterereignisse wie Starkregen und längere Trockenheit, aber auch auf die in den letzten 30 Jahren auftretenden Probleme: … Klimabilanz tierisch gut? weiterlesen

Bio im Fünfseenland

Die Heimat.Genuss.Kultur-Tour der grünen Landtagsfraktion führte unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze und mich in das Fünfseenland. Die verschiedenen Besuche vermittelten uns einen Eindruck vom langen Prozess der Erzeugung der Nahrungsmittel, über die Verarbeitung und Veredelung der erzeugten Produkte und dem Genuss durch den/die EndverbraucherIn.

Andechser Molkerei Scheitz: Biomilch für die Region

12068410_517639558395859_5394717043187202799_oErste Station unserer Besichtigungen war die Andechser Molkerei Scheitz. Wir wurden sehr herzlich von der Geschäftsführerin Barbara Scheitz empfangen, und erhielten einen umfassenden Überblick über ihr Unternehmen: Bereits 1908 wurde die Molkerei gegründet und entwickelte sich bis heute konsequent zur Bio-Molkerei. Bio im Fünfseenland weiterlesen

Ausstieg aus der Käfighaltung

Auf der Agrarministerkonferenz in Fulda wurde überraschend eine Einigung der Länder mit dem Bund zum Thema Käfighaltung bei Legehennen erzielt: Bis 2025 wird bundesweit die tierschutzwidrige Käfighaltung von Legehennen definitiv beendet.

Die Einigung ist ein großer Verdienst der grünen Agrarminister aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Immerhin war der Bund, seit 2010 das Bundesverfassungsgericht die Käfighaltung bei Hühnern als grundgesetzwidrig erklärte, in der Gesetzgebung nicht tätig geworden. Erfreulich ist auch, dass sich die Agrarminister einigen konnten, auch einen sofortigen Stopp von Stallneubauten und –erweiterungen umzusetzen.

Wir werden in Bayern ganz genau hinsehen, ob die CSU-Staatsregierung sich ab sofort an die Vereinbarung hält oder vor der Geflügel-Lobby einknickt und in letzter Minute neue Käfigplätze durchdrückt.

Von Biohennen und Bio-Bier aus Niederbayern

Die Agrartour durch Niederbayern starteten Rosi Steinberger und ich im Riedenburger Brauhaus, der Ökobrauerei, die seit 1994 als erste Bayerische Brauerei mit einem ganzheitlichen Ökokonzept auf dem Markt ist. Nach einer Betriebsbesichtigung  erläuterte die Brauerfamilie Krieger bei der Bierprobe die Entwicklung des Betriebs. „ Die Riedenburger Brauerei ist ein Vorzeigeprojekt, was regionale Wertschöpfung betrifft“ so Gisela Sengl. Die Rohstoffe würden von den Landwirten in der Region produziert, auch der Absatz erfolge zu einem großen Teil im Umkreis. „Regionale Kultur, Brauchtum und Genuss sind hier aufs engste miteinander verknüpft und vom Erzeuger bis zum Verbraucher können alle Beteiligten profitieren, weil sie fair miteinander umgehen“ fasst Rosi Steinberger zusammen.

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Rettet unsere alten Haustierrassen

In der Vielfalt liegt die Zukunft!

Seit Jahrtausenden züchtet der Mensch verschiedene Tierarten und passt sie dabei immer besser an die Zusammenarbeit und das Zusammenleben mit uns Menschen an. Unter den verschiedensten geografischen und klimatischen Bedingungen entwickelte sich eine reiche Vielfalt an Rassen heraus. Die Tiere sind optimal an ihre jeweiligen Regionen angepasst, wo sie die Anforderungen vom Menschen mit den Herausforderungen der umgebenden Kulturlandschaft zu verbinden wissen.
Eine zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und der Tierhaltung richten den Fokus der Zucht auf Leistungssteigerung bei wenigen Rassen bei gleichzeitigem Verdrängen vieler lokal angepasster Rassen. Mehr als ein Drittel aller Großtier-Rassen wie Pferd, Rind, Schwein, Schaf oder Ziege stehen vor ihrem Aussterben.  Rettet unsere alten Haustierrassen weiterlesen

„Die Bienenkönigin“ im Nektargarten

Seit dem letzten Wochenende gibt es im Umweltgarten Wiesmühl eine neue Attraktion: den Nektargarten. Auf 2000 Quadratmetern, die in Zusammenarbeit mit den Imkern vom Lehrbienenstand angelegt wurden, können die Besucher nun mehr über unser kleinstes, aber wichtigstes Nutztier lernen: die Biene.  … „Die Bienenkönigin“ im Nektargarten weiterlesen