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Dorfleben: Was tun, wenn der letzte Laden dicht macht?

Mit der Bundestagsabgeordneten Doris Wagner war ich letzte Woche im Landkreis Traunstein unterwegs, um uns über die Nahversorgung ein Bild zu machen. Fakt ist: immer mehr kleine Läden machen zu. Schon jetzt gibt es zahlreiche Dörfer, die keinen Lebensmittelladen mehr haben. Vor allem für ältere Menschen und Menschen ohne Auto ist das natürlich ein Problem. Aber auch das soziale Leben im Dorf ist dadurch vielerorts in Gefahr. 

Zum Glück versuchen mittlerweile immer mehr Ortschaften, dieses Problem zu lösen. In manchen Dörfern im Landkreis – Schleching ist da ein Beispiel – haben sich Bürger zusammengetan, um eigene Dorfläden zu gründen. Das Konzept funktioniert auch in Frabertsham, wie uns Hans Schloder, ehrenamtlicher und der engagierter Vorstand des Dorfladens, erklärte. Im Dorfladen wird nicht nur eingekauft, sondern auch geratscht, gelacht, Kaffee getrunken und das von Jung und Alt!

Aber auch politisch muss sich etwas tun, damit die Entwicklung des ländlichen Raums nicht nur Sache einiger engagierter Bürger bleibt. Die Staatsregierung muss klare Leitplanken in der Landesplanung setzen, damit die in der Verfassung verankerte “Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Bayern” nicht nur eine Worthülse bleibt.

Unsere Grünen Forderungen sind nachzulesen im Positionspapier “Nah versorgt – egal wo du in Bayern lebst”.

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