Pestizidminimierungsstrategie für Bayern

Auf deutschen Feldern landen jedes Jahr rund 50 000 Tonnen Pestizide gegen Käfer, Raupen,
Blattläuse, Mäuse, Pilze, Mehltau und Unkraut. Das soll die Erträge erhöhen – tötet aber nicht nur Schädlinge, sondern entzieht beispielsweise auch Bienen, weiteren Insekten und Vögeln die Lebensgrundlage. Mittlerweile sind 50 Prozent der Tierarten in Bayern vom Aussterben bedroht, was auch mit den Ackergiften zu tun hat.

Deshalb setzen wir Grünen uns für eine pestizidfreie Landwirtschaft in Bayern ein. Bis zum Jahr 2030 wollen wir den
Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Äckern halbieren, langfristig sollen gar keine Pestizide mehr ausgebracht werden. Bei unserer Klausurtagung in Landshut haben wir dafür einen Vier-Punkte-Plan, eine Pestizidminimierungsstrategie, verabschiedet. Denn eine giftfreie Landwirtschaft ist das Beste für Bauern, Bienen und Bayern!

Giftfreie Landwirtschaft: Pestizidminimierungsstrategie für Bayern

Giftfreie Landwirtschaft: Gut für Bauern, Bienen und Bayern!

Der Einsatz von immer mehr Agrargiften ist neben dem zunehmenden Flächenfraß eine Hauptursache für den dramatischen Artenschwund in Bayern. Über die Hälfte aller bekannten Tiere und Pflanzen in Bayern sind vom Aussterben bedroht. Alleine die Insektenbiomasse hat in den letzten Jahren um 80 Prozent abgenommen!

Mittelfristig muss der Einsatz von Ackergiften bis 2030 um die Hälfte reduziert werden. Wir Grüne fordern deshalb eine konsequente Agrarwende mit dem langfristigen Ziel einer giftfreien Landwirtschaft in Bayern – das ist nicht nur gut für Bienen, sondern auch für unsere Bauern. Denn mit dem Einsatz moderner Maschinen gelingt eine gute Ernte auch ohne Chemie!

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Schlachthof Passau hat Zeichen der Zeit erkannt

Ich freue mich, dass der Schlachthof Passau die Zeichen der Zeit erkannt hat. Mit seiner Zulassung für die Schlachtung von biologisch gehaltenen Nutztieren ist er jetzt eine weitere Anlaufstelle für unsere Ökobauern. Dass er mit der zusätzlichen Einführung einer durchgängigen Videokontrolle die artgerechte Behandlung der Tiere überwacht und sicherstellt, ist ein weiterer begrüßenswerter Schritt. Der Umbau unserer Landwirtschaft schreitet langsam, aber sicher voran.

„Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling

„Mehr Öko und Bio“ – das forderte ich gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Martin Häusling für die Landwirtschaft für Bayern und Europa bei einer Diskussionsveranstaltung in Palling. Hier der Bericht:

“Der Einsatz von Chemie in der Landwirtschaft und der beängstigende Rückgang der Artenvielfalt fordert rasches Handeln”, sagte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, in ihrer Begrüßung im Michlwirt in Palling. Dabei lägen ihr Bildung und Ausbildung besonders am Herzen. Biologische Landwirtschaft dürfe nicht ungeliebtes Nebenfach in der landwirtschaftlichen Ausbildung bleiben, sondern müsse gleichberechtigtes Pflichtfach sein. Energisch forderte Sengl Ernährung und Landwirtschaft als Schulfach in allen Schularten. Darüber hinaus sei es ein Leichtes für die öffentliche Hand, in Gemeinschaftsverpflegungen hochwertige biologische Produkte vorzuschreiben. Dies sei ein großer Marktsektor und Türöffner für eine andere Produktionsweise von Nahrungsmitteln. Leider fehle für Neuerungen eine kräftige Stimme in Europa. Landwirtschaftsminister Schmidt sei da ein Totalausfall. Sengls Fazit für die Bundestagswahl: „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“. „Wer CDU/CSU wählt, wählt Glyphosat“ – mit Martin Häusling in Palling weiterlesen

Bergsteigerdörfer: Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur

Wieder zwei neue Bergsteigerdörfer – wieder ein Sieg für einen Tourismus im Einklang mit den Menschen vor Ort und der Natur! Gestern war ich dabei bei der Auszeichnung der beiden neuen Bergsteigerdörfer Schleching und Sachrang auf dem Geigelstein. Hier ein kleiner Eindruck zum Anschauen:

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Einziges Bergsteigerdorf war bisher Ramsau, demnächst soll noch Kreuth am Tegernsee hinzukommen. So sieht zukunftsfähiger Tourismus im Alpenraum aus! Bergsteigerdörfer: Tourismus im Einklang mit Mensch und Natur weiterlesen

Mobilität und Warenverkehr der Zukunft: klimaschonend, emissionsarm, leise, intelligent und vernetzt

Verkehrspolitik in Bayern bedeutet seit Jahrzehnten leider vor allem: mehr Straßen für mehr Autos und LKWs. Der Individualverkehr mit dem Auto ist daher am Land oft das einzig sinnvolle Verkehrsmittel, und dem Schwerverkehr bleibt nur die Straße. Grüne Verkehrspolitik setzt hingegen einen Schwerpunkt auf den Öffentlichen Personennahverkehr und auf die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene. Wir fordern einen Ausbau der Bahn mit vernünftigen Netzverknüpfungen und mehr Mittel für den Bus- und Radverkehr. Der Individualverkehr muss endlich mit sinnvollen Maßnahmen begleitet werden; dazu gehören Konzepte für Carsharing, E-Mobilität und neue Technologien, aber auch die Einsicht, dass die Instandhaltung des bestehenden Straßennetzes Vorrang vor Neubaumaßnahmen haben muss.

Um den LKW-Verkehr in den Griff zu bekommen, muss ein Umdenken beim Konsum stattfinden: hin zu regionalen Produkten, um die Warentransporte einzudämmen.
Wir brauchen aber auch ein Umdenken in der Verkehrspolitik. LKWs müssen runter von der Straße, rauf auf die Schiene. Denn jeder Ausbau von Transitstraßen zieht mehr Verkehr an. Das ist verkehrspolitischer Unsinn und führt nur zu enormen Belastungen der Anwohner und der Umwelt. Deshalb sollte der Fokus der Mittelvergabe für Verkehrsinfrastruktur dringend auf dem Ausbau des Schienennetzes liegen, damit der Güterverkehr auf die Schiene verlagert werden kann. Bestehende Gleisanschlüsse und Güterterminals müssen besser genutzt werden. Zudem muss die LKW-Maut neu gestaltet werden. Für LKWs muss gelten: je niedriger die Straßenklasse, desto höher die Maut – und nicht umgekehrt.

Ich bin überzeugt: Die Mobilität und der Warenverkehr der Zukunft müssen klimaschonend, emissionsarm, leise, intelligent und vernetzt sein. Und wenn der politische Wille da ist, ist das auch möglich. Wir Grüne kämpfen dafür.

Geburtshilfe am Wendepunkt – Besuch der RoMed Klinik Bad Aibling

Die Geburtshilfe steht derzeit an einem Wendepunkt. Immer wieder müssen Geburtshilfestationen in Bayern schließen. Aktuell ist davon die RoMed Klinik in Bad Aibling betroffen. Gemeinsam mit meiner Landtagskollegin Kerstin Celina traf ich mich deshalb mit Klinkleitung, Ärzten und Hebammen der RoMed Klinik, um über die Möglichkeiten zur Sicherung der Geburtshilfe in der Region zu sprechen. Hier der Bericht:

Kleinere Kliniken im ländlichen Raum in Bayern können eine Geburtshilfestation üblicherweise nur mit Belegärzten und freiberuflichen Hebammen betreiben, wie es in Bad Aibling der Fall ist. Wird dieses System an die Wand gefahren, werden weitere Kreißsäle und Geburtshilfestationen schließen. Die Lage in Bad Aibling ist besonders kompliziert: In der RoMed Klinik Bad Aibling stiegen die Geburtenzahlen in den letzten 10 Jahren von 300 auf über 600 Geburten im Jahr. „Das zeigt, welch hohes Vertrauen uns die werdenden Mütter entgegenbringen“ erklärte der Ärztliche Leiter, Dr. Guido Pfeiffer. Geburtshilfe am Wendepunkt – Besuch der RoMed Klinik Bad Aibling weiterlesen

Miserables Baustellenmanagement zwischen Rosenheim und Bad Endorf

Drei Monate lang wurde auf der Strecke zwischen Bad Endorf und Rosenheim gebaut und repariert. Auf einer der meist befahrenen Zugstrecken in Deutschland fand damit auf einer Länge von 17 Kilometern nur eingleisiger Zugverkehr statt. Die vielen tausend Pendler und jetzt im Sommer auch die Touristen können ein leidvolles Lied davon singen, was alles NICHT klappte und welche immensen Einschränkungen die Zugreisenden auf sich nehmen mussten. Im Rahmen eines Runden Tischs sprach ich mit Vertretern der Bahngesellschaften und der Fahrgastverbände über die aktuelle Situation auf der Bahnstrecke. Hier der Bericht:

„Es geht los bei Zügen, die komplett gestrichen wurden“, erklärte Landtagsabgeordnete Gisela Sengl bei einem Treffen mit Vertretern der Bahngesellschaften und Fahrgastverbände. „Dann erreichten viele Busse des Schienenersatzverkehrs trotz zügiger Fahrweise der Fahrer nicht den geplanten Anschlusszug. Die Züge des EC und IC fielen auf der Strecke komplett aus. Und natürlich mussten die Fahrgäste mit ständigen Verspätungen rechnen.“ Verantwortlich für dieses totale Missmanagement sei die DB Netz AG. „Ich bedaure deshalb sehr, dass die DB Netz AG heute keinen Vertreter schicken wollte“, so Sengl.
Vertreter der Fahrgastverbände PRO BAHN von Traunstein, Andreas Locht, und Rosenheim, Günther Polz, und dem stellvertretenden Betriebsleiter von Meridian, Arno Beugel, warfen der DB Netz AG schlechtes Baustellenmanagement vor und diskutierten gemeinsam mit Sengl, wie die Situation verbessert werden könnte.   Miserables Baustellenmanagement zwischen Rosenheim und Bad Endorf weiterlesen

Mehr Bio in staatlichen Kantinen? Nicht in Bayern!

Mehr Bio in staatlichen Kantinen, bei Empfängen und Festakten: Was in anderen Ländern gang und gebe ist, wird in Bayern von der CSU-Fraktion blockiert. Die Leitlinien über Bio und Regio in Kantinen werden von staatlicher Seite nahezu komplett ignoriert. Dabei ist auch der Staat Verbraucher und muss seine Verantwortung wahrnehmen. Die CSU führt ihre eigenen Programme zur Förderung bayerischer Bioprodukte ad absurdum. Mehr Bio in staatlichen Kantinen? Nicht in Bayern! weiterlesen

Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag