Galerie-Über-mich_3

Über mich

Politisches:

 

Die Vielfalt am Land erhalten. Gesunde Lebensmittel für alle. Die Agrarwende in Gang bringen.

Mit diesen Forderungen bin ich 2013 in den Wahlkampf für den Bayerischen Landtag gestartet. Mein Hauptanliegen war und ist die Agrarpolitik – denn diese beeinflusst ganz entscheidend den Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Seit Oktober 2013 bin ich Abgeordnete des Bayerischen Landtags und agrarpolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion; seit April 2016 auch stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Darüber hinaus bin ich Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und ländliche Entwicklung.

Die Schwerpunkte meiner agrarpolitischen Arbeit sind:

  1. Die Stärkung der regionalen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Auf diesen drei Gebieten bringe ich durch mein berufliches Umfeld viel Erfahrung mit. Die regionale Landwirtschaft kann nur überleben, wenn auch die Verarbeitung und Vermarktung in der Region gesichert ist.
  2. Im transatlantischen Freihandelsabkommen sehe ich eine große Gefahr für die bäuerliche Landwirtschaft und einen Widerspruch zur Regionalität. Der Gentechnik könnte durch das Freihandelsabkommen Tür und Tor geöffnet werden und sie damit auf unseren Tellern landen. Deshalb fordere ich, die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen öffentlich und transparent zu machen. Die landwirtschaftliche Produktion und Verarbeitung von Lebensmitteln als Teil des Freihandelsabkommens macht aber nur Sinn, wenn dabei unsere europäischen Standards übernommen werden.
  3. Ökologischen Landbau als Parallelfach in allen landwirtschaftlichen Berufsschulen, Fachschulen und Universitäten einführen.
  4. Agrarpolitik nicht nur als Klientelpolitik für die Bauern sehen, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schließlich hat die Richtung der Agrarpolitik Auswirkungen auf unsere gesamten Lebensgrundlagen: auf eine intakte Umwelt, auf den Klima- und Tierschutz, auf die Qualität unserer Lebensmittel und damit auf die Gesundheit der Menschen. Die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion müssen wir alle teuer bezahlen.

Dafür setze ich mich ein – damit unsere Region und das Leben auf dem Land lebenswert bleibt.

Bei den Grünen bin ich seit 1984 aktiv; seit 2014 sitze ich im Kreistag. Außerdem bin ich Ortsvorstandssprecherin des OV Chiemsee-Ost.

Als Abgeordete im Bayerischen Landtag bin ich zuständig für meinen Stimmkreis Traunstein und betreue zusätzlich die Landkreise Berchtesgadener Land, Mühldorf, Altötting, Ebersberg und Eichstätt.

Persönliches:

Zusammen mit meinem Mann bewirtschafte ich seit vielen Jahren einen Bioland-Hof mit Gemüse-, Getreide- und Kartoffelproduktion. Unsere Produkte vertreiben wir über unseren eigenen Bioladen, der inzwischen täglich geöffnet hat und die ganze Naturkostpalette mitanbietet.

Neben der Arbeit auf dem Biolandhof und im Bioladen absolvierte ich eine Ausbildung zur Wirtschaftsfachwirtin. Ich bin gelernte Landschaftsgärtnerin und habe vier Semester Psychologie in Salzburg studiert.

Mit meinem Mann und zwei meiner drei Kinder lebe ich auf unserem Hof in Sondermoning am Chiemsee.

Wofür ich mich einsetze:

Landwirtschaft und Ernährung:

– Für Aufklärung und Vermeidung von Lebensmittelskandalen

– Für das Greening der EU

– Keine industrielle Landwirtschaft

– Gegen Massentierhaltung

– Für den Verbraucherschutz

– Gegen das Freihandelsabkommen mit den USA

– Genfood? Nein danke!

– Für Verbraucherschutz an Schulen

Bildungspolitik:

Ich bin für die Einführung eines Schulfaches “Landwirtschaft und Ernährung” (mit möglichst vielen Unterrichtsgängen, also praktischen Erfahrungen) und für ein Pflichtfach “Kochen” für Jungen und Mädchen in jedem Schultyp (auch im Gymnasium!)

Frauen- und Familienpolitik:

ich bin für ein gerechteres Steuersystem und damit gegen das bestehende Ehegattensplitting, dafür sollten die Kinderfreibeträge erhöht werden. Ich bin gegen das Betreuungsgeld, weil der Staat seinen Bürgern für nicht-in-Anspruch-genommene-staatliche-Leistungen keinen finanziellen Ausgleich geben darf. Viel sinnvoller wäre es in diesem Fall, Müttern einen höheren Rentenanspruch für Kindererziehungsjahre zu gewähren.

Wirtschaftspolitik:

Als Unternehmerin weiß ich, dass ein erfolgreiches Unternehmertum auch sozial und nachhaltig, ehrlich und gerecht sein kann und sein sollte. Wirtschaftswachstum muß neu definiert werden, wir müssen weg vom quantitativen und hin zum qualitativen Wirtschaftswachstum.

Positives Politikbild:

Ich möchte gerne vielen Menschen vermitteln, dass Politik sehr viel Einfluss auf unseren Alltag hat und wir aber zum Glück auch viele Möglichkeiten haben, diesen Einfluß zu gestalten und dass diese Gestaltungsmöglichkeit sogar Spaß machen kann! Es ist eben nicht egal, wer wo sitzt! Ich möchte vor allem auf die positiven Veränderungen die wir unserer grünen Politik verdanken, hinweisen.

Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag