Lichtverschmutzung – eine Gefahr für Insekten

Nächtliche, künstliche Lichtquellen haben erwiesenermaßen Ausiwrkungen auf die Lebensfunktionen von Organismen – sowohl für Menschen als auch für Insekten: Insekten verlieren ihre Orientierung, aber auch Fortpflanzung, Entwicklung, Kommunikation und Nahrungssuche werden durch Kunstlichtquellen empfindlich gestört.

Die Vorschläge der Facharbeitsgruppe „Garten, Siedlungen, kommunale und urbane Räume“ des Runden Tischs zum Volksbegehren Artenvielfalt, an der ich als Vertreterin der Fraktion teilgenommen habe, wurden jetzt in den erweiterten Gesetzestext aufgenommen. Künftig soll die Beleuchtung von Schlössern, Kirchen und anderen öffentlichen Gebäuden von 23 Uhr bis zur Morgendämmerung abgeschaltet werden. Außerdem wird es ein generelles Verbot von Lichtwerbung im Außenbereich geben. Für die Kommunalpolitik ist dabei wichtig zu wissen:  für die zuständige Gemeinde besteht die Möglichkeit, für Gaststätten bis 23 Uhr Ausnahmeregelungen zu genehmigen!

Zusätzlich muss aber auch die Art der Beleuchtung verändert werden: LED warmweiß hat mit riesigem Abstand zu anderen Leuchtmitteln die geringste Anziehungskraft für Insektenflug und ist im Unterhalt viel günstiger. Bewegungsmelder könnten das Sicherheitsbedürfnis der Menschen befriedigen.

Weitere Informationen zu diesem Thema können in meinem Landtagsbüro abgefragt werden: 089 4126 2542 oder regina.muehlbauer(at)gruene-fraktion-bayern.de

Mehr Bio für Bayern – durch Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung

Bayern braucht mehr Bio-Landwirtschaft. Die Söder-Regierung hat sich mit der Übernahme des Volksbegehrens zur Rettung der Artenvielfalt verpflichtet, dafür zu sorgen, dass bis 2030 30 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Bayern ökologisch bewirtschaftet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch der heimische Bio-Lebensmittelmarkt angekurbelt werden. Eine Gesellschaft, die oft und gerne Bio-Lebensmittel isst, und regelmäßig nachfragt, bietet den Landwirtinnen und Landwirten die Sicherheit, die sie für ihr ökologisches Wirtschaften oder die Umstellung auf Ökolandbau brauchen.

Immer mehr Erwachsene, Kinder und Jugendliche essen mittags außer Haus. Kantinen und Cafeterien, Mensen und Kindergärten sind ein stetig wachsender, riesiger Umschlagplatz an Lebensmitteln. In der Gemeinschaftsverpflegung liegt damit ein großer Hebel, um den Absatzmarkt für heimisch erzeugte Biolebensmittel zu stärken.

Die Studie „Mehr Bio für Bayern – Gemeinschaftsverpflegung als Absatzmotor für Bio-Lebensmittel aus Bayern“ können Sie hier herunterladen.

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Zweistundentakt nur erster kleiner Schritt

Seit Jahren fordern wir Grüne eine Aufwertung der Schiene, eine bessere Vernetzung und Taktung der Verkehrsmittel und ein einfaches, günstiges Ticketsystem in Verkehrsverbünden. Leider ist der versprochene „Bayerntakt“ der Bayerischen Eisenbahngesellschaft beispielsweise für Pendler zwischen Traunstein und Mühldorf nur Wunschdenken: auf der Strecke fährt nicht einmal zweistündlich ein Zug; am Wochenende gar keiner. Dass man sich jetzt bei der Traun-Alz-Bahn langsam in Richtung eines Zweistundentakts bewegt, ist ein erster kleiner Schritt, dem noch viele folgen müssen.

Das Einzugsgebiet der Strecke Mühldorf-Trostberg-Traunreut-Traunstein ist ein Lebens- und Arbeitsraum von 100 000 Menschen. Große Pendlerströme der ansässigen Industriebetriebe sind tag-täglich unterwegs, tausende von Schülern besuchen weiterführende Schulen in den größeren Städten, Fahrten zum Einkaufen, zu Ärzten, zu Krankenhäusern müssen erledigt werden. Dazu braucht es eine leistungsfähige Infrastruktur und intelligente Lösungen. Das Rückgrat muss mittelfristig eine schnelle S-Bahn-Linie sein, mit einem Takt wesentlich weniger als eine Stunde. Wir brauchen angesichts großer Verkehrsprobleme zusätzliche Anreize, um Busse und Bahnen attraktiver zu machen und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV zu motivieren.

Für diesen notwendigen Ausbau – und für die Anbindung Traunreuts – muss die verantwortliche Politik jetzt die nötigen Mittel bereit stellen, die bayerische Staatsregierung muss das entsprechende Angebot bei der Bahn bestellen und alle beteiligten Verkehrsunternehmen und Fahrgastverbände müssen an einen Tisch. Den Ankündigungen Söders, der den ÖPNV jetzt zur Chefsache erklärt hat, müssen jetzt Taten folgen. Bis heute hat die Landtagsmehrheit bei entsprechenden Grünen Anträgen leider immer ablehnend abgestimmt!

Enormer Redebedarf bei Truchtlachinger Bürgerstammtisch

Wenn an einem normalen Montagabend über 60 Bürgerinnen und Bürger der Einladung zum Bürgerstammtisch folgen, dann zeigt das: das Redebedürfnis ist enorm. So geschehen in Truchtlaching in der Pizzeria Ciao Ciao, in der Landtagsabgeordnete Gisela Sengl zum „Red’ma moi“ aufforderte. Auch Bürgermeister Bernd Ruth und Mitglieder des Gemeinderats waren der Einladung gefolgt.

Gisela Sengl berichtete zur Einführung über ihre Arbeit im Landtag und über ihre Beteiligung und positiven Erfahrungen beim Runden Tisch zum Thema Volksbegehren. Danach ging es gleich zur Sache. Die Themen, die den Menschen in der Gemeinde Seeon-Seebruck auf der Seele liegen, sind vielfältig – angefangen natürlich beim Brücken-Thema, das nach wie vor hohe Wellen schlägt. Enormer Redebedarf bei Truchtlachinger Bürgerstammtisch weiterlesen

Europa sind wir: LaOla zwischen Laufen und Oberndorf

Eine LaOla-Welle über die Grenze: Über 200 Menschen haben gestern mit einer spontanen Menschenkette über die Brücke zwischen Laufen und Oberndorf gezeigt, wie widersinnig die Grenzkontrollen sind – gerade hier, wo die Menschen seit jeher ständig hin- und herpendeln. Der Europagedanke war hier wirklich spürbar! Danke an die Grünen Laufen und Salzachtal für diese tolle Veranstaltung! Und danke an Katharina Schulze, Heidi Reiter von den Salzburger Grünen und Miriam Förg von Fridays for Future – wir Frauen bewegen Europa!

15 neue Ökomodellregionen!

Ich freue mich, dass die Staatsregierung nun doch viel mehr Regionen als ursprünglich geplant in den Fördertopf der Ökomodellregionen aufnehmen will – 15 neue wird es geben! Die Aufstockung sowohl in der Zahl der Ökomodellregionen als auch in der Summe entspricht ziemlich genau unserem Änderungsantrag zum Haushalt.

Darüber hinaus gibt es allerdings noch viel mehr zu tun in Sachen Ökologisierung. Deshalb fordern wir Landtagsgrüne, dass die staatlichen Kantinen in Zukunft mit mindestens 50 % bioregionalen Waren kochen. Anstatt den Menschen mit dem Siegel „Geprüfte Qualität Bayern“ nichts Halbes und nichts Ganzes anzubieten, entspricht bioregionales Essen genau dem Wunsch der Gesellschaft nach mehr Arten- und Trinkwasserschutz.
Bei den Ökomodellregionen hat die Staatsregierung endlich verstanden, um was es geht. Bei den staatlichen Kantinen müssen sie noch nachlegen. Auch um die Wertschätzung der bayerischen Bioprodukte in den eigenen Häusern deutlich sichtbar zu machen.

Bäuerliche Landwirtschaft oder Massentierhaltung in Schonstett

Artikel mit freundlicher Genehmigung von Leonhard Hinterholzer

Die erst kürzlich gegründete Bürgerinitiative Schonstett konnte sich bei über 230 Besuchern über ein großes Interesse an der Veranstaltung: „bäuerliche Landwirtschaft oder Massentierhaltung“ freuen. Anlass der Veranstaltung war ein Hähnchenmaststall für knapp 30.000 Hähnchen der in Schonstett geplant ist. Regina Liedl erklärte bei der Begrüssung dass neben der persönlichen Betroffenheit über diese konkrete Baumaßnahme die BI auch allgemein die Entwicklung der Landwirtschaft und speziell die Tierhaltung kritisch hinterfragen will. Bäuerliche Landwirtschaft oder Massentierhaltung in Schonstett weiterlesen

Demokratie zum Anfassen: Die VHS Traunstein zu Besuch im Landtag

Die Volkshochschule Traunstein hatte zum Besuch der Traunsteiner Landtagsabgeordneten Gisela Sengl im Bayerischen Landtag eingeladen; viele Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung gefolgt. Nach dem Mittagessen in der Landtagsgaststätte und einem einführenden Film über den Bayerischen Landtag stand ein Besuch der Plenarsitzung auf dem Programm, bei dem die Traunsteiner die Debatten über das Bestattungsgesetz und den Mindestlohn verfolgen konnten.

Darüber hinaus hatten die Teilnehmer Gelegenheit, mit Gisela Sengl ins Gespräch zu kommen. Die Sondermoningerin betreibt gemeinsam mit ihrem Mann einen Biolandhof mit Bioladen, und sitzt seit 2013 für die Grünen im Bayerischen Landtag, für die sie stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung ist. Sengl berichtete über ihre Arbeit im Landtag, an der sie besonders schätze, mit vielen interessanten Menschen in Verbindung und ins Gespräch zu kommen – auch zu Abgeordneten anderer Fraktion gebe es teils gute Kontakte. „Es braucht eine persönliche Ebene trotz aller politischer Differenzen“, so Sengl.

Frustrierend empfinde sie allerdings die Tatsache, dass gute sachliche Argumente oft wegen parteipolitischer Erwägungen nicht zum Zuge kämen. Demokratie zum Anfassen: Die VHS Traunstein zu Besuch im Landtag weiterlesen

Chancen für Nachwuchstouristiker in der Region

Einen gelungenen Abend organisierten am gestrigen Donnerstag die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagment Dr. Kalscheuer in Traunstein zum Thema „Chancen für Nachwuchstouristiker in der Region“. Nach einem Empfang mit liebevoll vorbereitetem Aperitiv und Fingerfood durfte ich im Rahmen einer Podiumsdiskussion zusammen mit Klaus-Dieter Graf von Moltke, erfolgreichem Hotelier im Chiemgau, Stephan Semmelmayr, dem Geschäftsführer des Chiemgauer Tourismusverbandes und Martin Steiner, Jungunternehmer und selbst Absolvent der Fachschule, über Chancen, aber auch Herausforderungen in der Tourismusbranche sprechen. Zentraler Gegenstand der Diskussion war die Abwanderung junger Fachkräfte aus der Region.

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Gemeinsame Europäische Agrarpolitik als Chance für eine grünere EU-Landwirtschaft

Braucht Europa eine neue Agrarpolitik? Um diese Frage drehte sich der gestrige, von der Petra-Kelly-Stiftung organisierte Abend im Gasthof Drei Rosen in Dachau. Zu Beginn der Veranstaltung stellte Christian Rehmer, Leiter der Agrarpolitik des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) einen neuen Entwurf der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) vor, die in diesem Jahr neu für die nächsten sieben Jahre verhandelt wird. Als zentrale Punkte für eine zukunftsfähige europäische Agrarpolitik nannte er die stärkere Verankerung von Natur- und Klimaschutz, den Erhalt von kleinen und mittleren Betrieben und die Förderung regionaler Produktion.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, an der neben Christian Rehmer und mir auch Anton Kreitmair, als Vetreter des Bayerischen Bauernverbandes teilnahm und die vom Klima- und Umweltschutzexperten Dr. Helmut Paschlau moderiert wurde, diskutierten wir vor allem die Frage, welche Chancen eine neue GAP für Bayern bietet. Die größte Chance sehe ich in einer Umverteilung der EU-Gelder,

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