Ernährung

Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair.

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren.
 Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. Beim Kauf und der Wertschätzung regionaler und ökologischer Lebensmittel nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit entsprechenden Marktstrategien und politischen Rahmenbedingungen zu tun. Wir machten uns ein Bild vor Ort und führen Gespräche mit relevanten Akteuren entlang der heimischen Lebensmittelkette. Bayern kann hier einiges lernen.

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Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus

2015 wurde Ramsau vom Deutschen Alpenverein als erstes Bergsteigerdorf Bayerns ausgezeichnet. Mit viel Herzblut treibt die Gemeinde Ramsau damit ihre nachhaltige Dorfentwicklung nicht nur für den Tourismus, sondern ganz besonders für die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung voran. Bei einem Ortstermin informierte ich mich gemeinsam mit einer Delegation unserer Fraktion, welche Chancen und Herausforderungen den Beteiligten bei der Umsetzung des Konzepts begegnen. Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus weiterlesen

„Es geht nur, wenn alle zusammenhalten“

Wie kommen wir wieder raus aus der Milchpreiskrise? Das war eines der beherrschenden Themen meines Besuchs der Berchtesgadener Milchwerke – die Molkerei, die derzeit völlig zu Recht als leuchtendes Beispiel für nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften im Milchsektor herangezogen wird.

36 Cent erhalten die Genossenschaftslandwirte derzeit von ihrer Molkerei für den Liter Milch – fast doppelt so viel wie im nationalen Durchschnitt (22 Cent; Stand 25.7.2016). Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: schon seit Jahren verfolgt die Molkerei eine Strategie, die, ausgehend von den Verbraucherwünschen, alle Marktteilnehmer im Blick hat.

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Rohstoffe fürs bayerische Bier

Mit Vertretern des Verband Private Brauereien Bayern e.V. konnte ich mich am Rande der Feier zum Reinheitsgebot treffen.

Besonders die Frage nach den Rohstoffen für unser Bier stellt sich für mich im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebots. Während den Konzernbrauereien in der Regel die Herkunft der Rohstoffe egal sei, versuchten die Privatbrauereien ihre Rohstoffe aus regionaler Herkunft zu beziehen, betonte Herr Ilgenfritz, Präsident des Privatbrauereien-Verbands. Dabei sei das nicht immer einfach: der bayerische Gerstenanbau decke bei Weitem nicht den Bedarf; darüber hinaus gebe es jedes Jahr neue Züchtungen. Besser wäre es, die Sorten ein paar Jahre laufen zu lassen, damit sich die Brauer darauf einstellen können und langfristige, verlässlich Aussagen dazu gemacht werden können. Erklärtes Ziel der Privatbrauereien ist eine verbindliche Preisfindung bei der Braugerste. Damit könnte man sowohl die regionale Herkunft besser sichern als auch die Position der Anbauer stärken. Eine solche verbindliche Preisfindung werde von den großen Handelskonzernen allerdings blockiert.

Als positiv für das Brauereiwesen beurteilt der Verband die Craft-Beer-Bewegung – sieh habe für einen Imagewandel gesorgt. Der Brauernachwuchs sei gut ausgebildet, auch dank der dualen Ausbildung an der Hochschule in Weihenstephan.

 

Fleisch ist billiger als Gemüse: LVFZ Achselschwang verlangt Aufpreis für vegetarische Gerichte

Vegetarier bezahlen 3,- Euro mehr pro Mahlzeit – das gilt zumindest am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Achselschwang der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Dies ergab meine Anfrage beim Landwirtschaftsministerium.
Eine fleischlose Kost höherpreisiger als ein Fleischgericht anzusetzen, widerspricht meinem Verständnis einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Landwirtschaft und zeugt überdies von einer fragwürdigen Ernährungspädagogik! Fleisch ist billiger als Gemüse: LVFZ Achselschwang verlangt Aufpreis für vegetarische Gerichte weiterlesen