Ernährung

Von der Grünen Woche zur „Wir haben es satt“-Demo

Ich blicke auf ereignisreiche Tage in Berlin zurück:

Mit dem Agrarausschuss des Bayerischen Landtags besuchte ich die Grüne Woche, wo unter anderem ein Gespräch mit Staatssekretär im BMEL, Peter Bleser, anstand. Ein Besuchermagnet war wie immer die Bayernhalle und der große Biergarten.

Besonders interessant wie immer die Veranstaltungen, die im Rahmen der Messe stattfinden: die Konferenz „Fleisch für die Welt? Sackgasse Agrarexporte“ der Bundestags-Grünen, das Symposium des BDM, der von Rheinland-Pfalz organisierte Brunchtalk „Gentechnikfreiheit zwischen nationalen Anbauverboten und transatlantischem Freihandel“, und nicht zuletzt die Demo „Wir haben es satt“, die dieses Jahr 50.000 Menschen anzog! Ich freue mich sehr, dass auch ganz viele Grüne mit dabei waren.

 

Bayern. Bio. Grün.

Beim Tag der offenen Tür im Landtag kam unser „Grüner Saal“ sehr gut an bei den über 8000 Besuchern – nicht zuletzt deshalb, weil sie sich bei uns wirklich inhaltlich informieren konnten über gesunde Ernährung, grüne Landwirtschaftspolitik und die Energiewende. Die 1000 Säcke Bio-Kartoffeln (Sorte Red Fantasy) von unserem Bioland-Hof mit passenden Rezepten gingen auch buchstäblich weg wie warme Semmeln!

Auch als Mitglied der Kinderkommission war ich viel unterwegs beim Tag der offenen Tür: neben der offiziellen Vorstellung auf der Bühne des Senatssaals und meiner Bürgersprechstunde konnte ich den kleinsten Besuchern aus dem wunderschönen Kinderbuch „Unser Apfelbaum“ von Görel Kristina Näslund vorlesen.

Besuch bei Dennree

Während unserer Fraktionsklausur in Hof konnten wir die Firma Dennree in Töpen besuchen. Gründer Thomas Greim ist seit 1975 tätig und damit einer der Bio-Pioniere; der Großhändler für den Bio-Einzelhandel beliefert mittlerweile über 1300 Naturkostfachgeschäfte in Deutschland, Österreich, Luxemburg und Südtirol und beschäftigt 1.300 Mitarbeiter.

Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin, mit Rosi Steinberger, verbraucherschutzpolitische Sprecherin, beim Besuch der Grünen Landtagsfraktion bei der Firma Dennree in Töpen
Gisela Sengl, agrarpolitische Sprecherin, mit Rosi Steinberger, verbraucherschutzpolitische Sprecherin, beim Besuch der Grünen Landtagsfraktion bei der Firma Dennree in Töpen

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Kulturgut Obstwiesen

Tagung der Streuobstinitiative Chiemgau und ARGE Streuobst Österreich

Der Rückgang des traditionellen Obstanbaus in Obstwiesen mit Hochstammbäumen und Durchmischung der Fruchtsorten – seit einiger Zeit Streuobstanbau genannt – hat in Deutschland und seinen Nachbarländern eine Reihe von Initiativen auf den Plan gerufen, die diese Entwicklung stoppen möchten. Im Herbst letzten Jahres wurde in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein die „Streuobstinitiative Chiemgau“ gegründet, die ARGE Streuobst in Österreich bemüht sich schon einige Jahre länger um den Erhalt dieser überlieferten bäuerlichen Wirtschaftsform zur Versorgung der Bevölkerung mit gesundheitsfördernden Früchten. In einer grenzübergreifenden „Streuobst-Tagung“ in Prien am Chiemsee trafen sich nun die Aktiven von Organisationen aus Deutschland und Österreich, um ihre Aktivitäten gegenseitig kennenzulernen und Aufgaben für die Zukunft herauszuarbeiten. Kulturgut Obstwiesen weiterlesen

Bayerisches Bier – bitte ohne Gentechnik!

Heute hat die Bayerische Bierkönigin 2013/14, Maria Krieger, die Petition „Bayerisches Reinheitsgebot – rein ohne Gentechnik“ im Landtag an die Vizepräsidentin des Landtags Ulrike Gote übergeben.

An der Petition haben sich Brauereien und Mälzereien aus ganz Bayern beteiligt. Sie machen hiermit auf die Gefahr der Gentechnik für die Brauereien und bayerisches Bier aufmerksam. Darüber hinaus verleihen sie so ihrem Wunsch Ausdruck, dass die Politik alles dafür tut, dass grüne Gentechnik nie bayerisches Bier verunreinigt.


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Wenn das Umland die Stadt versorgt

Als letzte der fünf Ökomodellregionen besuchte ich die Region Nürnberg Stadt/Land und Roth Landkreis. In dieser Region ist insbesondere ein Aspekt interessant: wie kann man eine Stadt durch das Umland, also regional, versorgen? Dass das funktionieren kann, wollen die Initiatoren dieses Ökomodellregion-Projekts zeigen und haben daher drei sehr unterschiedliche Partner unter einem Dach vereint: die Großstadt Nürnberg (die bereits Bio-Metropole ist), und die Landkreise Roth und Nürnberger Land als Basis der Erzeuger.

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Linde-Kantine: Bio und regional für täglich 2000 Mitarbeiter

Agora – im antiken Griechenland zentraler Ort der Begegnung und Versammlung – ist nicht nur der Name des Betriebsrestaurants der Linde-Mitarbeiter sondern auch Auftrag und Ziel des Küchenmeisters Kurt Stümpfig: Begegnung mit gutem, regionalem und biologischem Essen. Zubereitet von Meistern ihres Fachs. Die voll belegten Mittagstische und Menschen, die entspannt und motiviert nach der Mittagspause an ihren Arbeitsplatz gehen, bestätigen, was oftmals in Zweifel gezogen wird: für Geschmack und gesundes Essen wird bereitwillig überdurchschnittlich mehr ausgegeben wenn Qualität und Service stimmen.

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Wenn Schüler wieder kochen

„Pädagogisches Kochen“ heißt das Projekt des städtischen Luisengymnasiums in München, das seit 3 Jahren dort ausgesprochen erfolgreich durchgeführt wird. Hier hat jede Klasse zwei Wochen lang pro Jahr (jeweils die Hälfte der Kinder) unter Anleitung des Personals Mensadienst: die Schüler schnippeln und kochen jeden Tag 500 Essen, decken die Tische, räumen auf – und das jeweils eine ganze Woche lang, von morgens bis nachmittags.

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Fürs Leben lernen auf dem Schulbauernhof

Heute haben wir den Chiemgauer Schulbauernhof e.V., den Seiml-Hof (Biolandbetrieb), in Ilzham bei Obing besucht. Thomas Mitterer führte uns zwei Stunden über das Gelände und erklärte uns die Ziele und Zwecke seines Projekts: Verantwortung übernehmen, Umweltbildung fördern, Nachhaltigkeit leben, Werte vermitteln. Wir waren uns alle einig: Um ökologischer Landwirtschaft und gesunder Ernährung wieder einen größeren Stellenwert zu geben, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sind solche Projekte unheimlich wichtig!

Fehlentwicklung auf dem Markt für Bioprodukte

Bio boomt – aber ohne die heimischen Bauern! In Deutschland, dem zweitgrößten „Bioland“ der Welt, werden immer mehr Bio-Produkte gekauft. Allerdings hält die heimische Landwirtschaft mit diesem Megatrend nicht Schritt. Die Regierung hat in den letzten Jahren schlichtweg verschlafen, konventionelle Landwirte zur Umstellung auf Bio zu ermuntern. Deshalb müssen sogar Bio-Kartoffeln, -Karotten und -Zwiebeln importiert werden – obwohl hierzulande ideale Anbaubedingungen herrschen.

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