Ernährung

Fleisch ist billiger als Gemüse: LVFZ Achselschwang verlangt Aufpreis für vegetarische Gerichte

Vegetarier bezahlen 3,- Euro mehr pro Mahlzeit – das gilt zumindest am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Achselschwang der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Dies ergab meine Anfrage beim Landwirtschaftsministerium.
Eine fleischlose Kost höherpreisiger als ein Fleischgericht anzusetzen, widerspricht meinem Verständnis einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Landwirtschaft und zeugt überdies von einer fragwürdigen Ernährungspädagogik! Fleisch ist billiger als Gemüse: LVFZ Achselschwang verlangt Aufpreis für vegetarische Gerichte weiterlesen

Gesunde Schule: Ernährungsbildung und Essensangebot Hand in Hand

Eine gesunde Ernährung ist eine der wesentlichen Grundlagen für die Entwicklung und Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Ernährungskompetenz muss deshalb auch in den öffentlichen Bildungs- und Erziehungsein- richtungen vermittelt werden. Deshalb haben wir mit einem Antrag die Staatsregierung dazu aufgefordert, einen Maßnahmenkatalog zur gesunden Ernährung und Ernährungsbildung an Schulen umzusetzen. Dabei müssen Ernährungsbildung und das Essensangebot konzeptionell miteinander verschränkt sein.

Mit dem Maßnahmenkatalog sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • verbindliche Festschreibung der DGE-Qualitäts- standards für die Schulverpflegung;
  • verstärkte Einführung von Leistungskatalogen bei Mittags- und Pausenverpflegung;
  • Stufenplan zur Realisierung der notwendigen Investitionen in Küchen und Mensen;
  • Konzept für den Einsatz von qualifiziertem hauswirtschaftlichem Personal und Aufzeigen der Finanzierungsmöglichkeiten.

Hier können Sie den Antrag anschauen:

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80% Importhonig

Unser Honig in Deutschland ist zu 80% Importhonig – das erfuhr ich bei meinem Besuch in der Imkerschule am Agrarbildungszentrum in Landsberg von Arno Bruder, Fachberater für Imkerei des Bezirks Oberbayern , und Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V. (DBIB e.V.). Bei einer Führung durch das alte Bienenhaus von 1904, die Obstanger und die 2004/05 erbaute Imkerschule erfuhr ich viel Wissenswertes über Beuten, Bienenfütterung, die Bekämpfung der Varroa-Milbe, und die Aufgaben der Imkerschule, die nicht nur Imker ausbildet, sondern auch in Kindergärten und im Ferienprogramm aktiv ist.  80% Importhonig weiterlesen

„Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen“

Zusammen mit meiner Landtagskollegin Kerstin Celina habe ich mich mit Vertretern des Bauernverbandes aus Würzburg und Main-Spessart getroffen, um uns über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft auszutauschen.

Für die beiden Abgeordneten und die Vertreter des Bauernverbandes war es gleichermaßen wichtig, die Entfremdung zwischen Verbrauchern und Produzenten von Lebensmitteln zu verringern. „Landwirtschaft hat eine besondere Stellung“, so Sengl, und erläuterte, dass der Erhalt kleinerer Höfe vor Ort auch erleichtert werden könnte, wenn Vorschriften aus Brüssel in Bayern nicht noch zusätzlich verschärft würden, sondern statt dessen sollten regionale Verarbeitung und Vermarktung erleichtert und offensiv unterstützt werden. Das Zwischenfazit der Abgeordneten war: Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen und man müsse das große Ganze im Blick behalten. „Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen“ weiterlesen

Agrargipfel in der Staatskanzlei

Nun hat auch noch Horst Seehofer zu einem Agrargipfel eingeladen – und dabei immerhin alle landwirtschaftlichen Verbände berücksichtigt, anders als sein Bundesminister Schmidt noch vergangene Woche. Dabei war von vornherein klar: es kann wieder keine echten Lösungen geben, geschweige denn ein nachhaltiges Maßnahmenpaket – denn die Meinungen gehen sowohl innerhalb der regierenden CSU als auch innerhalb der Bauernschaft  auseinander. Während Bundesagrarminister Christian Schmidt und der Bauernverband eine europaweite Beschränkung der Milchproduktion durch die EU ablehnen, wird diese von der Staatsminister Brunner und den kleineren Bauernorganisationen befürwortet.

Die Maßnahmen, die Agrarminister Brunner nun durchgesetzt hat, sind größtenteils in Ordnung – aber es fehlt nach wie vor eine wirkliche, nachhaltige Lösung. Diese kann für mich nur eine richtige Herkunfts- und Haltungskennzeichnung sein: kontrollierte Herkunft muss kombiniert werden mit einem Qualitätsmerkmal wie Weide, Heu oder Bio.
Damit könnten die Molkereien nicht mehr ohne weiteres Billigmilch importieren und wären mehr auf die heimischen Milcherzeuger angewiesen. So viele Bauern wollen auf Bio umstellen, und trotzdem importieren die Molkereien, weil sie die Milch im Ausland billiger kriegen.

Vor der Staatskanzlei demonstrierte der Bund der
Milchviehhalter (BDM) mit geschätzt 1000 bis 2000 Teilnehmern und etwa 200 Traktoren gegen Schmidt und den Bauernverband. Sie forderten CSU-Chef Horst Seehofer auf, für die Entlassung seines Parteifreundes aus dem Bundeskabinett zu sorgen. «Schmidt muss weg», stand auf mehreren Plakaten. Sowohl Schmidt als auch Heidl wurden mit wütendem Protestlärm begrüßt.