Ernährung

Kulturgut Obstwiesen

Tagung der Streuobstinitiative Chiemgau und ARGE Streuobst Österreich

Der Rückgang des traditionellen Obstanbaus in Obstwiesen mit Hochstammbäumen und Durchmischung der Fruchtsorten – seit einiger Zeit Streuobstanbau genannt – hat in Deutschland und seinen Nachbarländern eine Reihe von Initiativen auf den Plan gerufen, die diese Entwicklung stoppen möchten. Im Herbst letzten Jahres wurde in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein die „Streuobstinitiative Chiemgau“ gegründet, die ARGE Streuobst in Österreich bemüht sich schon einige Jahre länger um den Erhalt dieser überlieferten bäuerlichen Wirtschaftsform zur Versorgung der Bevölkerung mit gesundheitsfördernden Früchten. In einer grenzübergreifenden „Streuobst-Tagung“ in Prien am Chiemsee trafen sich nun die Aktiven von Organisationen aus Deutschland und Österreich, um ihre Aktivitäten gegenseitig kennenzulernen und Aufgaben für die Zukunft herauszuarbeiten. Kulturgut Obstwiesen weiterlesen

Bayerisches Bier – bitte ohne Gentechnik!

Heute hat die Bayerische Bierkönigin 2013/14, Maria Krieger, die Petition „Bayerisches Reinheitsgebot – rein ohne Gentechnik“ im Landtag an die Vizepräsidentin des Landtags Ulrike Gote übergeben.

An der Petition haben sich Brauereien und Mälzereien aus ganz Bayern beteiligt. Sie machen hiermit auf die Gefahr der Gentechnik für die Brauereien und bayerisches Bier aufmerksam. Darüber hinaus verleihen sie so ihrem Wunsch Ausdruck, dass die Politik alles dafür tut, dass grüne Gentechnik nie bayerisches Bier verunreinigt.


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Wenn das Umland die Stadt versorgt

Als letzte der fünf Ökomodellregionen besuchte ich die Region Nürnberg Stadt/Land und Roth Landkreis. In dieser Region ist insbesondere ein Aspekt interessant: wie kann man eine Stadt durch das Umland, also regional, versorgen? Dass das funktionieren kann, wollen die Initiatoren dieses Ökomodellregion-Projekts zeigen und haben daher drei sehr unterschiedliche Partner unter einem Dach vereint: die Großstadt Nürnberg (die bereits Bio-Metropole ist), und die Landkreise Roth und Nürnberger Land als Basis der Erzeuger.

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Linde-Kantine: Bio und regional für täglich 2000 Mitarbeiter

Agora – im antiken Griechenland zentraler Ort der Begegnung und Versammlung – ist nicht nur der Name des Betriebsrestaurants der Linde-Mitarbeiter sondern auch Auftrag und Ziel des Küchenmeisters Kurt Stümpfig: Begegnung mit gutem, regionalem und biologischem Essen. Zubereitet von Meistern ihres Fachs. Die voll belegten Mittagstische und Menschen, die entspannt und motiviert nach der Mittagspause an ihren Arbeitsplatz gehen, bestätigen, was oftmals in Zweifel gezogen wird: für Geschmack und gesundes Essen wird bereitwillig überdurchschnittlich mehr ausgegeben wenn Qualität und Service stimmen.

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Wenn Schüler wieder kochen

„Pädagogisches Kochen“ heißt das Projekt des städtischen Luisengymnasiums in München, das seit 3 Jahren dort ausgesprochen erfolgreich durchgeführt wird. Hier hat jede Klasse zwei Wochen lang pro Jahr (jeweils die Hälfte der Kinder) unter Anleitung des Personals Mensadienst: die Schüler schnippeln und kochen jeden Tag 500 Essen, decken die Tische, räumen auf – und das jeweils eine ganze Woche lang, von morgens bis nachmittags.

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Fürs Leben lernen auf dem Schulbauernhof

Heute haben wir den Chiemgauer Schulbauernhof e.V., den Seiml-Hof (Biolandbetrieb), in Ilzham bei Obing besucht. Thomas Mitterer führte uns zwei Stunden über das Gelände und erklärte uns die Ziele und Zwecke seines Projekts: Verantwortung übernehmen, Umweltbildung fördern, Nachhaltigkeit leben, Werte vermitteln. Wir waren uns alle einig: Um ökologischer Landwirtschaft und gesunder Ernährung wieder einen größeren Stellenwert zu geben, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, sind solche Projekte unheimlich wichtig!

Fehlentwicklung auf dem Markt für Bioprodukte

Bio boomt – aber ohne die heimischen Bauern! In Deutschland, dem zweitgrößten „Bioland“ der Welt, werden immer mehr Bio-Produkte gekauft. Allerdings hält die heimische Landwirtschaft mit diesem Megatrend nicht Schritt. Die Regierung hat in den letzten Jahren schlichtweg verschlafen, konventionelle Landwirte zur Umstellung auf Bio zu ermuntern. Deshalb müssen sogar Bio-Kartoffeln, -Karotten und -Zwiebeln importiert werden – obwohl hierzulande ideale Anbaubedingungen herrschen.

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Mein Besuch auf der Grünen Woche in Berlin

Hier einige Eindrücke meines Besuchs in Berlin im Rahmen der Grünen Woche:

IMG_4016Ich freue mich über mein Amt als neue Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landwirtschaft und ländliche Entwicklung gemeinsam mit meinem rheinland-pfälzischen Kollegen Dietmar Johnen. Wir haben viel vor: Schon bei der nächsten Sitzung im Februar wollen wir ein Papier mit unserer Stellungnahme zum Transatlantischen Freihandelsabkommen verabschieden. Unser oberstes Ziel ist es, die Agrarwende voranzubringen.

Gemeinsam mit meinen Landtags-Kollegen Rosi Steinberger und Uli Leiner besuchte ich die Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt“. 30 000 Menschen waren dabei und demonstrieren mit uns für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft und für gutes Essen.

Interessante Gespräche und viele Anregungen bei der Grünen Woche (Bild 1 und 2 mit freundlicher Genehmigung von www.gruenewoche.de)

Ökologische Landwirtschaft fördern und ausbauen!


Mit der grünen Landtagsfraktion und MdEP Martin Häusling besuchte ich im Rahmen der Fraktionsklausurtagung die „Nudelmacherei Hierl“ im Landkreis Straubing. Der Betrieb verarbeitet ausschließlich Getreide aus der näheren Umgebung und ist damit ein Musterbeispiel für regionale landwirtschaftliche Erzeugung. Ökologische Landwirtschaft fördern und ausbauen! weiterlesen

JA zu mehr Verbraucheraufklärung – NEIN zum Bündnis für Verbraucherbildung

Fast unglaublich, aber wahr: eine CSU-Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz macht sich mit ihrem „Bündnis für Verbraucherbildung“ ganz offen zum Handlager privatwirtschaftlicher Interessen.

Die Frage, die sie sich dabei nicht stellt: Warum haben Jugendliche und Kinder keine Ahnung mehr von gesunden und wohlschmeckenden Lebensmitteln?

Stattdessen ist sie ein Bündnis mit der Nahrungsmittelindustrie eingegangen, die seit Jahrzehnten Milliardenbeträge für die Bewerbung ihrer oft überzuckerten, fettreichen und überwürzten Produkte – für die man den Begriff Lebensmittel gar nicht mehr verwenden sollte – ausgibt. Ziel vieler dieser Produkte ist es den Konsumenten ihren angeborenen Geschmackssinn für gute und gesunde Lebensmittel abzugewöhnen.

Genau diese Firmen , u.a. auch Mc Donald’s, sind Teil des Bündnis für Verbraucheraufklärung. Eine der Schlüsselfiguren innerhalb diesem Bündnis ist Markus Mosa.

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