Lebensmittelverarbeitung und -vermarktung

„Die 2 im Isental“

Buchbach/Schwindegg – Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Gisela Sengl aus Sondermoning bei Waging am See, besuchte die von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnete Öko-Modellregion „Isental“ der Gemeinden Buchbach und Schwindegg und machte sich dabei ein Bild über die aktuelle Lage und Ziele. Sengl, selbst Biobäuerin und Direktvermarkterin, besucht derzeit alle bisher in Bayern anerkannten und ausgeziechneten fünf Öko-Modellregionen.

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Signalwirkung verstärken

Im Rahmen meiner Bayerntour durch die fünf Ökomodellregionen habe ich auch den Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz mit den „Modellbetrieben“ Neumarkter Lammsbräu und Kloster Plankstetten besucht. Das Projekt wird von der Regionalentwicklungsgesellschaft REGINA GmbH betreut und hat folgende Ziele formuliert:
• Stärkung einer den ländlichen Raum prägenden bäuerlichen Landwirtschaft
• Erhöhung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen
• Unterstützung bei Diversifizierungsmaßnahmen in der Ökologischen Landwirtschaft
• Mehr Bioprodukte in Gastronomie und Verarbeitungsgewerbe
• Bewusstseinsbildung und Intensivierung des Beratungsangebots für „Regional“ und „Bio“
• Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe im Bereich des Ökologischen Landbaus
• Stärkere Vernetzung mit Naturschutz, Energiemanagement und Umweltbildung

Im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen in Bayern hat der Landkreis Neumarkt eigentlich komfortable Voraussetzungen:

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Rotes Höhenvieh und Mohn

Das Projekt „Ökomodellregionen in Bayern“ liegt mir als agrarpolitische Sprecherin sehr am Herzen. Deshalb bin ich derzeit unterwegs in Bayern, um die Akteure aller fünf Ökomodellregionen kennen zu lernen, und die Entwicklung der Regionen mitverfolgen zu können.

Als erste (natürlich nach „unserer“ Region Waginger See) besuchte ich die „Steinwaldallianz“ (13 Gemeinden) im Landkreis Tirschenreuth am nördlichen Rand der Oberpfalz. Eingebunden in die Waldlandschaften des Steinwaldes und des südlichen Fichtelgebirges liegen kleinräumig strukturierte, historische Kulturlandschaften, die durch eine über Jahrhunderte andauernde kleinbäuerliche Landwirtschaft entstanden, von ihr gepflegt und erhalten worden sind. Eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, teils gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht, finden hier Lebensraum und Rückzugsgebiete – beispielsweise die ästige Mondraute, die wir bei meinem Besuch tatsächlich entdeckt haben.

Ein großes Problem ist seit Jahren der demographische Wandel und die dramatischen Bevölkerungsverluste (bis zu 20 % in 20 Jahren) im Allianzgebiet. Umso wichtiger ist es, durch vernetztes Handeln wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Rotes Höhenvieh und Mohn weiterlesen

Zu Gast bei den Ökomodellregionen der Oberpfalz

In den vergangenen Tagen habe ich die Ökomodellregionen Steinwaldallianz (im Landkreis Tirschenreuth) und Neumarkt in der Oberpfalz besucht, mit den Verantwortlichen und Engagierten gesprochen und mir ein Bild der Lage und der Ziele gemacht. Hier ein paar Eindrücke:

Anerkennung für ökologische Landwirtschaft

Mit freundlicher Genehmigung von Ursula Baumgart
Mit freundlicher Genehmigung von Ursula Baumgart

Der Gemeindeverbund Waginger See hat den Wettbewerb des Landwirtschaftsministerium gewonnen und darf sich jetzt gemeinsam mit vier anderen Gemeinden in Bayern “Ökomodell-Region” nennen. Der Wettbewerb soll positive Impulse für Umweltschutz, Klimaschutz und regionale Erzeugung und Vermarktung in der Region geben. Der Knackpunkt wird dabei bei der Ausbildung und Beratung der Landwirte hin zu mehr ökologischem Landbau liegen. Anerkennung für ökologische Landwirtschaft weiterlesen

Fehlentwicklung auf dem Markt für Bioprodukte

Bio boomt – aber ohne die heimischen Bauern! In Deutschland, dem zweitgrößten „Bioland“ der Welt, werden immer mehr Bio-Produkte gekauft. Allerdings hält die heimische Landwirtschaft mit diesem Megatrend nicht Schritt. Die Regierung hat in den letzten Jahren schlichtweg verschlafen, konventionelle Landwirte zur Umstellung auf Bio zu ermuntern. Deshalb müssen sogar Bio-Kartoffeln, -Karotten und -Zwiebeln importiert werden – obwohl hierzulande ideale Anbaubedingungen herrschen.

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Mein Besuch auf der Grünen Woche in Berlin

Hier einige Eindrücke meines Besuchs in Berlin im Rahmen der Grünen Woche:

IMG_4016Ich freue mich über mein Amt als neue Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Landwirtschaft und ländliche Entwicklung gemeinsam mit meinem rheinland-pfälzischen Kollegen Dietmar Johnen. Wir haben viel vor: Schon bei der nächsten Sitzung im Februar wollen wir ein Papier mit unserer Stellungnahme zum Transatlantischen Freihandelsabkommen verabschieden. Unser oberstes Ziel ist es, die Agrarwende voranzubringen.

Gemeinsam mit meinen Landtags-Kollegen Rosi Steinberger und Uli Leiner besuchte ich die Demonstration unter dem Motto „Wir haben es satt“. 30 000 Menschen waren dabei und demonstrieren mit uns für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft und für gutes Essen.

Interessante Gespräche und viele Anregungen bei der Grünen Woche (Bild 1 und 2 mit freundlicher Genehmigung von www.gruenewoche.de)