Landwirtschaft & Ernährung

Weniger als erhofft, aber ein Schritt in die richtige Richtung

Ein breites Bündnis aus Bauern, Verbrauchern, Imkern und Naturschützern forderte gestern bei einer Kundgebung entscheidende Weichenstellung in der Agrarpolitik

Mehr Förderung für kleinere Betriebe und eine Umschichtung der Mittel in die zweite Säule für mehr Umweltprogramme und Regionalprogramme – das waren die Hauptknackpunkte der gestrigen Konferenz der Agrarminister, und dank der Standhaftigkeit der fünf Grünen Agrarminister konnte davon jetzt tatsächlich etwas verwirklicht werden.

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Wie geht’s weiter für uns Bauern?

Zur Konferenz der Agrarminister am 4.11.2013 in München

Am Montag wird auf der Agrarministerkonferenz in München über die nationale Umsetzung der EU-Agrarreform entschieden.

Dabei geht es wieder mal ums Geld, um ziemlich viel Geld, ganz genau um 6 Milliarden Euro für Deutschland aus dem Agrarhaushalt, der 59 Milliarden Euro umfasst. Die nationale Verteilung obliegt den Agrarministern in den einzelnen Staaten.

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Ein Blick nach vorn. Die Zukunft ist GRÜN!

Agrarwende, Energiewende, Verkehrswende – die drei großen Zukunftsthemen sind alles grüne Kernthemen.

Eine gerechte Welt wird es nur mit einer nachhaltigen Landwirtschaft, dezentralen Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieformen  und einer Mobilitätsteilhabe für alle, also mehr öffentlichen Nahverkehr, geben.

Wenn die Landwirtschaft weltweit wirklich nachhaltig wird, gibt es eine gerechtere Verteilung der Lebensmittel und weniger Armut, weil zum Beispiel die Bauern in Südamerika ihre Flächen wieder für die eigene Lebensmittelproduktion zur Verfügung haben werden, statt genmanipuliertes Soja für Futtermittelexporte an bauen zu müssen.

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Das ewige Schönreden

Eines der größten Probleme das Bayern durch die Wahl bekommen hat ist, dass von seiner Schönheit mehr gesprochen, als dafür getan wird. Für mich hat die Vorstufe zum Paradies keine endlosen Maisfelder, immer mehr leerstehende Bauernhöfe, riesige Gewerbegebiete, Hühnerställe mit 15.000 Tieren und Dörfer wie Kleinstädte die zehn verschiedene Versicherungsagenturen statt einem Bäcker oder Metzger haben.

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Grüne Agrarpolitik – ja bitte!

Dank der vielen Menschen, die sich regional, gesund und umweltbewusst ernähren wollen, ist das Thema Agrarpolitik in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Das war wieder ganz deutlich beim Politischen Frühschoppen in Bergen, Landkreis Traunstein, zu spüren.

Der grüne Ortsverband und ihr Bürgermeisterkandidat Stefan Schneider hatten am Sonntag zu einem Politischen Frühschoppen eingeladen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Volksmusikgruppe „Die Staad-Lustigen“.

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Die Massentierhaltung beenden – ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Haltung

Bei der Kreisversammlung am 8. Juni zum Mitgliederentscheid hat jede Kandidatin und jeder Kandidat ein „Herzensthema“ vorgestellt.

Für mich war klar: „Massentierhaltung endlich beenden“ – das ist mein Herzensthema. Als denkende und fühlende Menschen können wir die Verantwortungslosigkeit und Grausamkeit, wie sie in der Massentierhaltung an der Tagesordnung ist, nicht länger hinnehmen. Tiere sind fühlende Wesen und nicht nur Produktionsfaktoren.

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Künast, Bause, Sengl – Landwirtschaftspolitik ist wichtig und grün!

Landwirtschaftsthemen standen im Mittelpunkt bei der Wahlkampfveranstaltung der Berchtesgadener Grünen am 27. Mai in Teisendorf.

Über zweihundert Besucher hörten der sehr spritzigen und durchdachten Reden von unseren zwei Spitzenfrauen gespannt zu. Anschließend wurde noch intensiv diskutiert, vor allem Landwirtschaftsthemen wurden besprochen, schließlich war auch die Faire Milchkuh unter den Gästen!

Solch gelungene Veranstaltung sind für den Wahlkampf ein richtiger Motivationsschub !

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Freihandelsabkommen – wer setzt die Standards fest?

Amerika und Europa planen eine transatlantische Freihandelszone. Offiziell soll so beiden Wirtschaftsräumen mehr Dynamik verliehen werden. Doch in welche Richtung geht diese Dynamik und wer legt die Regeln für diese Freihandelszone fest?

Die Eckdaten sind beeindruckend, mit 800 Millionen Verbrauchern und Gütern im Wert von 500 Milliarden Euro an Waren und Dienstleistungen, die bereits heute ausgetauscht werden, umfasst der Wirtschaftsraum der geplanten Freihandelszone zwischen den USA und der EU schon jetzt eine erhebliche Größe.

Die Wirtschaft soll also mit relativ einfachen Mitteln und ohne größere Kosten angekurbelt werden. Die großen, exportorientierten Industrieunternehmen in Deutschland sehen in einem solchen Abkommen natürlich eine Möglichkeit die eigenen Profite weiter zu steigern.

Ein gern gewähltes Argument für die Wirtschaftsverbände ist: Für die 800 Millionen Verbraucher könnte das Freihandelsabkommen sinkende Preise zur Folge haben, da keine Zölle mehr bezahlt werden müssen.Leider zeigt die Verbrauchererfahrung aber, das sinkende Kosten hauptsächlich steigende Gewinne und nicht niedrigere Verkaufspreise bedeuten.

Die EU-Kommission und die Regierung unter Präsident Obama wollen die Verhandlungen möglichst schnell voranbringen, anvisiert ist der
Abschluss für 2015.

Was sich zunächst gut anhört, wird aber spätestens beim Thema Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Problem.

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Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik

Mit der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollte eigentlich die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in Richtung Nachhaltigkeit und Ökologie verändert werden. Leider muss man im Moment feststellen, dass die guten Vorschläge der EU-Kommission für eine neue Landwirtschaftspolitik durch konservative Politiker immer mehr verwässert werden.

Der Leitgedanke der EU-Agrar-Reform ist: Steuergelder sollen so ausgegeben werden, dass sie der Allgemeinheit und nicht Einzellinteressen dienen. Die Subventionen sollen für mehr Umwelt- und Klimaschutz sorgen und für eine gerechtere Verteilung der Direktzahlungen.

Ein Schritt in diese Richtung wäre, die Förderung nicht nur an der Fläche zu orientieren, sondern auch an der Arbeitsleistung. Das heißt: Höfe, die Arbeitsplätze schaffen, wie z. B. Milcherzeuger oder Gemüsebauern, sollen diese gesellschaftliche Leistung auch angerechnet bekommen.
Es ist nicht gerecht, dass heute 80 % der Subventionen an nur
20 % der Betriebe ausgezahlt werden. Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik weiterlesen