„Ein Leuchtturmprojekt in der Gemeinschaftsverpflegung“

Im Rahmen meiner Kantinentour durch Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung durch ganz Bayern machte ich kürzlich auch in Traunreut Station – bei der Kantine von Bosch Haushaltsgeräte (BSH), die durch extern durch die Navitas GmbH betrieben wird. Der mehrfach ausgezeichnete Küchenchef Klaus Wimmer führt seine erst kürzlich ausgegliederte Firma Navitas (Navitas Restaurations GmbH c/o BSH Hausgeräte GmbH) mit besonders viel Herzblut. Damit setzt er in der expandierenden Branche der Gemeinschaftsverpflegung Maßstäbe. Es gehöre zur Firmenphilosophie, sowohl der B/S/H/ als auch der Navitas, dass sich sowohl Gäste als auch Mitarbeiter wohl fühlen und respektiert werden.

Besonders beeindruckte mich auch das gut funktionierende Netzwerk, das Wimmer aufgebaut hat, um immer biologische, saisonale und regionale Produkte auf den Teller zu bringen. Hier wird vorgelebt, wie die Gemeinschaftsverpflegung eine Vorreiterrolle auf dem Weg zu gesunder Ernährung einnehmen kann. Es wird Zeit, dass auch die öffentliche Hand ihr den Stellenwert einräumt, der ihr gebührt. Auch die Ökomodellregionen können dabei wichtige Impulse geben.

Klaus Wimmer ist Koch aus Leidenschaft: Stolz berichtete er über die mehr als 1000 Essen, die täglich frisch und abwechslungsreich zubereitet würden. Dabei liege ihm nicht nur das Bekenntnis zu „Bio“ und „Regional“ am Herzen, sondern auch die Beziehung zu seinen Kunden und zu verpflegenden Mitarbeitern als seinen Gästen. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die Räumlichkeiten war dies gut nachzuvollziehen. Durch umfangreiche Umbauarbeiten durch die Navitas in Zusammenarbeit mit der B/S/H/ ist aus der ursprünglichen Kantine ein Hotel-Buffet-Bereich entstanden. An verschiedenen Präsentationsinseln werden leckere Vorspeisen und Desserts angeboten, es gibt sogar eine Wok-Station. Die Informationen über gesunde Ernährung werden großgeschrieben, über Allergene wird umfassend aufgeklärt, manchmal erlaubt man sich Ausflüge zu Veganem. Hinter den Kulissen legt man Wert auf angenehme Arbeitsbedingung der motivierten Mitarbeiter. Die liebevoll frisch zubereiteten Salate lobte Gisela Sengl besonders.

Als besonderes „Schmankerl“ konnte Klaus Wimmer eine wissenschaftlich untermauerte Studie präsentieren. Darin hieß es, dass nicht nur die Kundenzufriedenheit der Verpflegungsgäste gewachsen ist, sondern dass nachweislich die Krankheitsquote in den versorgten Betrieben gesunken ist. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach einer Betriebsversorgung durch Herrn Wimmer in Traunreut steigt.

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