Frischküche oder Systemküche im Klinikum Traunstein?

Außer-Haus-Verpflegung im großen Stil: so könnte man die Aufgabe des Klinikums Traunstein beschreiben: Im Klinikverbund werden täglich bis zu 1.500 Essen produziert; die Küche muss dabei die unterschiedlichsten Ansprüche berücksichtigen – vom Essen für die Kinderabteilung bis hin zur Schonkost für spezielle Krankheitsbilder. Ferner muss die Logistik zwischen den sechs Standorten bewältigt werden. Dass dabei viel auf vorkonfektionierte Produkte zurückgegriffen wird – der Conveniencegrad liegt bei ca. 80% – erscheint verständlich. Und doch wird versucht, so viele Produkte wie möglich regional einzukaufen – zum Beispiel Milchprodukte, Mineralwasser, Brot von lokalen Bäckereien, Fleisch von lokalen Metzgern. Da die Küchen modernisiert werden müssen, ist man gerade in Gesprächen wie es weitergehen soll: Wieder mehr eigene Frischküche und damit viel weniger Convenience oder gar keine eigene Küche mehr betreiben und sich ganz von außen beliefern lassen oder gibt es noch was dazwischen? Ich bin sicher: Der Spagat zwischen regionalen Lebensmittelanbietern und Finanzierung ist für die Kliniken SOB AG sicher schwierig, aber in großen Teilen machbar.

Mein Fazit: Was gut schmeckt, wird auch gern gegessen – und da sind frische Zutaten, möglichst bio, saisonal und aus der Region, einfach am besten. Übrigens: das schafft auch Absatzmärkte für die heimische Landwirtschaft!  In der Außer-Haus-Verpflegung ist so viel möglich, wenn alle Beteiligten gut zusammenarbeiten – und das sollte es uns wert sein!

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