IdA: mehr Chancengleichheit durch Auslandserfahrung

Es hat mich besonders gefreut, in Traunreut zu einer Fachtagung des Diakonischen Werks Traunstein e.V. über ein ganz besonderes soziales Projekt eingeladen zu sein: IdA – Integration durch Austausch.

Ziel von IdA ist es, benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen neue Chancen auf dem Arbeitsplatz zu bieten. Jugendliche mit „multiplen Vermittlungshemmnissen“ (physische und psychische Gesundheit, Lernbehinderung, schwierige Lebenslagen etc.) und jungen Alleinerziehenden ohne berufliche Perspektive wird hier ermöglicht, ein Auslandspraktikum zu machen: z.B. auf einem Demeterhof in Slowenien oder in Betrieben auf Kreta.

v.l.n.r.: Franc Zavodnik (Praxisanleiter Slowenien), Margarete Winnichner (Projektleitung ALimA, 2. Vorsitzende Diakonisches Werk Traunstein e.V.), Rosa Hochschwarzer (Projektleitung Frau und Beruf GmbH), Gisela Sengl (MdL, Bündnis 90 Die Grünen), Klaus Barthel (Projektleitung ALimA, Diakonie Herzogsägmühle), Natasa Cvetec (Arbeitsmarktexpertin Slowenien, Zavod Horus).
v.l.n.r.: Franc Zavodnik (Praxisanleiter Slowenien), Margarete Winnichner (Projektleitung ALimA, 2. Vorsitzende Diakonisches Werk Traunstein e.V.), Rosa Hochschwarzer (Projektleitung Frau und Beruf GmbH), Gisela Sengl (MdL, Bündnis 90 Die Grünen), Klaus Barthel (Projektleitung ALimA, Diakonie Herzogsägmühle), Natasa Cvetec (Arbeitsmarktexpertin Slowenien, Zavod Horus).

Diakonie und Jobcenter arbeiten mit diesem neuen, anderen Ansatz seit Jahren sehr erfolgreich Hand in Hand – mit sehr schönen Ergebnissen:

Alle Teilnehmer kommen motiviert zurück, die meisten sind orientierter, haben nun endlich Ziele, können besser mit Konflikten umgehen. Und das Wichtigste: sie hatten Erfolgserlebnisse! Vor allem in der Landwirtschaft ist jeder, der mitarbeitet, auch wirklich wichtig– und dieses Gefühl brauchen besonders junge Menschen, die in ihrem bisherigen Leben vielleicht noch nie erlebt haben, wichtig zu sein. Und sie lernen dabei, wie schön es sein kann, sein Leben selber meistern zu können.

Das IdA-Konzept berührt mich auch in vielen persönlichen Aspekten:

Als Frau und Mutter – als Biobäuerin – und als Politikerin freue ich mich besonders, dass dieses Projekt meine beiden politischen Hauptanliegen – Landwirtschaft und Bildung – abbildet.

Chancengerechtigkeit ist ja für uns Grüne von jeher ein wichtiges Anliegen. Und selbst in einer Gesellschaft wie unserer, die laut Ministerpräsident Seehofer Vollbeschäftigung anstrebt, ist Chancengleichheit noch lange nicht erreicht. Gerade aber eine Gesellschaft wie unsere, die die finanziellen Mittel zur Verfügung hat, hat die Verpflichtung, diesen Menschen zu helfen.

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