Landfrauen im Gespräch

Mit den Landfrauen gab es in Inzell einen lebhaften Meinungsaustausch zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung. Große Einigkeit herrschte über die Frage, Ernährung als Schulfach in allen Schularten einzuführen. Auch ein verpflichtender Bauernhoferlebnistag ähnlich dem Walderlebnistag fand großen Anklang . Weitere heiß diskutierte Themen waren die Düngeverordnung, Ferkelkastration und der Milchpreis.
Mein Fazit: solche Gespräche sind wichtig und man müßte sie öfters machen, nicht nur zu Wahlkampfzeiten!

Landwirtschaft muss umsteuern

Die diesjährigen Ernteeinbußen durch Extremwetterlagen können vielleicht noch durch staatliche Hilfen aufgefangen werden. Sie müssen aber perspektivisch auch zu einem Umsteuern hin zu einer klimaangepassten und klimaschonenden Landwirtschaft führen. Es macht keinen Sinn, auf Dauer gegen den Klimawandel anzusubventionieren. Unterstützung auf Steuerzahlerkosten verdienen landwirtschaftliche Betriebe, die Umwelt, Klima-, Arten- und Tierschutzleistungen erbringen. Alle anderen Zahlungen ohne konkrete Gegenleistungen im Sinne des Gemeinwohls müssen nach und nach wegfallen. Wir brauchen eine Agrarwende – jetzt!

Auf der Bäckeralm mit der AbL

Auf Einladung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) war ich bei der Almbegehung auf die Bäckeralm am Teisenberg mit dabei. Dank der mäßigen Gehzeit (gut eine Stunde) und Steigung blieb genug Zeit für gute Weg-Gespräche. Natürlich ging es hauptsächlich um den Erhalt der bäuerlichen Strukturen in Bayern und die Frage, wie die EU-Fördergelder in Zukunft eingesetzt werden sollen, um dem Strukturwandel und den Umweltproblemen entgegenzusteuern.
Und die Brotzeit zum Abschluss war regional und selbstgemacht! Vielen Dank an Rita Huber und Georg Planthaler und alle anderen AbL-er für den gelungenen Tag.

Finger weg vom Naturschutzfonds

Bei dem vom Bayerischen Kabinett am gestrigen Dienstag geschlossenen „Pakt zum land- und forstwirtschaftlichen Eigentum“ handelt es sich nach Ansicht von uns Grünen um einen klaren Rechtsbruch. Wir Grüne lehnen Zugriff des Bauernverbandes auf Naturschutzgelder strikt ab!

Bei Eingriffen in den Naturhaushalt, die nicht in angemessener Zeit ausgeglichen werden können, wie beispielsweise die Eingriffe von Sendemasten in das Landschaftsbild, müssen Ersatzzahlungen an den Naturschutzfonds geleistet werden. Mit diesen Ersatzzahlungen finanzieren die Unteren Naturschutzbehörden Naturschutzprojekte vor Ort und setzen damit die Vorgaben des Biotopverbundes und des Arten- und Biotopschutzprogrammes um. Dabei kommt es vor, dass Grundstücke angekauft werden, um diese Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Dieser Landkauf ist dem Bauernverband ein Dorn im Auge. Mit dem Pakt zum land- und forstwirtschaftlichen Eigentum will er nun die Naturschutzgelder in die Taschen der Landwirte umleiten und Blühstreifen finanzieren. Finger weg vom Naturschutzfonds weiterlesen

Für Grundgesetz und Menschenrechte

Die AfD ist derzeit bei uns im Landkreis sehr aktiv. War am Montag noch Björn Höcke in St. Georgen, wurde der morgige Auftritt von Beatrix von Storch in Sondermoning abgesagt – eine erfreuliche Nachricht. Und ein großer Erfolg unserer Zivilgesellschaft! Denn die Vertreter der AfD bringen den Geist von Chemnitz in unsere Heimat mit. Sie bringen Angst, Ausgrenzung und Hetze mit. Damit prägen sie das Gesicht der bayerischen AfD und werden, bei einem entsprechenden Wahlergebnis, Respektlosigkeit und Grenzüberschreitungen in den bayerischen Landtag tragen.

Was mich erschüttert ist die in den Umfragen dokumentierte Zustimmung in der bayerischen Bevölkerung zu dieser Partei, die offen gewaltbereit, offen rassistisch und offen demokratiefeindlich ist. Eine Zustimmung, die sich einerseits über Gewalt empört und gleichzeitig extrem gewaltbereit erscheint. Eine Zustimmung, die eine Demontage des Rechtsstaates und der Menschenrechte in Kauf nimmt. Aber wofür? Als Deutsche wissen wir, wie hässlich das alles enden kann und es ist mir ein Rätsel, wie man sich etwas Derartiges für sich und seine Kinder wünschen kann.

Als GRÜNE Demokratin ist mir klar: unsere Demokratie ist nicht perfekt. Ich streite mich gerne um unterschiedliche politische Ansichten und stelle mich der inhaltlichen Diskussion – mit Respekt, Anstand und immer für eine offene, demokratische, soziale und vielfältige Gesellschaft. Und ich bin froh, dass wir es schaffen, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis Seite an Seite für eine moderne, mitmenschliche und solidarische Gesellschaft einzustehen. Hier zählt jede und jeder Einzelne.

Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe

Theorie und Praxis der neuen Düngeverordnung diskutierte ich auf Einladung des Maschinenrings Aibling-Miesbach-München e.V. v.l.mit Geschäftsführer Klaus Schiller, stellvertr. Vorstand Bartholomäus Heidenthaler, Projektleiter Nährstoffbörse Michael Höhensteiger, stellvertr. Vorstand Bernd Gasteiger. Mit dabei war auch Sebastian Henghuber von der Biomasse AG. (2.v.l.)

zu Besuch bei den Vertretern des Maschinenring Aibling-Miesbach-München e.V.

Wirtschaftlicher Druck steigt durch die Düngeverordnung

Was für regenärmere Gebiete in Bayern wie Unterfranken oder auch Ackerbauern weniger ein Problem ist, treibt konventionelle Grünlandbauern massiv um: Durch die neue Düngeverordnung ist die Menge an organischem Dünger (Gülle, Mist, Gärreste), die auf die Wiesen ausgebracht werden darf, schärfer begrenzt. Das System mit viel-geschnittenen Wiesen mit entsprechender Stickstoffversorgung (über Gülle etc.) und entsprechendem Viehbestand, funktioniert nicht mehr. Nach Angaben der Teilnehmer führt das soweit, dass überschüssige Gülle von Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe weiterlesen

Insektenhotel und Blühstreifen in Aßling

Gisela Sengl MdL; Waltraud Gruber, Aßlinger Gemeinderätin, Kreisrätin und stellvertretende Landrätin B90/ DIE GRÜNEN; Ottilie Eberl, Direktkandidatin für den Bezirkstag Oberbayern

Unterwegs in Aßling zu einer Podiumsdiskussion erstaunte mich ein Insektenhotel, das als eine Art Sichtschutz am Rande eines Rewe-Parkplatzes aufgebaut war.

Und in guter Verbindung damit steht der Blühstreifen, der durch die Mitglieder der Agenda21 angelegt und kenntnisreich gepflegt wird. Dazu die Infotafel.

So funktioniert Umweltbildung auf dem Weg zum täglichen Einkauf. Und wirkt vielleicht bis zur Kasse.

Bahnhof Aßling

Notwendig: Besserer Schallschutz und Barrierefreiheit

Die Strecke München-Kufstein gehört zu den meistbefahrenen Bahnstrecken in Deutschland. Und der Schienenverkehr wird noch zunehmen – eine Verdoppelung durch Taktverdichtung ist schon beschlossene Sache. Leider gibt es nur bei diesem Thema eine Entwicklung. Lärmschutz und der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs treten auf der Stelle. Bahnhof Aßling weiterlesen

Markttag und Podiumsdiskussion zur Landwirtschaft

Gesundes Essen, fairer Umgang mit Tieren und und eine saubere Umwelt waren die Themen der Podiumsdiskussion in Aßling beim Rewe-Markt – einem eher ungewohnten Ort für öffentliche politische Diskussionen.

Rund 50 Zuhörer*innen verfolgten die lebendige und fachlich versierte Diskussion, bei der das gesetzte Thema von unterschiedlichster Seite aus betrachtet wurde. Mit mir diskutierten Josef Rüegg: Landschaftspflegeverband Ebersberg e.V. + Ebersberger Land e.V., Thomas Neumaier: Ökoberater Naturland, Franz Lenz: Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Ebersberg, Erich Herrman : Geschäftsleitung Herrmann GmbH (Bio-Tierfutter) Thomas von Sarnowski: Direktkandidat Bündnis 90/DIE GRÜNEN für den Landtag.

Franz Lenz, Biobauer und Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Ebersberg; Thoma von Sarnowski, Direktkandidat B90/ DIE GRÜNEN für den Landtag; Moderatorin Waltraud Gruber; Thomas Neumaier, Ökoberater Naturland; Gisela Sengl, MdL; Josef Rüegg, Landschaftpflegeverband Ebersberg e. V.; Erich Herman, Geschäftsleitung Herrmann GmbH Biotierfutter

Zuvor bot der Rundgang über den kleinen Markt vor dem Rewe in Aßling noch eine gute Gelegenheit, viele interessante Produkte kennenzulernen und mit den Anbietern auszutauschen. Das große Engagement  der jungen  Unternehmer und Unternehmerinnen begeisterte mich. Und auch die konsequente Haltung und  Beständigkeit aller Anwesenden, mit der Landwirtschaft und Ernährung und regionale Wertschöpfung unter ökologischen Gesichtspunkten in Bezug gesetzt werden.

Vielen Dank an Herrn Gruber vom Rewe-Markt und den Grünen in Aßling für diese besondere und positive Veranstaltung. Markttag und Podiumsdiskussion zur Landwirtschaft weiterlesen