Radltour durch die Ökomodellregion Waginger See

Einen „unvergesslichen Bio-Tag“ versprach die Ökomodellregion Waginger See/Rupertiwinkel – und die 25 Teilnehmer an der Radltour am vergangenen Wochenende wurden nicht enttäuscht. Bei herrlichem Herbstwetter lernten sie hautnah die kulinarische Vielfalt der Region kennen. Das Ziel: „Die Verbraucher zur Landwirtschaft und den Vermarktern hinbringen“, erklärte Marlene Berger-Stöckl, die Projektmanagerin der Ökomodellregion – und hatte ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt: vom gemeinsamen Frühstück am Waginger Bauernmarkt ging es weiter zur Obstbrennerei Franz Gramminger in Mauerham, wo der junge Betriebsleiter Franz Gramminger durch seine Brennerei und den seit 2019 bio-zertifizierten Obstgarten führte. An der Wallfahrtskirche St. Coloman konnte die Gruppe sich mit einer Brotzeit mit bäuerlichen Produkten aus der Ökomodellregion stärken – und den wunderbaren Blick über den Tachinger See genießen.

Die nächste Station war der Bio-Betrieb der Familie Gebhard-Kecht in Jakobspoint. Anneliese und Sepp Gebhard-Kecht leiten einen Bio-Milchviehbetrieb mit 20 Kühen und sind beteiligt am „Waginger See Kas“. Über die mobile Käserei Chiemgau lassen sie frisch gemolkene Milch direkt ab Hof verkäsen. Außerdem führen sie auch Schulklassen über den Hof, die teilweise aus München anreisen – „wir können uns vor Anfragen kaum retten“, so Sepp Gebhard-Kecht. „Ein gutes Modell, damit auch die Kinder wieder lernen, wo die Lebensmittel herkommen“, fand auch Landtagsabgeordnete Gisela Sengl, die mit von der Partie war, und auch grundsätzlich die gute Arbeit der Ökomodellregion lobte: „Regionale Wertschöpfung bekommen wir nur, wenn wir die Produzenten und die Verbraucher zusammen denken – und das praktiziert die Ökomodellregion seit Jahren ausgesprochen erfolgreich!“

Zum Abschluss besichtigte man den Biokreis-Betrieb von Simon Angerpointner, „einem Bio-Pionier unserer Region“, wie Berger-Stöckl betonte, und die historische Tachinger Mühle. Angerpointner hält eine Mutterkuhherde mit Pinzgauern und baut Spezialitäten wie z.B. den Laufener Landweizen an. Die gelungene Radtour endete im Strandkurhaus Waging.

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