Pressemitteilung, Mittwoch, 12. November 2025
Ein breites Bündnis aus Parteien hatte dagegen protestiert, knapp 50.000 Bürger*innen hatten eine Petition dagegen unterschrieben: Das „Dritte Modernisierungsgesetz“ der CSU ist jetzt dennoch in Kraft und zeigt nun erstmals seine fatale Wirkung für Bayerns kostbare Natur. Am Fellhorn im Allgäu soll eine Skilift- und Beschneiungsanlage ausgebaut werden – und das ohne jegliche Umweltverträglichkeits-Prüfung. Die Söder-Antwort auf die Klimakrise ist noch mehr Beton.
Die Parteivorsitzende der bayerischen GRÜNEN Gisela Sengl kommentiert:
„Ich liebe unsere bayerische Heimat – und da gehören auch das Schneehuhn und die Alpenrose dazu. Ich will, dass auch meine Enkel sie noch bei ihren Wanderungen entdecken können. Und seien wir doch ehrlich: Die guten Skitage werden immer weniger. Gegen die Klimakrise werden uns noch mehr Schneekanonen nicht helfen. Deshalb ist es so schlimm, dass die Söder-Regierung die Umweltverträglichkeits-Prüfungen abgeschafft hat – und dass sie ihr eigenes Klimaziel aufgibt, anstatt endlich dafür zu arbeiten, dass sie es einhält, um Bayerns kostbare Natur zu retten.“
Auch der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Bayerischen Landtag Johannes Becher kommentiert:
„Jetzt tritt genau das ein, was wir befürchtet haben: Das Fellhorn ist ein hochsensibles Naturschutz- und Vogelschutzgebiet. Über 120 Arten sind dort heimisch. Für die geplanten Baumaßnahmen – Neubau der Seilbahn, Pistenerweiterungen, Bau eines Speicherteichs für Kunstschnee – wird es trotzdem keinerlei Umweltverträglichkeits-Prüfung geben. Grund ist das Dritte Modernisierungsgesetz der Bayerischen Staatsregierung. Unter dem Deckmantel der Entbürokratisierung haben CSU und Freie Wähler damit wichtige Umweltstandards abgesenkt. Dieses Gesetz geht auf Kosten der Umwelt und der Beteiligung der Zivilgesellschaft. Mit Bürokratieabbau hat das rein gar nichts zu tun!“
