Vor Ort dafür, im Landtag dagegen: Koalition stimmt gegen günstigere Tickets in ganz Bayern

Der Münchner MVV erhält ab 2020 35 Mio. Euro jährlich für günstigere Tickets. Die Landtagsgrünen forderten diese Woche in einem Antrag, dass nicht nur der MVV, sondern auch anderen Tarif- und Verkehrsverbünden sowie in den verbundfreien Regionen Bayerns entsprechende Mittel erhalten sollten.
Obwohl viele CSU- und FW-Vertreter sich vor Ort wiederholt genau dafür stark gemacht haben, stimmte die Regierungskoalition im bayerischen Landtag gegen eine gleichberechtigte Förderung des ÖPNV in allen Regionen des Freistaats.

In ganz Bayern braucht es angesichts großer Verkehrsprobleme zusätzliche Anreize, um Busse und Bahnen attraktiver zu machen und mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf den ÖPNV zu motivieren – auch bei uns im Landkreis Traunstein! Warum nur in München der öffentliche Nahverkehr entsprechend gefördert werden sollte, obwohl die lokalen Forderungen nach einer Verkehrswende vor Ort überall laut wurden, bleibt Geheimnis der Regierungskoalition. Wir Grüne fordern eine entsprechende Stärkung des ÖPNV in allen Landesteilen – im Sinne der Gleichbehandlung und des Verfassungsziels gleichwertiger Lebensverhältnisse!

Hintergrund:
Im Oktober 2018 beschloss der Freistaat Bayern, dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) im Zuge der Tarifreform ab 2020 jährlich 35 Mio. Euro zur Senkung der Tarife insbesondere im Zeitkartentarif zu gewähren. Darüber hinaus sollen künftig pro Jahr 15 Mio. Euro für zusätzliche Zugfahrten bereitgestellt werden, unter anderem um Taktlücken zu schließen.

Hier geht’s zum Antrag: „Günstigere Verbundtickets in allen Landesteilen“ von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bayerischen Landtag
und zum Ergebnis der namentlichen Abstimmung zum Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Plenum am 13.3.2019

Weitere Artikel der Themen Anträge, Aus dem Landtag, Aus der Region, Politik