Martin Häusling: EU muss Bayers Monsanto-Deal stoppen

Straßburg, 14. September 2016: Zur Übernahme des US-Agrarkonzerns Monsanto durch den deutschen Pharma- und Pflanzenschutzriesen Bayer erklärt Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der Grünen/EFA im Europäischen Parlament:

„Der Zusammenschluss der Konzerne Bayer und Monsanto ist eine sehr schlechte Nachricht für Bauern, Verbraucher, Umwelt und Natur. Denn nun entsteht ein Saatgut- und Chemiegigant, der noch mehr als bisher schon die Nahrungsmittelproduktion dominieren wird.  Auf dem Saatgutmarkt wird Bayer in vielen Bereichen sogar ein Monopol besitzen. Man braucht nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, welche Folgen dies für die bereits jetzt deutlich eingeschränkte Wettbewerbsstruktur auf dem europäischen Agrarmarkt, für die Wahlfreiheit der landwirtschaftlichen Erzeugung und sowie für den Verbraucherschutz haben wird. Diese Übermacht darf die EU nicht hinnehmen.

Deshalb sind jetzt die deutschen Aufsichtsbehörden und die europäischen Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gefragt. Sie müssen verhindern, dass Bayer den weltweiten Agrarchemiemarkt dominieren kann.“

Klimaschutzplan: kein Handlungsbedarf bei der Landwirtschaft?

Nach der Begeisterung für das Klimaschutzabkommen in Paris zeigt sich nun in der Realpolitik Ernüchterung. Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesumweltministerin, der die Ziele von Paris umsetzen soll, verwandelt sich immer mehr zum Desaster. Ein gutes Beispiel dafür ist die Landwirtschaftspolitik. Zusammen mit der Bodenbewirtschaftung ist sie für einen zweistelligen Beitrag beim Ausstoß an Klimagasen verantwortlich. Diese Werte stagnieren seit mehreren Jahren bzw. steigen sogar leicht an. Es gibt also genügend Anlass auch bei der Landwirtschaft, die von der Klimaüberhitzung unmittelbar betroffen ist, über Strategien zur Reduktion von Klimagasen nachzudenken.  Klimaschutzplan: kein Handlungsbedarf bei der Landwirtschaft? weiterlesen

Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair.

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren. Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. Beim Kauf und der Wertschätzung regionaler und ökologischer Lebensmittel nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Das kommt nicht von irgendwo, sondern hat mit entsprechenden Marktstrategien zu tun. Wir machten uns ein Bild vor Ort und führen Gespräche mit relevanten Akteuren entlang der heimischen Lebensmittelkette. Bayern kann hier einiges lernen. Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair. weiterlesen

Hopfenanbau in Bayern unterstützen

Hopfen in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen Eindruck nahmen Dieter Janecek (Bundestagsabgeorndeter und seit kurzem selbst Wolnzacher) und ich von einer kleinen Hopfenreise in die Hallertau mit. Seit Jahren hat sich die Anbaufläche für Hopfen kaum verändert; der bayerische Hopfen wird in alle Welt exportiert.

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Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition

Die Almwirtschaft prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft der Alpen. Doch sie ist angesichts der geographischen Gegebenheiten und der schlechten Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse ein hartes Geschäft. „Unser erklärtes Ziel ist es, die Almbewirtschaftung zu erhalten, denn Bayern ohne Almen, das ist wie Brezen ohne Salz“, betonte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, am Rande der Hauptalmbegehung in Frasdorf.  Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition weiterlesen

Landesgartenschau in Bayreuth

Mit meinen Landtagskollegen Thomas Mütze, Christine Kamm und Ulrike Gote habe ich die Landesgartenschau in Bayreuth besucht. Hier ist klar erkennbar, dass die Landesgartenschau für die Stadt etwas bringt – weil sie sich als klares Ziel die Stadtentwicklung auf die Fahne geschrieben hat. Die innerstädtische Grünflächen werden entlastet, die intensive Landwirtschaft in unmittelbarer Nähe zur Stadt ist jetzt Naherholungsraum mit extensiven Wiesen, der rote Main wird renaturiert: das alles ist ein Gewinn für die ökologische Entwicklung der Stadt!

Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus

2015 wurde Ramsau vom Deutschen Alpenverein als erstes Bergsteigerdorf Bayerns ausgezeichnet. Mit viel Herzblut treibt die Gemeinde Ramsau damit ihre nachhaltige Dorfentwicklung nicht nur für den Tourismus, sondern ganz besonders für die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung voran. Bei einem Ortstermin informierte ich mich gemeinsam mit einer Delegation unserer Fraktion, welche Chancen und Herausforderungen den Beteiligten bei der Umsetzung des Konzepts begegnen. Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus weiterlesen

Sommerpause im Landtag

Die letzten Plenarsitzungen sind vorbei, alle Sommerempfänge besucht – Zeit für ein bisschen Erholung!

Mein Münchner Büro ist während der Sommerpause fast durchgehend besetzt; Sie erreichen uns dort montags bis donnerstags 9:00 – 13:00 Uhr. Nur von 16.-19.8. haben wir  geschlossen.

Mein Regionalbüro in Traunstein bleibt im August geschlossen.

Ich wünsche Ihnen schöne Ferien und gute Erholung!

“Es geht nur, wenn alle zusammenhalten”

Wie kommen wir wieder raus aus der Milchpreiskrise? Das war eines der beherrschenden Themen meines Besuchs der Berchtesgadener Milchwerke – die Molkerei, die derzeit völlig zu Recht als leuchtendes Beispiel für nachhaltiges und erfolgreiches Wirtschaften im Milchsektor herangezogen wird.

36 Cent erhalten die Genossenschaftslandwirte derzeit von ihrer Molkerei für den Liter Milch – fast doppelt so viel wie im nationalen Durchschnitt (22 Cent; Stand 25.7.2016). Doch dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: schon seit Jahren verfolgt die Molkerei eine Strategie, die, ausgehend von den Verbraucherwünschen, alle Marktteilnehmer im Blick hat.

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Rohstoffe fürs bayerische Bier

Mit Vertretern des Verband Private Brauereien Bayern e.V. konnte ich mich am Rande der Feier zum Reinheitsgebot treffen.

Besonders die Frage nach den Rohstoffen für unser Bier stellt sich für mich im Jubiläumsjahr des Reinheitsgebots. Während den Konzernbrauereien in der Regel die Herkunft der Rohstoffe egal sei, versuchten die Privatbrauereien ihre Rohstoffe aus regionaler Herkunft zu beziehen, betonte Herr Ilgenfritz, Präsident des Privatbrauereien-Verbands. Dabei sei das nicht immer einfach: der bayerische Gerstenanbau decke bei Weitem nicht den Bedarf; darüber hinaus gebe es jedes Jahr neue Züchtungen. Besser wäre es, die Sorten ein paar Jahre laufen zu lassen, damit sich die Brauer darauf einstellen können und langfristige, verlässlich Aussagen dazu gemacht werden können. Erklärtes Ziel der Privatbrauereien ist eine verbindliche Preisfindung bei der Braugerste. Damit könnte man sowohl die regionale Herkunft besser sichern als auch die Position der Anbauer stärken. Eine solche verbindliche Preisfindung werde von den großen Handelskonzernen allerdings blockiert.

Als positiv für das Brauereiwesen beurteilt der Verband die Craft-Beer-Bewegung – sieh habe für einen Imagewandel gesorgt. Der Brauernachwuchs sei gut ausgebildet, auch dank der dualen Ausbildung an der Hochschule in Weihenstephan.

 

Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag