Meine Grüne Woche in Berlin

– Alle Fotos zu diesem Beitrag sind hier zu finden –

Auch dieses Jahr war ich wieder in Berlin auf der Internationalen Grünen Woche, aber die Messe war nicht der einzige Termin, an dem ich teilgenommen habe. Am Freitagnachmittag fand die Sitzung der Grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und ländliche Entwicklung statt. Neben Vorträgen von Renate Künast über die Ernährungswende und  von Prof. Dr. Harald Grethe über die dringend benötigten Veränderungen in der Nutztierhaltung fand auch die Wahl der Sprecher*innen statt. Ich durfte die Wahlleitung machen – siehe zweites Bild! Danach ging es weiter zum Staatsempfang des Landwirtschaftsministeriums in der Bayernhalle auf der Grünen Woche. Mit dabei waren meine Kolleg*innen aus dem bayerischen Landtag Rosi Steinberger und Ruth Müller und Jutta Saumweber von der Verbraucherzentrale Bayern.

Am Samstag ging’s vormittags wieder auf die Grüne Woche und mittags war dann die Preisverleihung von Bayerns besten Bioprodukten! Vom Kloster-Sauerkrautbrot bis zum Ziegenmilchkaramell –

sehr beeindruckend wieviel Kreativität und Innovation hier die Biobranche zeigt! Die beiden nächsten Bilder zeigen mich im Gespräch mit Nicole Stocker, Geschäftsführerin der Hofpfisterei und in der großen Runde u. a. mit Hubert Heigl, LVÖ (Landesverteidigung für den ökologischen Landbau in Bayern) -Vorsitzender, Norbert Schäffer, LBV (Landesbund für Vogelschutz)-Vorsitzender und der Bio-Königin Carina I. Kurz konnte ich dann auch noch bei der Ölmühle Schnaitsee aus meinem Landkreis vorbeischauen und beim Landesfischereiverband – denn dann gings auf zur Demo ‚Wir haben es satt – Bauernhöfe statt Agrarfabriken‘ am Brandenburger Tor. Dort war total gute Stimmung, vor allem weil viele von Fridays for future dabei waren und einfach insgesamt so viele Menschen, wie schon lange nicht mehr – 27.000!!!! Der Druck der Straße wird und muß sich in veränderte politische Verhältnisse niederschlagen! Sehr schöner Abschluss dieses Tages war der Parlamentarische Grüne Abend der Bundestagsfraktion mit vielen interessanten und unterhaltsamen Gesprächen. Der Eröffnungstalk diesmal mit den zwei frischgebackenen Ministern aus Sachsen Wolfram Günther und Brandenburg Axel Vogel. Ich bin immer wieder beeindruckt mit wieviel Herzblut Grüne ihre Ministerposten gestalten. Dann ein Foto mit Martin Häusling, MdEP und agrarpolitischer Sprecher der Europafraktion und am Schluß Frauentalk in vertrauter Runde mit Maria Krieger, Riedenburger Brauhaus, Dr. Andrea Beste und der sehr kompetenten Biokönigin Carina.
Insgesamt waren die Tage in Berlin zwar sehr anstrengend, aber einfach toll. Ich konnte viele Erfahrungen, neue Kontakte und Informationen sammeln, aber auch bestehende Beziehungen stärken und den politischen Austausch pflegen.

Alle Fotos sind hier zu finden: https://www.gisela-sengl.de/fotos-gruene-woche-berlin/

Ein Meilenstein für den Naturschutz

Die schwarz-orange Landesregierung hat angekündigt, den Gesetzentwurf für mehr Artenschutz in Bayern (Volksbegehren „Rettet die Bienen“) annehmen zu wollen. 1,75 Millionen Bürgerinnen und Bürgern bringen damit eines der weitreichendsten Artenschutzgesetze Europas auf den Weg. Das ist ein Meilenstein für den Naturschutz und eine Sternstunde der Volksgesetzgebung in Bayern!

Wir bedanken uns bei den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die unseren Vorstoß für den Schutz unserer bedrohten Tier- und Pflanzenarten zu ihrem Anliegen gemacht haben. Und wir bedanken uns bei der ÖDP für ihre Initiative, die wir Grünen dann gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Bund Naturschutz unterstützen durften. Ich möchte aber auch unseren Bäuerinnen und Bauern Danke sagen, dass sie sich unseren Vorschlägen geöffnet haben. Das war letztlich wohl auch der Schlüssel, dass der Widerstand bei CSU und Freien Wählern gebrochen werden konnte. Bayern bringt damit eines der weitreichendsten Artenschutzgesetze Europas auf den Weg. Das ist eine sehr, sehr gute Nachricht und ein Grund zu großer Freude. Das ist aber auch ein Ansporn, weitere wichtige Projekte für den Schutz unserer Umwelt und des Klimas gemeinsam mit den Menschen in Bayern voranzutreiben.

Ehre für das Unkraut

Heute ist der „Tag zu Ehren des Unkrauts“. Denn ein „sauberes“ Feld oder Garten enthält keinerlei Nahrung mehr für Insekten. Deshalb: wenn das Unkraut – oder schöner vielleicht: Beikraut – raus muss, dann zumindest mechanisch, thermisch oder eben auch mit der Hand, wie es zum Beispiel beim Bio-Gemüseanbau and der Tagesordnung ist. Und ansonsten: stehen lassen! Bienen, Schmetterlinge und Co. werden es uns danken.

Eine Riesenchance für die Landwirtschaft

Artikel mit freundlicher Genehmigung von Katharina Schmid

Voller Saal im Freisinger Furtnerbräu: ExperteInnen und Gäste diskutieren bei der Veranstaltung der Landtags-Grünen zum Thema „Europas Ernte – Was die EU für unsere Artenvielfalt tun kann“

„Die grüne Welle rollt. Nicht nur politisch, sondern auch landwirtschaftlich. Zeit wird’s!“ Mit diesen Worten begrüßte Gisela Sengl, Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung der bayerischen Grünen im Landtag, die mehr als 100 Gäste, die am Donnerstagabend in den Freisinger Furtnerbräu gekommen waren. Ein Diskussionsabend zum Thema „Europas Ernte – Was die EU für unsere Artenvielfalt tun kann“ war den Besuchern angekündigt worden, hochkarätige Gäste aus der Agrarbranche dazu geladen: Reinhild Benning und Felix Prinz zu Löwenstein. Benning leitete bis 2015 das Referat Agrarpolitik beim Bund für Umwelt und Naturschutz. Seit November 2015 befasst sie sich bei Germanwatch mit Landwirtschaft und Tierhaltung. Löwenstein, Agrarwissenschaftler und Biolandwirt, war als Vorstandsvorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) vertreten. Musikalisch begeisterte das lokale Duo Häns Czernik und Sandra Rieger auf Gitarre und Geige.  Eine Riesenchance für die Landwirtschaft weiterlesen

Frauenstimmen für Europa!

#FrauenStimmenFürEuropa – denn es ist noch viel zu tun in Sachen Gleichberechtigung, ob beim Lohn, bei Führungspositionen oder bei der Vertretung in den Parlamenten!

Als Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung ist mir im Jahr der Europawahlen besonders ein Kurswechsel in der Europäischen Agrarpolitik ein Anliegen. Denn in Brüssel werden die großen Weichen über die Zukunft unserer Artenvielfalt und damit unser aller Zukunft gestellt – durch die vielen Milliarden Euro an Agrarsubventionen an landwirtschaftliche Betriebe.

 

„Als Bäuerinnen und Bauern unterstützen wir das Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! Unsere Felder sind Teil eines Ökosystems. Im Einklang mit der Natur erzeugen wir hochwertige Lebensmittel und bieten unseren vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen Rückzugs- und Lebensräume. Dabei profitieren wir auch von einer intakten Umwelt ohne Gift und mit sauberem Wasser. Die Landwirtschaft der Zukunft ist eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur!“

Paul Knoblach, Bauer und MdL
Gisela Sengl, Bäuerin und MdL
Hans Urban, Bauer und MdL

Was bedeutet eigentlich „Bio“?

Nur vier von zehn Bayerinnen und Bayern vertrauen einer von der Bio-Molkerei Scheitz in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge Bio-Siegeln (siehe https://www.sueddeutsche.de/bayern/studie-bayern-sind-skeptisch-bei-bio-siegeln-1.4292625). Das zeigt, dass noch viel getan werden muss in Sachen Verbraucheraufklärung rund um das Thema Bio!

Dabei heißt Bio immer: die Verwendung von Glyphosat und anderen Pestiziden ist ohne Ausnahme verboten; die Nutztiere haben am meisten Platz und Auslauf im Vergleich zu allen anderen Tierhaltungsformen, und auch die Tierfütterung muss Bio sein. Diese europaweit höchsten Standards werden auch noch am strengsten kontrolliert. Denn das Biosiegel ist ein staatliches Siegel, weshalb die Kontrollen regelmäßig und verpflichtend sind und Verstöße auch bestraft werden.

Deshalb sollten unsere Lebensmittel möglichst Bio sein!

Katastrophenfall: großartige Arbeit der Einsatzkräfte!

Am Wochenende war ich bei der Einsatzleitung im Landratsamt. Der Krisenstab unter der Leitung von Kreisbrandrat Christof Grundner arbeitet trotz Dauerbelastung hoch professionell, genauso wie alle Einsatzkräfte. Ich bin tief beeindruckt von diesem Engagement – vor allem von den vielen hundert ehrenamtlichen Helfern!
Wir können alle dankbar sein, dass die Organisation und das Zusammenhalten so gut funktioniert bei uns.

Volksbegehren „Rettet die Bienen!“

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ geht in die heiße Phase: 1 Million Menschen müssen sich zwischen dem 31.1. und dem 13.2.2019 in ihrem Rathaus eintragen, damit es zur Abstimmung kommt.

Dieses Volksbegehren ist vielleicht eines der wichtigsten, das es in Bayern je gegeben hat. Denn die Biene steht exemplarisch für das beängstigende Insektensterben hierzulande. In den letzten drei Jahrzehnten hat die Insektenmasse um über 75 Prozent abgenommen. Wir verlieren Bestäuber, unsere Vögel verlieren Nahrung und sind mehr und mehr auch vom Aussterben bedroht. Genauso wie Schmetterlinge, Wirbeltiere, Reptilien … Wenn selbst frühere Allerweltsarten wie der Kiebitz oder der Feldhamster auf der Roten Liste stehen, ist etwas oberfaul.

Ziel des Volksbegehrens ist es, Regelungen im bayerischen Naturschutzgesetz zu verankern, die die Artenvielfalt retten. Die Kernforderungen: die bayernweite Vernetzung von Lebensräumen für Tiere; die Erhaltung von Hecken, Bäumen und kleinen Gewässern in der Landwirtschaft; der Erhalt und die Schaffung blühender Randstreifen an allen Bächen und Gräben; der massive Ausbau der ökologischen Landwirtschaft; die Umwandlung von zehn Prozent aller Wiesen in Blühwiesen; die pestizidfreie Bewirtschaftung aller staatlichen Flächen; die Aufnahme des Naturschutzes in die Ausbildung von Land- und Forstwirten.

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Bündnisses: https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

Landwirtschaft und Essen gehören zusammen

Landwirtschaft und Verbraucherinnen und Verbraucher wieder zusammenzubringen: das ist mein politischer Ansatz, und deshalb bin ich sehr froh darüber, dass ich jetzt Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung meiner Fraktion bin. Denn wir alle wollen gut essen. Gut im Sinne von frisch und gesund – aber auch gut in Bezug auf die Natur, von der wir leben, und gut in Bezug auf die Bäuerinnen und Bauern. Gesunde Umwelt, gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesundes Essen und gesunde Menschen – das muss zusammen gedacht werden. Gerade angesichts der Klimakrise müssen wir uns in diesen Bereichen riesigen Herausforderungen stellen. Wir alle müssen ökologischer und nachhaltiger wirtschaften, um die Welt, wie wir sie kennen, zu retten. Ich freue mich deshalb, dass ich meine Arbeit der letzten Jahre auf diesem Gebiet nun fortsetzen kann.

Koalition ohne Zukunftsvision für die bayerische Landwirtschaft

Hier mein Kommentar zum agrarpolitischen Teil des Koalitionsvertrags zwischen CSU und FW:

„Der Koalitionsvertrag von CSU und FW ist nicht nur ein sehr allgemein gehaltenes „Weiter so“ – er ist in vielen Teilen sogar ein Rückschritt in der bayerischen Agrarpolitik. Den riesigen Herausforderungen im Bereich Klimaschutz und Umweltschutz, mit denen wir uns konfrontiert sehen, wird in keinster Weise Rechnung getragen. Angesichts dieser Probleme muss unser Ziel eine Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft sein. Die neue Koalition wäre aufgefordert, Wege aufzuzeigen, wie die konventionelle Landwirtschaft ökologischer wirtschaften kann – zum Beispiel mit einer Pestizidminimierungsstrategie. Stattdessen wird am Prinzip „Freiwilligkeit vor Ordnungsrecht“ festgehalten, auch wenn sich längst gezeigt hat, dass das überhaupt nicht zielführend ist – wir brauchen dringend eindeutige Vorgaben in Bezug auf Wasserschutz und Klimaschutz, Bodenschutz und Tierschutz.  Koalition ohne Zukunftsvision für die bayerische Landwirtschaft weiterlesen

Vielen Dank!

Seit gestern Abend sind alle Stimmen ausgezählt – und jetzt ist klar: ich darf die oberbayerischen Grünen nochmal fünf Jahre im Bayerischen Landtag vertreten! Das verdanke ich den über 15.000 Traunsteinerinnen und Traunsteinern, die mich gewählt haben, und noch viel mehr Menschen in Oberbayern, die mir eines der besten Zweitstimmen-Ergebnisse beschert haben. Ich freue mich, dass sich mein Engagement für die Entwicklung unserer Dörfer, das soziale Miteinander, Landwirtschaft und Ernährung und alle Themen, die für den ländlichen Raum wichtig sind, belohnt wurde.

Insgesamt habe ich über 52.000 Stimmen bekommen und damit Platz 3 auf der Oberbayern-Liste behalten. Ich bedanke mich ganz herzlich bei allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt und mir ihre Stimme gegeben haben!

Und jetzt geht’s weiter im Landtag mit unglaublichen 38 Grünen Abgeordneten, davon allein 17 aus Oberbayern! Ich freue mich sehr darauf.

Mia ham’s satt!

Mia hams satt! Für eine echte Agrarwende, für eine Landwirtschaft ohne Gift sind gestern in München mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Eine Landwirtschaft OHNE Gift und Chemie ist möglich – der Ökolandbau zeigt es seit Jahrzehnten. Bio kann unsere Lebensgrundlagen erhalten und die Welt ernähren – das wurde jetzt auch wieder wissenschaftlich nachgewiesen (http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/2050-oekolandbau-kann-europa-ernaehren.html)!

Hände weg vom Flächentausch!

Die CSU-Staatsregierung plant einen aus unserer Sicht heiklen Flächentausch-Deal in Vaterstetten: Die Gemeinde Vaterstetten plant, in Autobahnnähe einen großen Gewerbepark zur Ansiedlung eines Logistikunternehmens und großflächiger Produktionsbetriebe zu schaffen. Dafür soll ein Teil des von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft bewirtschafteten Staatsguts „Grub“ (rund 68 Hektar) gegen bisher ebenfalls landwirtschaftlich genutzte Flächen zwischen Parsdorf und Neufahrn – die eine Kapitalgesellschaft bereits ab 2013 erworben hatte – getauscht werden.

Der Hintergrund: Üblicherweise erwerben Gemeinden vor der Planung eigener Gewerbegebiete Flächen selbst. Hier geht es aber um staatlichen Grund und Boden – und weil die Übereignung von staatlichen Flächen nicht machbar ist, hat man sich wohl auf den Flächentausch geeinigt. Das ist ein Skandal, zumal nach unserer Kenntnis der Hauptanteilseigner seinen Sitz in Luxemburg hat, mit der Folge, dass bei Grundstücksgeschäften praktisch keine Grunderwerbssteuer zu zahlen wäre.

Falls die CSU einem solchen Deal mit einem Luxemburger Spekulant und seinen Steuertricks zustimmen würde, wäre sie direkt verantwortlich für massiven Flächenfraß. Da hilft dann auch die von CSU-Ministerin Aigner erst letzte Woche präsentierte Hochglanzbroschüre „Bayern schont Flächen“ nichts. In Bayern wird täglich zirka 13 Hektar freies Land zubetoniert, jedes Jahr entspricht das der Fläche des Ammersees. Ein „Weiter so“ beim Flächenfraß werden wir nicht akzeptieren!

Wir Landtagsgrünen fordern die CSU-Staatsregierung deshalb auf, von diesem Geschäft die Finger zu lassen. Die Zersiedelung der Landschaft durch nicht angebundene Gewerbegebiete darf schon gar nicht mit einem solchen Flächentausch stattfinden. Hier wird die Aufweichung des Anbindegebots im Landesentwicklungsplan durch die CSU-Staatsregierung noch aktiv unterstützt!

Für Grundgesetz und Menschenrechte

Die AfD ist derzeit bei uns im Landkreis sehr aktiv. War am Montag noch Björn Höcke in St. Georgen, wurde der morgige Auftritt von Beatrix von Storch in Sondermoning abgesagt – eine erfreuliche Nachricht. Und ein großer Erfolg unserer Zivilgesellschaft! Denn die Vertreter der AfD bringen den Geist von Chemnitz in unsere Heimat mit. Sie bringen Angst, Ausgrenzung und Hetze mit. Damit prägen sie das Gesicht der bayerischen AfD und werden, bei einem entsprechenden Wahlergebnis, Respektlosigkeit und Grenzüberschreitungen in den bayerischen Landtag tragen.

Was mich erschüttert ist die in den Umfragen dokumentierte Zustimmung in der bayerischen Bevölkerung zu dieser Partei, die offen gewaltbereit, offen rassistisch und offen demokratiefeindlich ist. Eine Zustimmung, die sich einerseits über Gewalt empört und gleichzeitig extrem gewaltbereit erscheint. Eine Zustimmung, die eine Demontage des Rechtsstaates und der Menschenrechte in Kauf nimmt. Aber wofür? Als Deutsche wissen wir, wie hässlich das alles enden kann und es ist mir ein Rätsel, wie man sich etwas Derartiges für sich und seine Kinder wünschen kann.

Als GRÜNE Demokratin ist mir klar: unsere Demokratie ist nicht perfekt. Ich streite mich gerne um unterschiedliche politische Ansichten und stelle mich der inhaltlichen Diskussion – mit Respekt, Anstand und immer für eine offene, demokratische, soziale und vielfältige Gesellschaft. Und ich bin froh, dass wir es schaffen, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis Seite an Seite für eine moderne, mitmenschliche und solidarische Gesellschaft einzustehen. Hier zählt jede und jeder Einzelne.

Tour de Grün – das war’s!

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich glaube, in den zwei heißesten Wochen des Jahres! Dafür war nur ein Regentag dabei und über den haben wir uns und vor allem auch alle landwirtschaftlichen Betriebe dann sehr gefreut.

In den 12 Tourtagen sind wir etwa 350 Kilometer geradelt, und haben viele Höhenmeter überwunden – die extremste Steigung war bestimmt der Bichlpass kurz vor Surberg; die schönste Abfahrt von Frabertsham nach Obing. Siebenmal habe ich an den jeweiligen Abendzielorten übernachtet, und ich habe zwei Seen kennen gelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt: der Zellersee zwischen Marquartstein und Schleching, und der Weitsee bei Schnaitsee.

Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert.

— Hier gibt es einen ausführlichen Tour-Rückblick und viele, schöne Impressionen —

Und ich habe unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt. Es ist einfach wunderschön bei uns, und es wohnen so viele besondere und engagierte Menschen bei uns, egal ob weltbekannte Künstler wie Andreas Kuhnlein in Unterwössen, eingewanderte Kaffeehausbetreiberinnen wie Vickie in Vickie’s Chat&Chill in Trostberg, oder die Ehrenamtlichen, die für den Landkreis prägende kulturhistorische Stätten betreuen, wie das Moor- und Torfmuseum, den Hilgerhof und das Römermuseum.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Bürgermeistern, die sich Zeit genommen haben, mir ihre Gemeinde vorzustellen. Wir konnten sehr offen über die wichtigen Themen unserer Zeit diskutieren, wie vernünftige Flächennutzung, mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft, Erhalt eines lebendingen Dorfgemeinschaft und vieles mehr.

Und natürlich ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die mit mir geradelt sind! Sei es eine kurze Etappe oder sogar mehrere Tage hintereinander – nur durch eure Begleitung hat das Ganze so viel Spaß gemacht! Beim gemütlichen Nebeneinander Radeln oder während der Biergarten-Stopps (und bei uns gibt es sehr viele sehr schöne Biergärten!) war auch Zeit, verschiedene Themen mal etwas ausführlicher zu besprechen und zu diskutieren.

Tausend Dank aber auch an mein Wahlkampfteam, die alles akribisch geplant haben, immer mit dabei waren und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. DANKE!!!

Obwohl ich auch sonst viel mit dem Rad unterwegs bin, war diese Zeit auch eine sportliche Herausforderung. Aber mit jedem Tag habe ich mich wohler gefühlt und fühle mich jetzt fit wie selten zuvor. Genau die richtige Voraussetzung für einen guten Wahlkampf im Spätsommer und Herbst!

 

Erfolgreicher Familienbetrieb

Ein guter Familienzusammenhalt, eine geregelte Hof-Nachfolge und die verschiedenen Standbeine vom Brennholz über Rindermast und Ferien auf dem Bauernhof  – das alles sichert den Erfolg des vollbewirtschafteten Hofs der Familie Mayer in Pullach/Seebruck, den ich kürzlich besucht habe. Intensive Landwirtschaft und extensive Kulturlandschaftspflege werden durch die Nutzung des Schnittguts der Streuwiesen in Beziehung gesetzt. So sichert die – durchaus arbeitsreiche –  Pflege und Nutzung durch die Landwirtschaft die für den Tourismus existenziell wichtige Kulturlandschaft.
Und das genau ist es, was wir Grünen zum Thema EU-Fördergelder für die Landwirtschaft fordern: Die Kulturlandschaft ist ein öffentliches Gut. Sie muss gepflegt und genutzt werden, was für die meisten Betriebe einen Mehraufwand bedeutet. Deshalb braucht dieser Mehraufwand den Ausgleich durch Fördergelder.

Renate Künast im Landkreis Traunstein

Volles Haus in Übersee beim Besuch von Renate Künast! Mit über 80 Menschen sprachen wir über Landwirtschaft, Ernährung und solidarisches Zusammenleben. Wir brauchen einen Strukturwandel in der Agrarpolitik genauso wie im Ernährungssektor. Es ist mittlerweile viel einfacher, sich ungesund zu ernähren anstatt gesund – dabei müsste es umgekehrt sein! Nicht die Industrie darf die Regeln bestimmen, die Politik muss das tun!

Betonflut eindämmen, Flächenfraß ausbremsen!

Ab heute sammeln wir Unterschriften für unser Volksbegehren gegen die Betonflut und den Flächenfraß in Bayern!

In ganz Bayern verschwinden jeden Tag 13 Hektar Land unter Asphalt und Beton, das entspricht jährlich einer Fläche so groß wie der Ammersee. Die ungebremste Versiegelung und Verdichtung des Bodens zerstört die natürlichen Lebensgrundlagen, führt zur Verödung der Ortszentren, verstärkt die Hochwassergefahr, vernichtet Acker- und Grünland. Und sie ist einfach hässlich, sie entstellt das Gesicht Bayerns. Die CSU tut nichts dagegen, öffnet dem Verbrauch von Natur- und Kulturlandschaften vielmehr Tür und Tor.

Also handeln wir und setzen mit einem Volksbegehren eine gesetzliche Grenze für den Flächenverbrauch, um diese irrsinnige Betonflut einzudämmen. Nach unserem Gesetzesentwurf dürfen in Bayern insgesamt nicht mehr als durchschnittlich fünf Hektar Fläche täglich verbraucht werden. Das lässt einerseits genug Raum für den Wohnungsbau und für Ansiedlungen von neuen Unternehmen, beendet aber andererseits die Maßlosigkeit im Umgang mit Grund und Boden.

Wir wollen, dass Bayern Heimat bleibt!

Unterschreiben könnt ihr an allen Grünen Infoständen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende stellt sich vor

Hier den Film sehen
„Mehr Bio für Bayern!“ Hier den Film sehen

Mein Name ist Gisela Sengl, ich bin bayerische Landtagsabgeordnete für die Grünen und seit heute stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Als politische Quereinsteigerin wurde ich zur Landtagswahl 2013 auf der Oberbayern-Liste von Platz 13 auf Platz 6 hochgewählt und sitze so seit Oktober 2013 im Bayerischen Landtag. Am Tag zuvor war ich noch auf dem Kartoffelernter gestanden, denn mein Mann und ich bewirtschaften einen Bioland-Hof mit Kartoffel-, Getreide und Gemüseanbau und eigenem Bioladen im Chiemgau.

Neben der Arbeit auf dem Biolandhof und im Bioladen absolvierte ich eine Ausbildung zur Wirtschaftsfachwirtin. Ich bin gelernte Landschaftsgärtnerin und habe Psychologie in Salzburg studiert. Mit meinem Mann und zwei meiner drei Kinder lebe ich auf unserem Hof in Sondermoning am Chiemsee.

Die Vielfalt am Land erhalten. Gesunde Lebensmittel für alle. Die Agrarwende in Gang bringen.

Auf diese Themen setze ich als agrarpolitische Sprecherin den Schwerpunkt meiner politischen Arbeit. Besonders wichtig finde ich die Stärkung der regionalen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Hier bringe ich durch mein bisheriges berufliches Umfeld viel Erfahrung mit. Und ich bin überzeugt: Die regionale Landwirtschaft kann nur überleben, wenn auch die Verarbeitung und Vermarktung in der Region gesichert ist. Deshalb lehne ich auch Handelsabkommen wie TTIP in der derzeit geplanten Form ab: hier werden nur Konzerninteressen berücksichtigt, auf Kosten der regionalen, kleinen und mittelständischen Betriebe und lange erarbeiteter Standards, beispielsweise beim Verbraucherschutz.

Immer mehr Menschen wollen wissen, wie und wo ihre Lebensmittel hergestellt werden. Sie finden: Gutes Essen ist regional, bio und frisch zubereitet. Und gutes Essen ist auch immer mit Genuss verbunden. Ich finde es besonders wichtig, dass dies auch für Essen in Gemeinschaftsverpflegungen – Kitas, Schulen, Kantinen – umgesetzt wird. Bio und regional – das ist nicht nur die Landwirtschaft der Zukunft, sondern auch die Zukunft unserer Ernährung.

Deshalb sehe ich Agrarpolitik auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schließlich hat die Richtung der Agrarpolitik Auswirkungen auf unsere gesamten Lebensgrundlagen: auf die Umwelt, auf den Klima- und Tierschutz, auf die Qualität unseres Trinkwassers und unserer Lebensmittel und damit auf die Gesundheit der Menschen. Die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion müssen wir alle teuer bezahlen.

Damit wir die Vielfalt unserer Heimat erhalten können, muss Agrarpolitik grün werden!

 

Film über Gisela

Pressefotos

Naturschutz, Landwirtschaft und Gesellschaft zusammenbringen

Die verantwortlichen Agrarpolitiker*innen von CSU, CDU und Freien Wählern handeln und reden wie immer, ohne den Tatsachen ins Auge zu blicken: wir haben eine Agrarlandschaft aus Monokulturen und intensiven Grünland, auf dem nichts mehr blüht und heimische Tiere und Pflanzen sterben einfach aus. Dagegen werden Nitrat im Grundwasser und immer intensivere Betriebe zur Normalität. Das ist das Bayern, wie wir es jetzt haben. Das Volksbegehren zum Artenschutz hat viele Menschen aufgerüttelt und endlich eine dringend notwendige Diskussion über das Agrarsystem angestoßen, das großen Anteil an der Misere hat. Die Proteste und Streitgespräche sehe ich als Chance, uns über die Richtung klar zu werden, die wir für Bayern einschlagen wollen. Unsere Aufgabe ist es doch jetzt, Naturschutz, Landwirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen.

Knapp die Hälfte der Fläche von Bayern wird landwirtschaftlich genutzt und natürlich liegt dort ein Hebel, die Ursachen der Fehlentwicklung anzugehen, das verlange ich von den politisch Verantwortlichen. Ob auf Landesebene oder in der europäischen Agrarpolitik, die Politik muss sich ändern zugunsten von Arten-, Wasser- und Bodenschutz. Aktuell wird Flächenbesitz gefördert – was auf der Fläche geschieht, ist nachrangig. Deshalb müssen langfristig die europäischen Agrarzahlungen umgestellt werden und die Leistungen der Landwirtschaft für Artenschutz, Wasser- und Bodenschutz viel stärker honoriert werden.

Die Politik hat zugelassen, dass sich die Landwirtschaft immer weiter von der Gesellschaft entfernt. Doch die Mobbingvorwürfe zielen ins Leere, denn die Gesellschaft unterscheidet sehr wohl zwischen der Art und Weise, wie Landwirtschaft betrieben wird und den Menschen, die auf den Höfen arbeiten und leben. Und es besteht ein großer Konsens, dass wir nur miteinander, eine gute Zukunft für die Landwirtschaft schaffen werden. Wir Grüne sind dabei und sind offen gegenüber allen, die sich den Problemen bewusst sind und bei der Lösung mithelfen und mitgestalten wollen.

Frauen auf dem Land – gestern und heute

Ein starkes, mutiges Mädchen wehrt sich gegen die damals gültigen Konventionen und die Bevormundung durch den prügelnden Vater: als einen der Schlüsseltexte zur Frauenemanzipation lässt sich durchaus „Die Geier-Wally“, ein Roman von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahr 1873, verstehen. Die Landratskandidatin Gisela Sengl (MdL) griff den Text auf für ihr Wahlkampfformat „Frauen auf dem Land – gestern und heute“, wobei zum ersten Mal eine Veranstaltung der Traunreuter GRÜNEN im Saal des „Café The Rock“ stattfand, wo sich früher ein Kaufhaus und davor ein Kino befand.

In seiner Begrüßung wies Ortssprecher Peter Noss zunächst auf den besonderen, historischen Moment des 40. Geburtstages der GRÜNEN hin, der zu Stolz, Selbstvertrauen, aber auch zu großer Verantwortung jetzt und in der Zukunft Anlass gebe. Er freue sich, dass er mit Gisela Sengl eine kompetente, engagierte Politikerin im Rahmen ihres Landrätinnen-Wahlkampf begrüßen könne.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Zitherspielerin Dr. Gertrud Huber, die mit souveräner Variationsbreite verschiedene Stücke von traditioneller Volksmusik über Blues bis zu Swing Jazz spielte. Die Schauspielerin Erika Schalper aus Starnberg konnte für die Lesung aus dem Roman gewonnen werden. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten im Leben der Anna Stainer-Knittel; sie schildert im vorgetragenen Ausschnitt einen heftigen, dramatischen Streit zwischen Vater und Tochter, die sich nicht ihrem Schicksal nach einer vom Vater bestimmten Heirat ergeben wollte und daraufhin verstoßen wurde.

Dies war der Anknüpfungspunkt für die Landratskandidatin Gisela Sengl, um die Entwicklung der Frauenemanzipation bis heute zu beschreiben. Vieles ist für die Frauen heute leichter, der Weg war manchmal steinig und mit Kämpfen im Kleinen und Großen verbunden. „Auch wenn das Leben der Frauen heute besser ist als vor 50 Jahren, gibt es noch so manches zu tun“, so Sengl. Gerade in Führungspositionen seien Frauen krass unterrepräsentiert, was die, von den Grünen lange geforderte Quotenregelung notwendig mache.

In der anschließenden, teils kontroversen Diskussion mit dem Publikum ging es um das Leben der Bäuerinnen heute, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die schwierige Situation der Alleinerziehenden, um die negativen Nebenwirkungen des Ehegattensplittings und um die Schwierigkeit, Arbeit und „Leben“ ausgeglichen zu gestalten. Aber auch die veränderte Streit- und Gesprächskultur wurde ausführlich diskutiert.
Nach zwei Stunden lebhafter Aussprache bedankte sich Gisela Sengl bei allen Beteiligten für die Gestaltung des Abends und für die offenen Worte in der Diskussion. Dann ging die Veranstaltung mit einem berührend harmonischen Zitherstück von Frau Dr. Gertrud Huber zu Ende.

Dringlichkeitsantrag zur Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik (GAP)

In die heutige Plenarsitzung bringen wir einen Dringlichkeitsantrag ein – für eine grundlegende Änderung der Agrarpolitik. Die Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte hat schwerwiegende Folgen für Menschen, Tiere und Umwelt:  Höfesterben, tierquälerische Missstände in der Tierhaltung, rapides Artensterben weltweit und das Anheizen der Klimakrise. Diese Agrarpolitik und ihre negativen Auswirkungen werden auch noch durch Steuergelder über den EU-Haushalt für Agrarpolitik gefördert. Deshalb müssen wir hier ansetzen!

Die derzeitigen Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Richtung Systemwechsel sind, vorsichtig formuliert, mutlos. Dabei müssen wir jetzt beginnen und die ersten Zwischenschritte für einen Umbau – weg von Flächenzahlungen und hin zu gesellschaftlichen Leistungen – einleiten. In unserem Dringlichkeitsantrag fordern wir, dass die flächengebundenen Direktzahlungen in der nächsten Förderperiode ab 2021 zu 40%  an Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahmen gekoppelt werden. Diese 40% müssen für alle Mitgliedsstaaten verbindlich festgeschrieben und mit gemeinsamen Standards verbunden werden. Eine andere Agrarpolitik ist möglich – beginnen wir jetzt mit dem ersten Schritt!

Grüner Dringlichkeitsantrag „Eine andere Agrarpolitik ist möglich – beginnen wir jetzt mit dem ersten Schritt“

Klimaschutz-Demo in Traunstein

Trotz Wind und Kälte sind letzten Freitag wieder viele Menschen nach Traunstein gekommen, um beim Klimaprotest für unsere Zukunft zu kämpfen. Die Jugendlichen von Fridays for Future und mit ihnen viele „Ältere“ haben es geschafft, den Druck auf die regierenden Parteien zu erhöhen, dass etwas passieren muss, dass wir nicht mehr so weitermachen können wie bisher. Viele Menschen versuchen in ihrem persönlichen Leben schon jetzt , klimaschonender einzukaufen, zu essen, sich fortzubewegen.
Um das Ganze aber effektiver und leichter zu machen, ist es vor allem notwendig, die politischen Rahmenbedingungen zu ändern. Und gerade im Bereich Verkehr hapert es dabei: Warum gibt es noch keine Kerosinsteuer? Warum wurde der Ausbau und die Ertüchtigung der Eisenbahninfrastruktur jahrelang vernachlässigt? Warum gibt es bei uns im Landkreis keinen vernünftigen Öffentlichen Nahverkehr?

Das sind nur drei Beispiele von vielen anderen. Aber sie zeigen ganz gut, wie schwer es einem gemacht wird, sich im persönlichen Leben zu verändern, wenn die politischen Rahmenbedingungen falsch gesetzt sind.

Mehr Hecken und Bäume für die Artenvielfalt!

Zwischen 1990 und 2013 sind in Deutschland 35% aller Feldlerchen, 80% aller Kiebitze und 84% aller Rebhühner verschwunden, das zeichen wissenschaftliche Zählungen. Das liegt auch daran, dass den Tieren ihre Lebensräume fehlen: es gibt einfach kaum Rückzugsorte mehr auf den intensiv bewirtschafteten Feldern. Ein erster kleiner Schritt: Mehr Hecken und Bäume pflanzen! Unser Antrag dazu wurde gestern im Plenum beschlossen. Ein schöner Erfolg für uns – und für die Artenvielfalt. Aber diesem kleinen Schritt müssen jetzt viele weitere folgen!

 

Und hier geht’s zum Antrag

Begeistert Frau sein!

„Begeistert Frau sein – kfd macht Frauen stark“ – war das Motto der diesjährigen Hauptversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft. Das unterstütze ich natürlich aus vollem Herzen! Wie schwierig es für Frauen oft immer noch ist, mitzureden und mitzuentscheiden, sehe ich gerade bei den Vorbereitungen für die Kommunalwahl. Bei der katholischen Kirche gibt es noch viel mehr zu tun. Danke an die kfd für diese tolle Veranstaltung!

Landwirtschaft – quo vadis?

Wie geht es weiter mit der Landwirtschaft in Bayern – das ist inzwischen ein breit diskutiertes Thema in der Gesellschaft, und das ist gut so! Denn nur so kann die Entfremdung und die Kluft zwischen Stadt und Land, zwischen Verbraucherschaft und Landwirtschaft wieder verkleinert werden. Bei der Veranstaltung „Landwirtschaft und Naturschutz versöhnen“ der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf letzte Woche ist klar geworden: Alles rund um die Landwirtschaft verdient mehr Wertschätzung und die gesamte konventionelle Landwirtschaft muß sich ökologisieren, damit wir unsere Ziele in Bezug auf Artenschutz, Tierschutz und Umweltschutz erreichen.
Ich persönlich wünsche mir vor allem mehr Anerkennung der Frauen in der Landwirtschaft, denn von ihnen gehen oft sehr wertvolle Impulse in diese Richtung aus.

Hier geht’s zum Artikel im Münchner Merkur.

Agrarpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag