Pferdefleischskandal ist nur Spitze des Eisbergs

Globaler Handel, mangelnde und intransparente Deklaration, skrupelloses Gewinnstreben durch Billigsteinkäufe von landwirtschaftlichen Roherzeugnissen sind offensichtlich ein idealer Nährboden für kriminelle Energien.

Das Firmengeflecht, das in den Pferdefleischskandal verwickelt ist, erstreckt sich über ganz Europa.Die französische Firma Spanghero kauft WISSENTLICH in Rumänien 42 Tonnen Pferdefleisch von zwei rumänischen Schlachthöfen, verarbeitet das Fleisch und verkauft es als Rindfleisch an die französiche Firma Comigel. Die Firma Spanghero macht damit in sechs Monaten einen Gewinn von 500.000 €.( Rindfleisch ist viermal so teuer wie Pferdefleisch)

Vermittelt hat diesen Deal der niederländische Fleischhändler Jan Fasen. Er ist Geschäftsführer der auf Zypern eingetragenen Firma Draap Trading. Und Jan Fasen ist kein Unbekannter: er wurde 2012 rechtmäßig veurteilt zu neun Monaten Haft, mußte aber bis heute die Strafe noch nicht antreten, weil sein Rechtsanwalt Berufung eingereicht hat. Grund der Verurteilung: Pferdefleischhandel! Und zwar wurde tonnenweise südamerikanisches Pferdefleisch verarbeitet und  in den Jahren von 2007 bis 2009 als reines Rindfleisch an zwei französische Firmen verkauft.

Die derzeitige EU-Regelung machst möglich: bei verarbeitetem Fleisch entfällt die Kennzeichnung des Ursprungslandes. Und nur bei unverarbeitenden Rindfleisch muß die Etikettierung Informationen über Geburt, Mast und Schlachtung enthalten – eine Folge des BSE Skandals – aber für alle anderen Fleischarten gilt diese Auskunftspflicht nicht!

Und dann wurde auch noch Gift im Pferdefleisch entdeckt: Phenylbutazon, das ist ein entzündungshemmendes Rheumamittel, welches aber auch als Dopingmittel im Pferdesport eingesetzt wird. Die Ernährungsexpertin Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen sagt:

„Billiges Fleisch ist grundsätzlich ein Problem…….Qualitativ hochwertige Fleischproduktion ist nicht zu Niedrigstpreisen möglich. Wer wissen will, woher sein Fleisch kommt, sollte generell unverarbeitets Frischfleisch kaufen und verarbeiten – am besten vom Metzger des Vertrauens oder direkt vom Erzeuger.“

Da hat sie recht! Aber wieviele Metzger gibt es denn noch in unseren Dörfern und Städten? Und wieviele Bauern gibt es denn noch, die Tiere artgerecht halten ohne Doping (Antibiotikamast) ? Gerade in Deutschland gibt es auf dem Lebensmittelmarkt fast nur noch Konzernstrukturen, die von der industriellen Landwirtschaft bedient werden. Dagegen hilft nur die Unterstützung der regionalen Lebensmittelerzeugung und die Streichung der Subventionen für die industrielle Landwirtschaft und deren angelagerten Verarbeitungs- und Vertriebsstrukturen.

Aber als erstes muß die Kennzeichnung verbessert werden: Die EU-Kommission prüft derzeit die Einführung einer verpflichtenden Herkunftsbezeichnung für verarbeitete Produkte. Das ist der richtige Weg – damit wüßte der Kunde zum Beispiel auch, wie regional ein Produkt wirklich ist.

Auftaktveranstaltung zum Wahlkampf

Eine musikalische KandidatInnenvorstellung zum Zuhören und Mitreden…

Dienstag, 19. Februar 2013 Gasthof Gruber/Pietling Beginn 20:00 Uhr

Diese KandidatInnen stellen sich vor:

Ilse Englmaier, Stimmkreis 111
Bezirkstag

Gisela Sengl, Stimmkreis Traunstein
Landtagskandidatin

Dr. Bernhard Zimmer
gemeinsamer Bundestagskandidat

Die Musiker sind:

Ertl Buam
junge Volksmusik

Christine Rothacker
Kaberett und Musik

Spontifex
Gesangsquartett

Michael Hüller führt durch den Abend.

Veranstalter: OV Salzachtal Bündnis 90/Die Grünen

Hier der Google Maps Link zum Veranstaltungsort.

Und hier noch einmal das Plakat in seiner vollen Pracht:

Ankündigung OV Salzachtal Die Grünen

Regionalsiegel ohne Konzept

In einer Pressemitteilung vom 29.Januar 2013 stellte der Bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ein neu geschaffenes Bayrisches Regionalsiegel vor.

Der grundsätzliche Gedanke ist richtig, aber leider bleiben viele Fragen unbeantwortet:

Wie „regional“ werden die Tiere gefüttert, die regional vermarktet werden? Kommt das Tierfutter aus Südamerika oder wird es auch in der Region erzeugt?

Profitiert hauptsächlich der Handel von diesem Siegel oder auch der Urproduzent in Form von höheren Verkaufspreisen?

Wie werden die regionalen öffentlichen Einrichtungen also die großen regionalen Verbraucher wie Schulküchen, Kantinen in Ämtern (Landratsamt, Finanzamt usw.) eingebunden?

Werden Erzeugergenossenschaften gefördert, die gemeinsam entweder ein regionales Produkt erzeugen, lagern, vertreiben oder weiterverarbeiten?

Wie sehr wird auch auf kurze Wege wertgelegt? Das heißt, wird das Siegel auch zur Exportverstärkung von bayrischen Schmankerl benützt was meiner Meinung nach kontraproduktiv wäre, da ein regionales Siegel zwingend eine regionale Vermarktung mit beinhalten muss.

Es geht bei Regionalerzeugung und Regionalvermarktung nicht nur um schöne Etikette sondern vor allem um den Inhalt. Der fehlt bei der aktuellen Initiative des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten leider weitgehend.

Jetzt geht’s erst richtig los!

Platz 13. Ein tolles Ergebnis. Auf der Oberbayerischen Berzirksliste für den Landtag, haben mich meine Grünen auf einen Platz gewählt, der mir nochmal einen richtigen Motivationsschub gegeben hat.

Vielen Dank an alle, die mich gewählt haben und an alle, die mich im Vorfeld unterstützt und begleitet haben. Das ist meine, das ist unsere Chance. Echte, urgrüne Köpfe gehören in den Landtag. Konventionelle Krautköpfe,  gerade vom Land, sitzen schon genügend im Maximilianeum.

Platz 13 heißt, ich muss richtig kämpfen, damit es klappt. Aber darauf hab ich Lust!

Herzlich Willkommen!

Als Kandidatin für den Bayerischen Landtag 2013 freu ich mich, dass Sie auf meine Website gefunden haben.

Ich freue mich auch, wenn Sie ein Anliegen haben und mir persönlich schreiben wollen. Dies können Sie jederzeit unter der Email-Adresse sengl.gisela@gmail.com tun.

Aktueller Wochenrückblick

Lesen Sie hier, wo ich in letzter Zeit unterwegs war:

Mittwoch, 7.9.2016

Sauwohl fühlten sich mein Landtagskollege Jürgen Mistol und ich uns beim Besuch des Kollerhofs bei Schwaighausen im Landkreis Regensburg. Seit mittlerweile 10 Jahren engagiert sich die Familie Koller/Graf mit der Haltung von Kühen, Ziegen, Schafen und Schweinen, einer eigenen Käseproduktion und einem Hofladen. Vorher hatten wir noch ein sehr offenes, kontroverses aber durchaus konstruktives Gespräch mit dem Kreisverband Regensburg des Bayerischen Bauernverbandes.

1.-3. September 2016

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren. Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. … Aktueller Wochenrückblick weiterlesen