Themen

10 Jahre Bürgerinitiative A8 – Bürger setzen Grenzen

Mit gemischten Gefühlen feierte die Bürgerinitiative „A8-Bürger setzen Grenzen“ ihren 10-jährigen, erfolglosen Kampf für einen moderaten Ausbau der A8 mit Standstreifen und Lärmschutz. Dr. Ditmar Hunger (v.l.) vom Dresdner Planungsbüro SVU – Stadt-Verkehr-Umwelt, MdL Gisela Sengl, Vorsitzende Marlis Neuhierl-Huber und der Bergener Bürgermeister Stefan Schneider. Umrahmt
wurde die Veranstaltung von einem fulminanten Auftritt von Hans Well und seinen Wellbappn, die kein Blatt vor den Mund nahmen, indem sie Lokal- und Landespolitik genüsslich durch den Kakao zogen.

Landfrauen im Gespräch

Mit den Landfrauen gab es in Inzell einen lebhaften Meinungsaustausch zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung. Große Einigkeit herrschte über die Frage, Ernährung als Schulfach in allen Schularten einzuführen. Auch ein verpflichtender Bauernhoferlebnistag ähnlich dem Walderlebnistag fand großen Anklang . Weitere heiß diskutierte Themen waren die Düngeverordnung, Ferkelkastration und der Milchpreis.
Mein Fazit: solche Gespräche sind wichtig und man müßte sie öfters machen, nicht nur zu Wahlkampfzeiten!

Landwirtschaft muss umsteuern

Die diesjährigen Ernteeinbußen durch Extremwetterlagen können vielleicht noch durch staatliche Hilfen aufgefangen werden. Sie müssen aber perspektivisch auch zu einem Umsteuern hin zu einer klimaangepassten und klimaschonenden Landwirtschaft führen. Es macht keinen Sinn, auf Dauer gegen den Klimawandel anzusubventionieren. Unterstützung auf Steuerzahlerkosten verdienen landwirtschaftliche Betriebe, die Umwelt, Klima-, Arten- und Tierschutzleistungen erbringen. Alle anderen Zahlungen ohne konkrete Gegenleistungen im Sinne des Gemeinwohls müssen nach und nach wegfallen. Wir brauchen eine Agrarwende – jetzt!

Auf der Bäckeralm mit der AbL

Auf Einladung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) war ich bei der Almbegehung auf die Bäckeralm am Teisenberg mit dabei. Dank der mäßigen Gehzeit (gut eine Stunde) und Steigung blieb genug Zeit für gute Weg-Gespräche. Natürlich ging es hauptsächlich um den Erhalt der bäuerlichen Strukturen in Bayern und die Frage, wie die EU-Fördergelder in Zukunft eingesetzt werden sollen, um dem Strukturwandel und den Umweltproblemen entgegenzusteuern.
Und die Brotzeit zum Abschluss war regional und selbstgemacht! Vielen Dank an Rita Huber und Georg Planthaler und alle anderen AbL-er für den gelungenen Tag.

Finger weg vom Naturschutzfonds

Bei dem vom Bayerischen Kabinett am gestrigen Dienstag geschlossenen „Pakt zum land- und forstwirtschaftlichen Eigentum“ handelt es sich nach Ansicht von uns Grünen um einen klaren Rechtsbruch. Wir Grüne lehnen Zugriff des Bauernverbandes auf Naturschutzgelder strikt ab!

Bei Eingriffen in den Naturhaushalt, die nicht in angemessener Zeit ausgeglichen werden können, wie beispielsweise die Eingriffe von Sendemasten in das Landschaftsbild, müssen Ersatzzahlungen an den Naturschutzfonds geleistet werden. Mit diesen Ersatzzahlungen finanzieren die Unteren Naturschutzbehörden Naturschutzprojekte vor Ort und setzen damit die Vorgaben des Biotopverbundes und des Arten- und Biotopschutzprogrammes um. Dabei kommt es vor, dass Grundstücke angekauft werden, um diese Naturschutzmaßnahmen umzusetzen. Dieser Landkauf ist dem Bauernverband ein Dorn im Auge. Mit dem Pakt zum land- und forstwirtschaftlichen Eigentum will er nun die Naturschutzgelder in die Taschen der Landwirte umleiten und Blühstreifen finanzieren. Finger weg vom Naturschutzfonds weiterlesen

Für Grundgesetz und Menschenrechte

Die AfD ist derzeit bei uns im Landkreis sehr aktiv. War am Montag noch Björn Höcke in St. Georgen, wurde der morgige Auftritt von Beatrix von Storch in Sondermoning abgesagt – eine erfreuliche Nachricht. Und ein großer Erfolg unserer Zivilgesellschaft! Denn die Vertreter der AfD bringen den Geist von Chemnitz in unsere Heimat mit. Sie bringen Angst, Ausgrenzung und Hetze mit. Damit prägen sie das Gesicht der bayerischen AfD und werden, bei einem entsprechenden Wahlergebnis, Respektlosigkeit und Grenzüberschreitungen in den bayerischen Landtag tragen.

Was mich erschüttert ist die in den Umfragen dokumentierte Zustimmung in der bayerischen Bevölkerung zu dieser Partei, die offen gewaltbereit, offen rassistisch und offen demokratiefeindlich ist. Eine Zustimmung, die sich einerseits über Gewalt empört und gleichzeitig extrem gewaltbereit erscheint. Eine Zustimmung, die eine Demontage des Rechtsstaates und der Menschenrechte in Kauf nimmt. Aber wofür? Als Deutsche wissen wir, wie hässlich das alles enden kann und es ist mir ein Rätsel, wie man sich etwas Derartiges für sich und seine Kinder wünschen kann.

Als GRÜNE Demokratin ist mir klar: unsere Demokratie ist nicht perfekt. Ich streite mich gerne um unterschiedliche politische Ansichten und stelle mich der inhaltlichen Diskussion – mit Respekt, Anstand und immer für eine offene, demokratische, soziale und vielfältige Gesellschaft. Und ich bin froh, dass wir es schaffen, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis Seite an Seite für eine moderne, mitmenschliche und solidarische Gesellschaft einzustehen. Hier zählt jede und jeder Einzelne.

Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe

Theorie und Praxis der neuen Düngeverordnung diskutierte ich auf Einladung des Maschinenrings Aibling-Miesbach-München e.V. v.l.mit Geschäftsführer Klaus Schiller, stellvertr. Vorstand Bartholomäus Heidenthaler, Projektleiter Nährstoffbörse Michael Höhensteiger, stellvertr. Vorstand Bernd Gasteiger. Mit dabei war auch Sebastian Henghuber von der Biomasse AG. (2.v.l.)

zu Besuch bei den Vertretern des Maschinenring Aibling-Miesbach-München e.V.

Wirtschaftlicher Druck steigt durch die Düngeverordnung

Was für regenärmere Gebiete in Bayern wie Unterfranken oder auch Ackerbauern weniger ein Problem ist, treibt konventionelle Grünlandbauern massiv um: Durch die neue Düngeverordnung ist die Menge an organischem Dünger (Gülle, Mist, Gärreste), die auf die Wiesen ausgebracht werden darf, schärfer begrenzt. Das System mit viel-geschnittenen Wiesen mit entsprechender Stickstoffversorgung (über Gülle etc.) und entsprechendem Viehbestand, funktioniert nicht mehr. Nach Angaben der Teilnehmer führt das soweit, dass überschüssige Gülle von Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe weiterlesen

Insektenhotel und Blühstreifen in Aßling

Gisela Sengl MdL; Waltraud Gruber, Aßlinger Gemeinderätin, Kreisrätin und stellvertretende Landrätin B90/ DIE GRÜNEN; Ottilie Eberl, Direktkandidatin für den Bezirkstag Oberbayern

Unterwegs in Aßling zu einer Podiumsdiskussion erstaunte mich ein Insektenhotel, das als eine Art Sichtschutz am Rande eines Rewe-Parkplatzes aufgebaut war.

Und in guter Verbindung damit steht der Blühstreifen, der durch die Mitglieder der Agenda21 angelegt und kenntnisreich gepflegt wird. Dazu die Infotafel.

So funktioniert Umweltbildung auf dem Weg zum täglichen Einkauf. Und wirkt vielleicht bis zur Kasse.

Tour de Grün – Rückblick

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert, und unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt.

Hier ein kleiner Rückblick mit den schönsten Eindrücken: Tour de Grün – Rückblick weiterlesen