Themen

„Als Bäuerinnen und Bauern unterstützen wir das Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! Unsere Felder sind Teil eines Ökosystems. Im Einklang mit der Natur erzeugen wir hochwertige Lebensmittel und bieten unseren vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen Rückzugs- und Lebensräume. Dabei profitieren wir auch von einer intakten Umwelt ohne Gift und mit sauberem Wasser. Die Landwirtschaft der Zukunft ist eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur!“

Paul Knoblach, Bauer und MdL
Gisela Sengl, Bäuerin und MdL
Hans Urban, Bauer und MdL

Zeitungspatenschaft für den Strebergarten Trostberg

Letzte Woche habe ich den Strebergarten Trostberg besucht – eine Nachmittagsbetreuung für Kinder mit besonderem Förderbedarf. Hier bin ich Zeitungspatin vom Trostberger Tagblatt und die Kinder lesen die Zeitung gerne – vor allem natürlich den Sportteil!
Sehr nette Kinder und ein sehr engagiertes Betreuerteam!
Begleitet haben mich Nina Boxhammer und Alfons Knott, der neue Vorstand vom OV Trostberg

Volksbegehren und Landwirtschaft

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft muss umweltverträglich sein. Damit auch in 50 Jahren noch etwas auf unseren Feldern wächst, müssen wir unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Korn- und Mohnblumen, Igel, Distelfink, Feldlerchen, Ackerkamille sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch notwendig für die intakten Ökosysteme auf und in unseren Böden.

Lasst uns das Artensterben stoppen, bevor es zu spät ist. Noch bis zum 13. Februar läuft die Eintragungsfrist zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Bis zum Montag (11.02) haben sich schon 900.000 Menschen eingetragen. Viele Bauern, darunter die Bioverbände, unterstützen das Vorhaben.  Volksbegehren und Landwirtschaft weiterlesen

Stabile Abnahmepreise trotz deutlich mehr Biomilch

Bio lohnt sich – für die Bäuerinnen und Bauern, für den Handel und für die Verbraucherinnen und Verbraucher! Das hat meine Anfrage beim bayerischen Landwirtschaftsministerium ergeben, in der ich die Entwicklung von Menge und Preis bei Biomilch abgefragt habe. Ergebnis: Von Anfang 2016 bis Ende 2018 ist die Liefermenge von Biomilch in Bayern um rund 46 Prozent auf zuletzt 699.000 Tonnen/Jahr gestiegen. Der Abnahmepreis der Molkereien je Liter Biomilch ist trotz des immensen Mengenzuwachses aber annähernd gleichgeblieben (minus 1 %, Anfrage im Anhang).

Die Zahlen zeigen, dass der Biomarkt enorm aufnahmebereit ist und dass der Umstieg von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft auch nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Jetzt müssen die bayerischen Erzeuger bei Radi, Weißwurst und Brezn nachziehen. Das Volksbegehren Artenvielfalt weist hier den Weg: 30 Prozent Biolandwirtschaft bis zum Jahr 2030 ist möglich, weil die Verbraucherinnen und Verbraucher Bioqualität schätzen und auch bereit sind, einen fairen Preis hierfür zu bezahlen.

Eine Million Unterschriften retten die Bienen

Wenn Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber dem Volksbegehren „Artenvielfalt und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen“ den Weitblick abspricht, frage ich mich, wie sie die letzten Jahre nennt, in der die CSU-Staatsregierung taub und blind gegenüber dem leisen Sterben in der Landschaft war. Aktuell wird ja massiv Stimmungsmache gegen das Volksbegehren betrieben: Bauernverband und Landwirtschaftsministerin stellen freiwillige Maßnahmen, die mit Steuergeldern ausgeglichen werden, als ausreichend zur Rettung der Artenvielfalt dar. Aber es lohnt sich, diese freiwilligen Maßnahmen, zu denen auch die Ökologische Landwirtschaft gehört, genauer anzusehen:

Die Antwort der Staatsregierung auf meine parlamentarische Anfrage zeigt, dass allein die ökologische Landwirtschaft zu 90 Prozent dafür sorgt, dass keine chemisch-synthetischen Ackergifte auf den Feldern und Wiesen landen. Ohne Ökolandbau würde es, was die Artenvielfalt anbelangt, also noch düsterer ausschauen.  Das ergab auch erst kürzlich ein Bericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums2. Deshalb ist die Forderung nach mehr ökologischer Landwirtschaft und generell weniger Ackergiften absolut gerechtfertigt – und eben auch notwendig. Eine Million Unterschriften retten die Bienen weiterlesen

„Freiwilligkeit allein reicht nicht mehr“

Bericht zur Infoveranstaltung zum Volksbegehren Artenvielfalt am 24.1.2019 in Marquartstein

Ein volles Haus konnte Peter Lloyd, Ortsvorsitzender der Grünen Marquartstein, zur Diskussionsveranstaltung im Weßner Hof rund um das Volksbegehren „Artenvielfalt“ begrüßen. Landtagsabgeordneten Gisela Sengl stellte in einem Vortrag die wichtigsten Punkte des Volksbegehrens vor: Ziel des Volksbegehrens sei es, Regelungen im bayerischen Naturschutzgesetz zu verankern, die die Artenvielfalt retten. „Vor allem durch die intensive Landwirtschaft sind unsere Arten, allen voran die Insekten, dramatisch bedroht“, so Sengl. „Ohne Insekten kollabieren aber die Ökosysteme.“ Das Volksbegehren sei ein erster Schritt hin zur Rettung der Artenvielfalt.

Im Anschluss an den Vortrag wurde hitzig diskutiert. Die Befürchtung der vielen anwesenden Bauern, die gesetzliche Verankerung des Naturschutzes könne einen Wegfall von Förderungen wie dem KuLAP für sie bedeuten, konnte Sengl entkräften: Selbst wenn die förderrechtliche Grundlage wegfallen würde, was mit Ausnahme des fünf Meter breiten Gewässerrandstreifens nicht der Fall ist, ändere das nichts an den Fördersummen, die für das Kulturlandschaftspogramm und das Vertragsnaturschutzprogramm ja ungeschmälert erhalten blieben und damit weiterhin den Bäuer*innen zu Gute kämen. „Freiwilligkeit allein reicht nicht mehr“ weiterlesen

Ramsauer in Riad: Keine moralische Grenze

Nur vier Monate nach dem saudischen Mord an dem Regimekritiker Jamal Khashoggi fliegt MdB Peter Ramsauer schon wieder für die Wirtschaft nach Saudi-Arabien. Er zeigt damit, dass es für ihn keinerlei moralische Grenze gibt, wenn es ums Geschäftemachen geht. Ich finde das beschämend, nicht nur für die CSU und die Groko, sondern auch für uns als Gesellschaft. Wie andere Staaten sich in dieser Frage verhalten, sollte für uns kein Maßstab sein.

Wir müssen uns vielmehr langsam überlegen, ob wir für das Wirtschaftswachstum tatsächlich alle anderen Werte unserer Gesellschaft opfern wollen, oder ob es auch Werte gibt, die uns wichtiger sind als immerwährende Wohlstandssteigerung. Dass vielen Menschen mittlerweile nicht mehr wohl ist bei der Art und Weise, wie wir mit Natur und Umwelt, aber eben auch Menschenrechten umgehen, hat die Landtagswahl im vergangenen Herbst eindrücklich bewiesen. Ich denke, Herr Ramsauer wäre gut beraten, seine Schlüsse aus dieser Willensbekundung der Bürgerinnen und Bürger zu ziehen.

Neues Tierwohl-Label diskreditiert Bio

Ab April soll es bei den großen Einzelhandelsketten Lidl, Edeka, Aldi und Rewe ein eigenes Tierwohlkennzeichen geben. Die Handelsketten nehmen damit das geplante staatliche Label vorweg, das bei Ministerin Klöckner verhandelt wird. Beiden „Labels“ ist gemein, dass „Bio“ keine eigene Kategorie sein soll, sondern gemeinsam mit der konventionellen „Premium“-Haltung (wo z.B. Schnabelkürzen weiterhin erlaubt ist) in die Stude 4 fällt. Nicht nur, dass die Bio-Landwirtschaft damit diskreditiert wird: auch die Verbraucher werden getäuscht. Beides ist ein Skandal.

Die ganze Kampagne des Bundeslandwirtschaftsministeriums ist ohnehin unglaubwürdig. Eine staatliche Institution – und ein staatliches Label – muss für Klarheit sorgen und nicht für noch mehr Verwirrung. Diese Verwirrung dient am Ende nur den großen Fleischkonzernen. Und die Verbraucher sind wieder mal die  Verlierer!