Aus der Region

Alles Handarbeit

Auf Einladung des Eichstätter Kreisverbands der Grünen besuchte ich kürzlich die Biogärtnerei Schödl in Walting. Hier der Bericht:

Der ehemalige Maschinenbauingenieur Klaus Schödl beschloss vor vier Jahren, sein Hobby zum Beruf zu machen und bewirtschaftet seitdem angrenzend an das idyllisch bewachsene Wohnhaus der Familie, die auch Laufgänse und Hühner hält, zusammen mit seiner Frau einen biologischen Gemüsegarten. Hier baut die Familie Salate, Kohlrabi, Erbsen, Bohnen, gelbe Rüben, Mangold, Paprika, Auberginen, Tomaten, Kartoffeln, Sellerie, Wirsing sowie Weiß- und Blaukraut an. Geerntet wird von Mai bis in den Oktober.

Dies ist auch die Zeit, in der die meiste Arbeit auf dem Biohof anfällt. Denn hier ist alles Handarbeit. Als ökologisch wirtschaftender Betrieb verzichten die Schödls auf jede Form von Pestiziden, Herbiziden und Mineraldünger. Ihre Pflanzen ziehen sie aus biologischem Saatgut selbst. Hybridsorten oder genveränderte Sorten gibt es hier nicht. Gedüngt wird mit Pferde- und Hühnermist; eine fünfjährige Fruchtfolge und Gründüngung unterstützen den Boden und halten ihn fruchtbar. Mehrere Bienenvölker im Gemüsegarten kümmern sich um die Bestäubung. Anlässlich des Besuchs der grünen Landtagsabgeordneten öffnete die Familie Schödl ihren Garten für einen geführten Rundgang. Über 30 Interessierte nahmen das Angebot wahr. Alles Handarbeit weiterlesen

Ein Ernährungsrat für den Landkreis Traunstein

Das erste Treffen eines Ernährungsrates für den Landkreis Traunstein am Freitagabend war ein voller Erfolg. Etwa 40 Interessierte kamen auf Einladung von Bund Naturschutz, slowfood und uns Grünen in den Sailerkeller. Gemeinsam mit meinen Mitstreiterinnen Beate Rutkowski (BN) und Helga Geistanger (slowfood) setze ich mich dafür ein, dass Traunstein nach dem Vorbild anderer Landkreise (vor allem Fürstenfeldbruck) ebenfalls  einen Ernährungsrat erhält, der sich für eine nachhaltige, gerechte und ökologische Lebensmittelversorgung der Region einsetzt. Durch die Zusammenarbeit von Verbrauchern und Vertretern aus Landwirtschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft soll eine lokale Ernährungspolitik entstehen.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde, in der jeder Ideen oder Vorschläge vorbringen konnte, kam eine große Sammlung an Gedanken zusammen. Diese reichen von einer hochwertigeren und günstigeren Schulverpflegung zu Besuchen bei Bauernhöfen und der konkreten Unterstützung regionaler und biologischer Lebensmittelproduktion. Das nächste Treffen ist nach der Sommerpause geplant.

CSU riskiert für die Landtagswahl den Zusammenhalt der Gesellschaft

Mit ihrem unsäglichen Vorschlag, Flüchtlinge an den Grenzen abzuweisen, setzt die CSU wissentlich viel aufs Spiel: nicht nur die Einheit mit der CDU, sondern auch die Stabilität und das gute Zusammenleben in Deutschland und die Solidarität in der Europäischen Union. Landrat Siegried Walch trägt mit seinen Aussagen im Interview in der Bildzeitung nur weiter dazu bei, den rechten Rand zu bedienen. Dabei versäumt er es als Landrat selbst, die möglichen Ermessensspielräume, die den Ausländerbehörden zustehen, für eine gelingende Integration im Landkreis anzuwenden. Andere Landräte machen das erfolgreich anders. Dass viele Geflüchtete bei uns im Landkreis dennoch gut integriert sind, ist vor allem dem unermüdlichen Engagement vieler haupt- und ehrenamtlich arbeitender Menschen zu verdanken. CSU riskiert für die Landtagswahl den Zusammenhalt der Gesellschaft weiterlesen

Taktlücken schließen – Bayern-Takt bayernweit umsetzen!

Die Grundphilosophie der Bayerischen Eisenbahngesellschaft ist der sogenannte Bayern-Takt: In ganz Bayern, auch im ländlichen Raum, soll den Fahrgästen demnach von frühmorgens bis spätabends, auch am Wochenende, mindestens ein Stundentakt zur Verfügung stehen. Der Bayern-Takt weist aber Lücken auf, die mit wenig Mehraufwand geschlossen werden könnten – zum Wohle der Menschen in den ländlichen Regionen!

15 Eisenbahnstrecken in Bayern werden montags bis freitags nur zweistündlich bedient – das geht aus der Antwort auf eine Schriftliche Anfrage der Grünen hervor. Auf der Strecke Mühldorf – Salzburg endet der Stundentakt schon gegen 18.00 Uhr; auf der Strecke Garching – Trostberg fährt nicht einmal zweistündlich ein Zug. Taktlücken schließen – Bayern-Takt bayernweit umsetzen! weiterlesen

6+2-Ausbauvariante der A8 unnötig

Dass der von der CSU immer noch angestrebte 6+2-Ausbau auf mindestens 36 Metern verschwenderisch und schlicht unnötig ist,  sieht auch der Bundesrechnungshof so, der feststellt, dass die Kosten dieser Variante den Nutzen übersteigen. Die 4+2-Ausbauvariante auf 28 Metern Breite von Rosenheim bis zum Walserberg, mit 120 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung (auch aus Lärmschutzgründen) und mit optimalem Lärmschutz für die lärmgeplagten Anwohner, ist nicht nur kosten- und flächensparend, sondern auch tatsächlich ausreichend. Verantwortungslos ist aus meiner Sicht also, wer ungebremst mit Beton und Bagger auf die Landschaft losgeht. Die Voll-Ausbau-Befürworter der CSU sollten sich an der neu verordneten Demut ihrer Partei orientieren und endlich zugeben, dass 4+2 die beste Lösung ist.

Langzeitwirkungen von PFOA bei Kleinkindern untersuchen!

Grüner Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag

Seitdem bekannt ist, dass viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altötting hohe Werte des gesundheitsgefährdenden Chemikalie Perfluoroktansäure (PFOA) in ihrem Blut haben, bieten die Behörden Bluttests an. Allerdings sind Kinder unter 7 Jahren bisher davon ausgenommen. Diese Trägheit der Behörden ist, ebenso wie die bisherige Ignoranz der zuständigen Kreispolitik, ein Skandal! Wenn wir schon wissen, dass das Blut von Kleinkindern stärker mit PFOA belastet ist als das Blut der Mütter, sollten gerade bei dieser Altersgruppe die Langzeitwirkungen von PFOA dringend untersucht werden. Hier ist dringender Forschungsbedarf vorhanden, um negativen Langzeitwirkungen oder Spätfolgen wirksam begegnen zu können. Langzeitwirkungen von PFOA bei Kleinkindern untersuchen! weiterlesen

Kein weiterer Flächenfraß durch Chieminger Ortsumfahrung!

Grüne und Bauern auf einem Nenner – das freut mich sehr! Was wir Grüne schon lange fordern, greifen jetzt die Bäuerinnen und Bauern auf und wollen keine Flächen für die Chieminger Ortsumfahrung zur Verfügung stellen. Es kann nicht sein, dass immer mehr landwirtschaftlich wertvolle Fläche kaputt gemacht wird! Das fordert auch unser Grünes Volksbegehren „Flächenfraß stoppen – Betonflut eindämmen“, denn so wie bisher kann es einfach nicht weitergehen.

Klar ist aber auch, dass die Anwohner in Chieming entlastet werden müssen. Der Schwerlastverkehr muss raus aus dem Ort! Mit ein Grund für den Bau der Nordostumfahrung Traunstein war explizit die Entlastung von Chieming und Sondermoning, doch davon ist leider noch nichts zu spüren! Diese Kapazitäten müssen besser genutzt werden, und dafür braucht es ein kluges Verkehrsumleitungssystem, und keine neuen teuren Umgehungsstraßen!

Babys und Kinder von PFOA besonders betroffen?

Kein Ende in Sicht beim PFOA-Skandal in Altötting! Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, zeigen Studien, dass Babys durch Muttermilch viel mehr der giftigen Chemikalie PFOA aufnehmen könnten als bisher angenommen. Sogar ein Kinderarzt vor Ort hält eine genaue Beobachtung der Situation bei Babys und Kleinkindern im Landkreis für ratsam.

Es ist mir völlig unverständlich, dass das Landesamt für Gesundheit hier keinen Handlungsbedarf sieht! Babys und Kinder von PFOA besonders betroffen? weiterlesen

Rede zum Ostermarsch

Trotz schlechtem Wetter kamen wieder viele zum alljährlichen Ostermarsch nach Traunstein! Hier meine Rede:

„Kinder schreiben auf Wunschkarten und in Freundschaftsalben unter dem Punkt „Was wünscht du dir und deiner Familie und deinen Freunden am allermeisten“ ganz oft „Frieden“ hinein. Bei Interviews über ihre Wünsche für das Neue Jahr, geben ganz viele Menschen, neben Gesundheit, an: sie wünschen sich mehr Frieden auf der Welt.

Der Wunsch nach Frieden ist also riesengroß und ein echtes Grundbedürfnis des Menschen, trotzdem scheint es so, als würden die Konflikte weltweit nicht abnehmen, sondern eher zunehmen.
Wir in Europa leben wie auf einer Insel der Glückseligen. Wir leben in Frieden. Aber wir sind trotzdem mit dafür verantwortlich, dass andere Länder Kriege führen – vor allem durch unsere Rüstungsexporte.

Aber genauso schlimm: wir sind auch dafür mit verantwortlich, dass Konflikte und Kriege nicht beendet werden und dass Friedensverhandlungen nicht gelingen. Der deutsche Einsatz für die UN-Resolution 1325 „Frauen – Frieden – Sicherheit“, zu deren Umsetzung wir verpflichtet sind, ist gleich Null. Rede zum Ostermarsch weiterlesen

Weltwassertag: Sauberes Wasser, auch für die nachfolgenden Generationen!

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel. Seit 2006 weiß man im Landkreis Altötting durch die Belastung mit Perfluoroctansäure (PFOA) aus dem Chemiepark Gendorf, und neuerdings auch über den Ersatzstoffe ADONA.

Der Skandal mit der Chemikalie PFOA im Trinkwasser in Altötting – das Bayerische Rote Kreuz verweigert zurzeit sogar die Annahme von Blutspenden aus der Region, weil diese verunreinigt sein könnten – ist nun nur der Auslöser für die Gründung der „Bürgerinitiative Netzwerk Trinkwasser“ im Landkreis Altötting, die am morgigen Donnerstag ihre Gründungsversammlung abhält.

Unser Ziel ist: Sauberes Trinkwasser für uns und nachfolgenden Generationen. Die Versorgung mit Wasser ist ein Grundrecht für alle Menschen! Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altötting fordern zu Recht, dass sich in Bezug auf Grund- und Trinkwasserschutz einiges ändern muss. Aber auch das Landratsamt muss seiner Fürsorgepflicht der Bürgerinnen und Bürgern nachkommen, auch wenn sich die Verschmutzung durch PFOA in einer rechtlichen Grauzone befindet.

Aber auch über PFOA hinaus gibt es aber allen Anlass zur Sorge um unser Trinkwasser: Die Trinkwasserversorger schlagen schon lange Alarm, weil sie immer höhere Nitratwerte und Pestizidbelastungen im Grundwasser vorfinden. Einer der Hauptverursacher sei die industrielle Landwirtschaft. Um die Grundwasserbelastung wirklich zu reduzieren, muss hier etwas passieren – und zwar jetzt!

Die Bayerischen Landtagsgrünen fordern derzeit ein Untersuchungsprogramm zu PFOA in Lebensmitteln, um herauszufinden, ob es noch weiteres Gefährdungspotenzial gibt. Hier geht’s zum Grünen Antrag.