Archiv der Kategorie: Aus der Region

Volles Haus beim Bürgerstammtisch in Inzell

Gemeinsam mit dem Grünen Ortsverband Inzell hatte ich kürzlich zum Bürgerstammtisch ins Restaurant Zeitlos in Inzell eingeladen – und so viele Bürgerinnen und Bürger kamen, dass einige mit einem Stehplatz vorlieb nehmen mussten. Hier der Bericht:

Nach einer kurzen Begrüßung durch Markus Ried, der die Inzeller Liste anführt, und Thomas Putschbach, dem Sprecher des Grünen Ortsverbands, stellten sich die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten vor. Im Anschluss sprach die Landratskandidatin Gisela Sengl, die derzeit Landtagsabgeordnete ist und zusammen mit ihrem Mann einen Biobetrieb mit Hofladen in Sondermoning betreibt, über die wichtigsten Themen für die Kommunalwahl. Dazu gehören für sie beispielsweise die Stärkung der heimischen Wirtschaft und der Handwerksberufe sowie die Wertschätzung qualitativ hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse. „Durch regionale Wertschöpfung können wir das Klima schützen und unsere heimischen Betriebe, vom Landwirt bis zum Handwerk, stärken“, so Sengl. Regionaler Einkauf und die Beauftragung einheimischer Betriebe halte die Wertschöpfung in der Region. Dass im Klinikverbund nicht mehr für die Patienten gekocht, sondern das Essen aus 600 km Entfernung quer durch Deutschland durch einen Caterer angeliefert und vor Ort nur aufgewärmt wird, Volles Haus beim Bürgerstammtisch in Inzell weiterlesen

Miteinander reden statt übereinander

„Bauer unser“: Zu unserer Filmvorführung war der Saal „Beim John“ in Obing gut gefüllt. Die Dokumentation von Regisseur Robert Schabus zeigt gleichermaßen ungeschönt wie unaufgeregt, wie es auf landwirtschaftlichen Betrieben zugeht. Doch so vielfältig die im Film vorgestellten Betriebe sind, so einhellig der Tenor: So kann und wird es nicht weitergehen. Das Mantra der Industrie – schneller, billiger, mehr – wird von allen Beteiligten in Frage gestellt. Im Film wird deutlich, wie Landwirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Macht der Lebensmittelindustrie kapitulieren. Ein Grundübel ist die zunehmende Spezialisierung im Zuge der „Wachse oder weiche“ Ideologie und die für die Bauern ruinöse Orientierung am Weltmarkt. Im Film zeigen ein großer Gemüsebauer und Mutterkuhhalter mit vielen Angestellten und ein kleiner, sehr vielseitiger Familienbetrieb, dass es auch anders geht.

Die anschließende Diskussion war sehr lebendig und mit viel Anklage an die verantwortliche Politik verbunden. Düngeverordnung, Lebensmittelverschwendung, die Preispolitik der Discounter und Supermärkte, mangelnde Wertschätzung für die Berufe in der Lebensmittelbranche wurden vom Publikum thematisiert. Ich habe versucht, die Ziele der Grünen Landwirtschaftspolitik zu vermitteln und ging auf alle Probleme und Fragen ausführlich ein. Am Ende war man sich einig: Akteure leiden aus verschiedensten Gründen unter der augenblicklichen Situation. Es besteht also großer Handlungsbedarf. Aber an diesem Abend wurde ein Anfang gemacht.

Klare Kante gegen Rechtsradikalismus

Die gestrigen Ereignisse in Hanau haben es wieder gezeigt: Rechtsterrorismus ist ein riesiges Problem bei uns. Nur 48 Stunden zuvor war genau dies das Thema beim Grünen Abend in Hörpolding mit unserer bayerischen Fraktionsvorsitzenden Katharina Schulze. Denn leider zeichnet sich schon länger ab, dass die rechte Szene stärker wird und vor nichts zurückschreckt.  Mich erschüttert sehr, dass die Ereignisse in Hanau nun genau das wiederspiegeln. Wir müssen unsere Demokratie schützen – und dem wachsenden Rechtsradikalismus mit allen Möglichkeiten entgegenwirken

Hier der Link zum Artikel „Klare Kante gegen Rechtsradikalismus“

Zusammen erobern wir die bayerischen Kommunalparlamente!

Eine Aktion für Grüne Frauen, die Kandidatinnen für die Kommunalwahlen im Landkreis Traunstein und Rosenheim sind! Mit mehr als doppelt so vielen Teilnehmerinnen als erwartet waren wir gemeinsam auf der Fraueninsel. Mit Input von Jolana Dandl über Social Media und Johanna Mathäser über Frauen in Führungspositionen und mit Kaffee und Butterbrezen dazu war der Vormittag ein voller Erfolg! Sich gegenseitig unterstützen und vernetzen das ist das Wichtigste.

Zusammen erobern wir die bayerischen Kommunalparlamente!

#FrauenWählenFrauen !

Spannring: Regionale Wertschöpfung und aktiver Klimaschutz

Kürzlich war ich in Inzell bei der Firma Spannring Holz und Bau. Sägewerk und Zimmerei unter einem Firmendach – das gibt es nicht mehr oft. Für die Firma Spannring ist aber gerade das ein großer Vorteil und das Besondere an ihrem Betriebskonzept. Ganz oben steht bei Spannring nämlich die Qualität und die regionale Wertschöpfung! Deshalb werden die Hölzer direkt aus der Region von unseren Waldbauern und von den Bayerischen Staatsforsten bezogen und verarbeitet; wenn das nicht möglich ist, kommt das Holz aus zertifiziertem Anbau aus Deutschland und Österreich.

An diesem Beispiel zeigt sich deutlich: wenn Erzeuger (Waldbauern), Verarbeiter (Sägewerk und Zimmerei) und Verbraucher bzw. Käufer gut zusammenarbeiten und regionale Qualität wertschätzen, ist das ein aktiver Beitrag zu einer stabilen regionalen Wirtschaft und zum Klimaschutz!

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Wider die Entfremdung – durch respektvollen Umgang

Zur der Vorstellung derGemeinderats-Kandidat*innen im Waginger Ortsteil Otting kamen auch viele Bauern aus dem Landkreis, die über ihre Sorgen und Nöte berichteten. Ich habe großes Verständnis für den Unmut über die schwierige Situation, in die sie durch jahrelang verfehlte Politik von Regierung und Bauernverband gebracht wurden. Und ich freue mich sehr darüber, dass sie den Dialog mit uns Grünen suchen. Ich sehe es als eine der wichtigsten Aufgaben für die Politik, den teilweise sehr rauen Ton zwischen Landwirt*innen und Verbraucher*innen wieder zu entschärfen und die Entfremdung zu überwinden. Unsere Gesellschaft ist auf gutes soziales Miteinander angewiesen! Wir müssen  alle wieder ehrlicher, respektvoller und verträglicher miteinander umgehen und gemeinsam an einem Strang ziehen, damit uns die anstehenden Veränderungen nicht überrollen.

„Insieme“: Chor der Lebenshilfe zu Besuch im Landtag

Gestern war der Chor „Insieme“ der Lebenshilfe Traunstein bei mir im Bayerischen Landtag zu Gast – und brachte mit zwei Gesangseinlagen großartige Stimmung in das Ehrwürdige Haus!

Danach diskutierten wir über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen. Besonders die massive Lebensmittelverschwendung lag den Besucher*innen am Herzen. Außerdem forderten sie bessere Mobilität am Land, besonders für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung . Wichtig finde ich auch die Forderung, dass die Gesellschaft, insbesondere Schülerinnen und Schüler, besser über das Down Syndrom informiert werden sollen.

Vielen Dank für euren Besuch im Landtag!

Gutes Essen in der Klinik – Best practice Salzburg

Fürs Gesundwerden in der Klinik braucht es nicht nur gute medizinische Versorgung, sondern auch gutes Essen. Das Salzburger Landeskrankenhaus, das ich kürzlich besucht habe, zeigt, wie das gehen kann. Hier stammen viele Lebensmittel aus regionalem und Bioanbau; beim Fleisch liegt der Bio-Anteil sogar bei 60%! Österreich ist hier einfach sehr gut aufgestellt – aber dieser Weg wäre auch bei uns eine Riesenchance für die bayerischen landwirtschaftlichen Betriebe.

Was mich besonders beeindruckt hat: das Landeskrankenhaus Salzburg bietet richtig hochqualifizierte Arbeitsplätze in seiner Küche – wenn man nicht nur Tüten aufschneiden darf, macht das Arbeiten in der Küche richtig Spaß. Beeindruckend, wie gut die Atmosphäre in dieser riesigen Küche ist. Sogar der Leberkäs wird hier selbst gemacht!

Danone-Schließung: Chance für regionale Genossenschaft

Die angekündigte Schließung des Danone-Standorts ist natürlich ein Schreckensszenario für 300 Milchviehhalterinnen und -halter im Großraum Rosenheim. Die Betriebe und die Politik müssen gemeinsam eine Möglichkeit suchen, den Standort zu erhalten. Denn wenn man Regionalität ernst nimmt, ist klar: Wir brauchen auch regionale Verarbeitungsstandorte für unsere regional erzeugten Produkte.

Die CSU/FW-Regierung könnte jetzt ihr ernsthaftes Interesse an der Förderung regionaler Lebensmittel beweisen. Hierfür brauchen wir eine funktionierende regionale Wertschöpfungskette von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zur Vermarktung.
Gleichzeitig sehe ich auch den Landkreis in der Pflicht, tätig zu werden und die Milchviehbetriebe politisch zu begleiten und zu unterstützen.

Ich sehe die realistische Möglichkeit, eine eigene Genossenschaft zu gründen und eine starke Regionalmarke zu schaffen. Falls der Standort renovierungsbedürftig ist, könnte Rosenheim eventuell staatliche Fördermittel erhalten. Das sollten wir als verantwortliche Politikerinnen und Politiker aus der Region anstreben und unsere Milchbauern ermutigen, selbst aktiv zu werden. Denn sie haben ein tolles Produkt, das viel mehr Wertschätzung verdient, als es in der Massenverarbeitung erfährt!

Frauen auf dem Land – gestern und heute

Ein starkes, mutiges Mädchen wehrt sich gegen die damals gültigen Konventionen und die Bevormundung durch den prügelnden Vater: als einen der Schlüsseltexte zur Frauenemanzipation lässt sich durchaus „Die Geier-Wally“, ein Roman von Wilhelmine von Hillern aus dem Jahr 1873, verstehen. Die Landratskandidatin Gisela Sengl (MdL) griff den Text auf für ihr Wahlkampfformat „Frauen auf dem Land – gestern und heute“, wobei zum ersten Mal eine Veranstaltung der Traunreuter GRÜNEN im Saal des „Café The Rock“ stattfand, wo sich früher ein Kaufhaus und davor ein Kino befand.

In seiner Begrüßung wies Ortssprecher Peter Noss zunächst auf den besonderen, historischen Moment des 40. Geburtstages der GRÜNEN hin, der zu Stolz, Selbstvertrauen, aber auch zu großer Verantwortung jetzt und in der Zukunft Anlass gebe. Er freue sich, dass er mit Gisela Sengl eine kompetente, engagierte Politikerin im Rahmen ihres Landrätinnen-Wahlkampf begrüßen könne.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Zitherspielerin Dr. Gertrud Huber, die mit souveräner Variationsbreite verschiedene Stücke von traditioneller Volksmusik über Blues bis zu Swing Jazz spielte. Die Schauspielerin Erika Schalper aus Starnberg konnte für die Lesung aus dem Roman gewonnen werden. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten im Leben der Anna Stainer-Knittel; sie schildert im vorgetragenen Ausschnitt einen heftigen, dramatischen Streit zwischen Vater und Tochter, die sich nicht ihrem Schicksal nach einer vom Vater bestimmten Heirat ergeben wollte und daraufhin verstoßen wurde.

Dies war der Anknüpfungspunkt für die Landratskandidatin Gisela Sengl, um die Entwicklung der Frauenemanzipation bis heute zu beschreiben. Vieles ist für die Frauen heute leichter, der Weg war manchmal steinig und mit Kämpfen im Kleinen und Großen verbunden. „Auch wenn das Leben der Frauen heute besser ist als vor 50 Jahren, gibt es noch so manches zu tun“, so Sengl. Gerade in Führungspositionen seien Frauen krass unterrepräsentiert, was die, von den Grünen lange geforderte Quotenregelung notwendig mache.

In der anschließenden, teils kontroversen Diskussion mit dem Publikum ging es um das Leben der Bäuerinnen heute, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um die schwierige Situation der Alleinerziehenden, um die negativen Nebenwirkungen des Ehegattensplittings und um die Schwierigkeit, Arbeit und „Leben“ ausgeglichen zu gestalten. Aber auch die veränderte Streit- und Gesprächskultur wurde ausführlich diskutiert.
Nach zwei Stunden lebhafter Aussprache bedankte sich Gisela Sengl bei allen Beteiligten für die Gestaltung des Abends und für die offenen Worte in der Diskussion. Dann ging die Veranstaltung mit einem berührend harmonischen Zitherstück von Frau Dr. Gertrud Huber zu Ende.