Aus der Region

Landfrauen im Gespräch

Mit den Landfrauen gab es in Inzell einen lebhaften Meinungsaustausch zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung. Große Einigkeit herrschte über die Frage, Ernährung als Schulfach in allen Schularten einzuführen. Auch ein verpflichtender Bauernhoferlebnistag ähnlich dem Walderlebnistag fand großen Anklang . Weitere heiß diskutierte Themen waren die Düngeverordnung, Ferkelkastration und der Milchpreis.
Mein Fazit: solche Gespräche sind wichtig und man müßte sie öfters machen, nicht nur zu Wahlkampfzeiten!

Auf der Bäckeralm mit der AbL

Auf Einladung der AbL (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft) war ich bei der Almbegehung auf die Bäckeralm am Teisenberg mit dabei. Dank der mäßigen Gehzeit (gut eine Stunde) und Steigung blieb genug Zeit für gute Weg-Gespräche. Natürlich ging es hauptsächlich um den Erhalt der bäuerlichen Strukturen in Bayern und die Frage, wie die EU-Fördergelder in Zukunft eingesetzt werden sollen, um dem Strukturwandel und den Umweltproblemen entgegenzusteuern.
Und die Brotzeit zum Abschluss war regional und selbstgemacht! Vielen Dank an Rita Huber und Georg Planthaler und alle anderen AbL-er für den gelungenen Tag.

Für Grundgesetz und Menschenrechte

Die AfD ist derzeit bei uns im Landkreis sehr aktiv. War am Montag noch Björn Höcke in St. Georgen, wurde der morgige Auftritt von Beatrix von Storch in Sondermoning abgesagt – eine erfreuliche Nachricht. Und ein großer Erfolg unserer Zivilgesellschaft! Denn die Vertreter der AfD bringen den Geist von Chemnitz in unsere Heimat mit. Sie bringen Angst, Ausgrenzung und Hetze mit. Damit prägen sie das Gesicht der bayerischen AfD und werden, bei einem entsprechenden Wahlergebnis, Respektlosigkeit und Grenzüberschreitungen in den bayerischen Landtag tragen.

Was mich erschüttert ist die in den Umfragen dokumentierte Zustimmung in der bayerischen Bevölkerung zu dieser Partei, die offen gewaltbereit, offen rassistisch und offen demokratiefeindlich ist. Eine Zustimmung, die sich einerseits über Gewalt empört und gleichzeitig extrem gewaltbereit erscheint. Eine Zustimmung, die eine Demontage des Rechtsstaates und der Menschenrechte in Kauf nimmt. Aber wofür? Als Deutsche wissen wir, wie hässlich das alles enden kann und es ist mir ein Rätsel, wie man sich etwas Derartiges für sich und seine Kinder wünschen kann.

Als GRÜNE Demokratin ist mir klar: unsere Demokratie ist nicht perfekt. Ich streite mich gerne um unterschiedliche politische Ansichten und stelle mich der inhaltlichen Diskussion – mit Respekt, Anstand und immer für eine offene, demokratische, soziale und vielfältige Gesellschaft. Und ich bin froh, dass wir es schaffen, in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis Seite an Seite für eine moderne, mitmenschliche und solidarische Gesellschaft einzustehen. Hier zählt jede und jeder Einzelne.

Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe

Theorie und Praxis der neuen Düngeverordnung diskutierte ich auf Einladung des Maschinenrings Aibling-Miesbach-München e.V. v.l.mit Geschäftsführer Klaus Schiller, stellvertr. Vorstand Bartholomäus Heidenthaler, Projektleiter Nährstoffbörse Michael Höhensteiger, stellvertr. Vorstand Bernd Gasteiger. Mit dabei war auch Sebastian Henghuber von der Biomasse AG. (2.v.l.)

zu Besuch bei den Vertretern des Maschinenring Aibling-Miesbach-München e.V.

Wirtschaftlicher Druck steigt durch die Düngeverordnung

Was für regenärmere Gebiete in Bayern wie Unterfranken oder auch Ackerbauern weniger ein Problem ist, treibt konventionelle Grünlandbauern massiv um: Durch die neue Düngeverordnung ist die Menge an organischem Dünger (Gülle, Mist, Gärreste), die auf die Wiesen ausgebracht werden darf, schärfer begrenzt. Das System mit viel-geschnittenen Wiesen mit entsprechender Stickstoffversorgung (über Gülle etc.) und entsprechendem Viehbestand, funktioniert nicht mehr. Nach Angaben der Teilnehmer führt das soweit, dass überschüssige Gülle von Fachlich und Sachlich – Diskussion zur neuen Düngeverordnung – Auswirkungen auf Grünland- und Biogasbetriebe weiterlesen

Tour de Grün – Rückblick

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert, und unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt.

Hier ein kleiner Rückblick mit den schönsten Eindrücken: Tour de Grün – Rückblick weiterlesen

Tour de Grün – das war’s!

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich glaube, in den zwei heißesten Wochen des Jahres! Dafür war nur ein Regentag dabei und über den haben wir uns und vor allem auch alle landwirtschaftlichen Betriebe dann sehr gefreut.

In den 12 Tourtagen sind wir etwa 350 Kilometer geradelt, und haben viele Höhenmeter überwunden – die extremste Steigung war bestimmt der Bichlpass kurz vor Surberg; die schönste Abfahrt von Frabertsham nach Obing. Siebenmal habe ich an den jeweiligen Abendzielorten übernachtet, und ich habe zwei Seen kennen gelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt: der Zellersee zwischen Marquartstein und Schleching, und der Weitsee bei Schnaitsee.

Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert.

— Hier gibt es einen ausführlichen Tour-Rückblick und viele, schöne Impressionen —

Und ich habe unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt. Es ist einfach wunderschön bei uns, und es wohnen so viele besondere und engagierte Menschen bei uns, egal ob weltbekannte Künstler wie Andreas Kuhnlein in Unterwössen, eingewanderte Kaffeehausbetreiberinnen wie Vickie in Vickie’s Chat&Chill in Trostberg, oder die Ehrenamtlichen, die für den Landkreis prägende kulturhistorische Stätten betreuen, wie das Moor- und Torfmuseum, den Hilgerhof und das Römermuseum.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Bürgermeistern, die sich Zeit genommen haben, mir ihre Gemeinde vorzustellen. Wir konnten sehr offen über die wichtigen Themen unserer Zeit diskutieren, wie vernünftige Flächennutzung, mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft, Erhalt eines lebendingen Dorfgemeinschaft und vieles mehr.

Und natürlich ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die mit mir geradelt sind! Sei es eine kurze Etappe oder sogar mehrere Tage hintereinander – nur durch eure Begleitung hat das Ganze so viel Spaß gemacht! Beim gemütlichen Nebeneinander Radeln oder während der Biergarten-Stopps (und bei uns gibt es sehr viele sehr schöne Biergärten!) war auch Zeit, verschiedene Themen mal etwas ausführlicher zu besprechen und zu diskutieren.

Tausend Dank aber auch an mein Wahlkampfteam, die alles akribisch geplant haben, immer mit dabei waren und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. DANKE!!!

Obwohl ich auch sonst viel mit dem Rad unterwegs bin, war diese Zeit auch eine sportliche Herausforderung. Aber mit jedem Tag habe ich mich wohler gefühlt und fühle mich jetzt fit wie selten zuvor. Genau die richtige Voraussetzung für einen guten Wahlkampf im Spätsommer und Herbst!

 

Bio-Verpflegung hilft Kindern beim Gesundwerden

Vor zehn Jahren wurde im Landshuter Kinderkrankenhaus die Umstellung auf 100% Bio-Essen beschlossen. Wie wir nun erfahren haben, gibt es nun eine komplette Kehrtwende zu 100% konventionell. Das ist mir völlig unverständlich, denn die Umstellung auf Bioprodukte war damals ein Bekenntnis zu gesunder Ernährung der kleinen Patientinnen und Patienten. Auch damals war schon klar, dass der Wareneinkauf teurer wird, aber das war es allen in der Vergangenheit auch wert.

Zehn Jahre lief das Konzept gut, das Kinderkrankenhaus St. Marien war mit seiner Bio-Verpflegung ein Vorzeigeprojekt in der Biostadt Landshut. Dass man jetzt aus Kostengründen komplett auf konventionelle Waren zurückgreift, ist ein herber Schlag, der die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Bio komplett ignoriert.

Gerade für einen kirchlichen Träger passte das Gesamtkonzept in die Enzyklika, umso weniger verständlich ist, dass plötzlich ausschließlich betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen. Damit bleibt das Bekenntnis zum Erhalt der Lebensgrundlagen nur eine Worthülse.

Wir Landtagsgrüne fordern deshalb die Klinikleitung auf, bei 100% Bio zu bleiben, denn biologische Landwirtschaft ist in jeder Hinsicht gesundheitsförderlich und ohne eine gesunde Ernährung gibt es keine Gesundheit!

Erfolgreicher Familienbetrieb

Ein guter Familienzusammenhalt, eine geregelte Hof-Nachfolge und die verschiedenen Standbeine vom Brennholz über Rindermast und Ferien auf dem Bauernhof  – das alles sichert den Erfolg des vollbewirtschafteten Hofs der Familie Mayer in Pullach/Seebruck, den ich kürzlich besucht habe. Intensive Landwirtschaft und extensive Kulturlandschaftspflege werden durch die Nutzung des Schnittguts der Streuwiesen in Beziehung gesetzt. So sichert die – durchaus arbeitsreiche –  Pflege und Nutzung durch die Landwirtschaft die für den Tourismus existenziell wichtige Kulturlandschaft.
Und das genau ist es, was wir Grünen zum Thema EU-Fördergelder für die Landwirtschaft fordern: Die Kulturlandschaft ist ein öffentliches Gut. Sie muss gepflegt und genutzt werden, was für die meisten Betriebe einen Mehraufwand bedeutet. Deshalb braucht dieser Mehraufwand den Ausgleich durch Fördergelder.

PFOA: Landratsamt und LGL haben Fürsorgepflicht verletzt

Endlich liegen die Ergebnisse der Blutuntersuchung an fast 1000 Freiwilligen aus dem Landkreis Altötting vor – und jetzt ist es amtlich: die PFOA-Werte der Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden liegen teilweise drastisch über Vergleichswerten aus anderen Landkreisen. Besonders hohe Werte liegen dort vor, wo die Menschen Trinkwasser getrunken haben. Seit 10 Jahren wussten die Behörden von der Belastung des Trinkwassers – und trotzdem wurde keine Warnung vor dem Konsum des Trinkwassers ausgesprochen, zumindest dort, wo noch keine Aktivkohlefilter eingesetzt wurden. Man hat die Bevölkerung in dem guten Glauben gelassen, sie könnten weiterhin bedenkenlos Trinkwasser trinken. Damit hat der Staat in Form von Landesamt für Gesundheit (LGL) und Landratsamt seine Fürsorgepflicht massiv verletzt – und das ist ein Skandal!