Fleisch ist billiger als Gemüse: LVFZ Achselschwang verlangt Aufpreis für vegetarische Gerichte

Vegetarier bezahlen 3,- Euro mehr pro Mahlzeit – das gilt zumindest am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Achselschwang der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL). Dies ergab meine Anfrage beim Landwirtschaftsministerium.
Eine fleischlose Kost höherpreisiger als ein Fleischgericht anzusetzen, widerspricht meinem Verständnis einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Landwirtschaft und zeugt überdies von einer fragwürdigen Ernährungspädagogik!

Es gibt mittlerweile hinreichend viele Belege, dass der Fleischkonsum in unserer Gesellschaft zu hoch ist. Mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten schonen wir Ressourcen und Klima und tun etwas für unsere Gesundheit und unseren Genuss. Eine pflanzenbetonte Mischkost trägt außerdem zur Sicherung der Welternährung bei, indem die Ackerflächen ohne Transformationsverluste für die Menschen zur Verfügung stehen.
Ich sehe hier deshalb ein falsch gesetztes Signal an den landwirtschaftlichen Nachwuchs.

Das sieht wohl auch die Staatsregierung so, denn sie reagierte prompt: das LFVZ Achselschwang soll aufgefordert werden, eine Umstellung des Speiseplans einzuleiten und über eine Mischkalkulation zu einer einheitlichen Preisgestaltung zu kommen.

Hier gibt es Anfrage und Antwort.

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