Die „Wiege der Regionalvermarktung“

Zweiter Stopp der Agrartour in Mittelfranken: mit meinem Kollegen Martin Stümpfig informierte ich mich über regionale Produkte und Besonderheiten in Feuchtwangen und Umgebung.

Eine wichtige regionale Spezialität sind die Karpfen: Heiner Sindel, 1. Vorsitzender des Vereins „Artenreiches Land – lebenswerte Stadt“ informierte uns beim Karpfenessen über die fränkische Fischerei und Teichwirtschaft.

Nachfrage nach regionalen Produkten steigt

Im Anschluss erfuhren wir von Produktleiterin Ilonka Sindel mehr über die Arbeit des Vereins „Artenreiches Land – lebenswerte Stadt e. V.“. Der Verein hat sich besonders die regionale Produktvermarktung zum Ziel gesetzt; die Regionaltheke ist hier entstanden. „Feuchtwangen gilt ja schlechthin als die ‚Wiege der Regionalvermarktung“, erklärte Sindel. Da aber immer mehr Verbraucher nach regionalen Produkten verlangten, sei das Netzwerk selbst im Landkreis Ansbach durchaus ausbaufähig. Momentan bietet die Regionaltheke rund 20 fränkischen Erzeugern eine Plattform zur Vermarktung ihrer regionalen Qualitätsprodukte.

Für die Regionaltheke werden aber nicht nur vielfältige Produkte hergestellt. Man schafft auch neue Absatz- und Vertriebswege. Die enge Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium hilft sicher dabei, vielen Betriebsaufgaben entgegenzusteuern. Ein nächster Schritt könnte eine engere Zusammenarbeit mit dem Bauernverband sein.

Leindotter und Emmer

Erfolgreich sind außerdem die Projekte „Wirtschaften mit der Natur“ und „Leindotteranbau vom Acker bis zum Verbraucher“.


Am Biolandhof von Elisabeth und Gerhard Binder in Ungetsheim lernten wir anschließend alles rund um das Urgetreide Emmer; nach dem Besuch der Mühle durften wir auch die hauseigenen Emmerprodukte verkosten.

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