Ökolandbau

Bei regionalen Bioprodukten gibt es durchaus noch Luft nach oben

Bei regionalen Bioprodukten gibt es durchaus noch Luft nach oben – denn ein großer Teil der in Deutschland verkauften Biowaren wird importiert: zum Beispiel jede dritte Bio-Kartoffel, und auch Bio-Getreide wie Weizen und Roggen wird zu großen Teilen eingeführt, während bei vielen konventionellen Produkten mehr produziert wird als verbraucht werden kann.

Natürlich stehen Bioprodukte aus Bayern im internationalen Wettbewerb. Da ist dann die Politik gefragt, die Biobranche gerade bei Forschung und Entwicklung zu unterstützen. Da geht es beispielsweise um Versuche mit Sorten, die sich für den biologischen Anbau eignen und neue Wege der mechanischen Beikrautbekämpfung.

Während die konventionelle Landwirtschaft bei Beratung und Forschung auf ein breit aufgestelltes Team an den Landesanstalten und Landwirtschaftsämtern zurückgreifen kann, ist der ökologische Landbau immer noch ein Randthema. Es wird Zeit, in dieses Zukunftsthema auch in den Behörden zu investieren. Das Volksbegehren hat aufgezeigt, dass der Schutz der Umwelt, den vor allem der Ökolandbau garantiert, in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist!

Geschafft! Volksbegehren Artenvielfalt knackt 1 Million!

Die Eintragungsfrist läuft noch heute den ganzen Tag, doch die Erfolgsmeldung drang bereits gestern nach außen: Das Volksbegehren Artenschutz „Rettet die Bienen“ hat die notwendige Zehn-Prozent-Hürde genommen. Bis zum Dienstagnachmittag haben sich schon deutlich mehr als eine Million Menschen in die Unterschriftenlisten eingetragen.
Ich bin so froh und danke den vielen Bayerinnen und Bayern, die mit ihrer Unterschrift ein ganz klares Signal an die Söder-Regierung gesendet haben, dass sie mehr möchten für Naturschutz und Artenschutz in Bayern: Dass endlich der Kurs geändert wird hin zu einer Umweltschutzpolitik, die diesen Namen auch verdient.

„Als Bäuerinnen und Bauern unterstützen wir das Volksbegehren Artenvielfalt – Rettet die Bienen! Unsere Felder sind Teil eines Ökosystems. Im Einklang mit der Natur erzeugen wir hochwertige Lebensmittel und bieten unseren vom Aussterben bedrohten Tieren und Pflanzen Rückzugs- und Lebensräume. Dabei profitieren wir auch von einer intakten Umwelt ohne Gift und mit sauberem Wasser. Die Landwirtschaft der Zukunft ist eine Landwirtschaft im Einklang mit der Natur!“

Paul Knoblach, Bauer und MdL
Gisela Sengl, Bäuerin und MdL
Hans Urban, Bauer und MdL

Volksbegehren und Landwirtschaft

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft muss umweltverträglich sein. Damit auch in 50 Jahren noch etwas auf unseren Feldern wächst, müssen wir unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Korn- und Mohnblumen, Igel, Distelfink, Feldlerchen, Ackerkamille sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch notwendig für die intakten Ökosysteme auf und in unseren Böden.

Lasst uns das Artensterben stoppen, bevor es zu spät ist. Noch bis zum 13. Februar läuft die Eintragungsfrist zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Bis zum Montag (11.02) haben sich schon 900.000 Menschen eingetragen. Viele Bauern, darunter die Bioverbände, unterstützen das Vorhaben.  Volksbegehren und Landwirtschaft weiterlesen

Stabile Abnahmepreise trotz deutlich mehr Biomilch

Bio lohnt sich – für die Bäuerinnen und Bauern, für den Handel und für die Verbraucherinnen und Verbraucher! Das hat meine Anfrage beim bayerischen Landwirtschaftsministerium ergeben, in der ich die Entwicklung von Menge und Preis bei Biomilch abgefragt habe. Ergebnis: Von Anfang 2016 bis Ende 2018 ist die Liefermenge von Biomilch in Bayern um rund 46 Prozent auf zuletzt 699.000 Liter/Jahr gestiegen. Der Abnahmepreis der Molkereien je Liter Biomilch ist trotz des immensen Mengenzuwachses aber annähernd gleichgeblieben (minus 1 %, Anfrage im Anhang).

Die Zahlen zeigen, dass der Biomarkt enorm aufnahmebereit ist und dass der Umstieg von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft auch nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Jetzt müssen die bayerischen Erzeuger bei Radi, Weißwurst und Brezn nachziehen. Das Volksbegehren Artenvielfalt weist hier den Weg: 30 Prozent Biolandwirtschaft bis zum Jahr 2030 ist möglich, weil die Verbraucherinnen und Verbraucher Bioqualität schätzen und auch bereit sind, einen fairen Preis hierfür zu bezahlen.

Was bedeutet eigentlich „Bio“?

Nur vier von zehn Bayerinnen und Bayern vertrauen einer von der Bio-Molkerei Scheitz in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge Bio-Siegeln (siehe https://www.sueddeutsche.de/bayern/studie-bayern-sind-skeptisch-bei-bio-siegeln-1.4292625). Das zeigt, dass noch viel getan werden muss in Sachen Verbraucheraufklärung rund um das Thema Bio!

Dabei heißt Bio immer: die Verwendung von Glyphosat und anderen Pestiziden ist ohne Ausnahme verboten; die Nutztiere haben am meisten Platz und Auslauf im Vergleich zu allen anderen Tierhaltungsformen, und auch die Tierfütterung muss Bio sein. Diese europaweit höchsten Standards werden auch noch am strengsten kontrolliert. Denn das Biosiegel ist ein staatliches Siegel, weshalb die Kontrollen regelmäßig und verpflichtend sind und Verstöße auch bestraft werden.

Deshalb sollten unsere Lebensmittel möglichst Bio sein!

Mehr Raum für Wildbiene und Schmetterling

Schön in wenigen Minuten anschaulich erklärt: warum für den Schutz von Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen einzelne „Naturschutzinseln“ eben nicht ausreichen. Es braucht Biotopbrücken, brachliegende Flächen, beblühte Straßenrandstreifen, damit sich Populationen verbreiten können und nicht auf „Inseln“ verbleiben.

https://youtu.be/L3QrTwkcQec

Mia ham’s satt!

Mia hams satt! Für eine echte Agrarwende, für eine Landwirtschaft ohne Gift sind gestern in München mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Eine Landwirtschaft OHNE Gift und Chemie ist möglich – der Ökolandbau zeigt es seit Jahrzehnten. Bio kann unsere Lebensgrundlagen erhalten und die Welt ernähren – das wurde jetzt auch wieder wissenschaftlich nachgewiesen (http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/2050-oekolandbau-kann-europa-ernaehren.html)!