Ökolandbau

Volksbegehren und Landwirtschaft

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft muss umweltverträglich sein. Damit auch in 50 Jahren noch etwas auf unseren Feldern wächst, müssen wir unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten. Korn- und Mohnblumen, Igel, Distelfink, Feldlerchen, Ackerkamille sind nicht nur schön anzuschauen, sondern auch notwendig für die intakten Ökosysteme auf und in unseren Böden.

Lasst uns das Artensterben stoppen, bevor es zu spät ist. Noch bis zum 13. Februar läuft die Eintragungsfrist zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Bis zum Montag (11.02) haben sich schon 900.000 Menschen eingetragen. Viele Bauern, darunter die Bioverbände, unterstützen das Vorhaben.  Volksbegehren und Landwirtschaft weiterlesen

Stabile Abnahmepreise trotz deutlich mehr Biomilch

Bio lohnt sich – für die Bäuerinnen und Bauern, für den Handel und für die Verbraucherinnen und Verbraucher! Das hat meine Anfrage beim bayerischen Landwirtschaftsministerium ergeben, in der ich die Entwicklung von Menge und Preis bei Biomilch abgefragt habe. Ergebnis: Von Anfang 2016 bis Ende 2018 ist die Liefermenge von Biomilch in Bayern um rund 46 Prozent auf zuletzt 699.000 Tonnen/Jahr gestiegen. Der Abnahmepreis der Molkereien je Liter Biomilch ist trotz des immensen Mengenzuwachses aber annähernd gleichgeblieben (minus 1 %, Anfrage im Anhang).

Die Zahlen zeigen, dass der Biomarkt enorm aufnahmebereit ist und dass der Umstieg von konventioneller auf ökologische Landwirtschaft auch nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg verspricht. Jetzt müssen die bayerischen Erzeuger bei Radi, Weißwurst und Brezn nachziehen. Das Volksbegehren Artenvielfalt weist hier den Weg: 30 Prozent Biolandwirtschaft bis zum Jahr 2030 ist möglich, weil die Verbraucherinnen und Verbraucher Bioqualität schätzen und auch bereit sind, einen fairen Preis hierfür zu bezahlen.

Was bedeutet eigentlich „Bio“?

Nur vier von zehn Bayerinnen und Bayern vertrauen einer von der Bio-Molkerei Scheitz in Auftrag gegebenen Umfrage zufolge Bio-Siegeln (siehe https://www.sueddeutsche.de/bayern/studie-bayern-sind-skeptisch-bei-bio-siegeln-1.4292625). Das zeigt, dass noch viel getan werden muss in Sachen Verbraucheraufklärung rund um das Thema Bio!

Dabei heißt Bio immer: die Verwendung von Glyphosat und anderen Pestiziden ist ohne Ausnahme verboten; die Nutztiere haben am meisten Platz und Auslauf im Vergleich zu allen anderen Tierhaltungsformen, und auch die Tierfütterung muss Bio sein. Diese europaweit höchsten Standards werden auch noch am strengsten kontrolliert. Denn das Biosiegel ist ein staatliches Siegel, weshalb die Kontrollen regelmäßig und verpflichtend sind und Verstöße auch bestraft werden.

Deshalb sollten unsere Lebensmittel möglichst Bio sein!

Mehr Raum für Wildbiene und Schmetterling

Schön in wenigen Minuten anschaulich erklärt: warum für den Schutz von Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen einzelne „Naturschutzinseln“ eben nicht ausreichen. Es braucht Biotopbrücken, brachliegende Flächen, beblühte Straßenrandstreifen, damit sich Populationen verbreiten können und nicht auf „Inseln“ verbleiben.

https://youtu.be/L3QrTwkcQec

Mia ham’s satt!

Mia hams satt! Für eine echte Agrarwende, für eine Landwirtschaft ohne Gift sind gestern in München mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Eine Landwirtschaft OHNE Gift und Chemie ist möglich – der Ökolandbau zeigt es seit Jahrzehnten. Bio kann unsere Lebensgrundlagen erhalten und die Welt ernähren – das wurde jetzt auch wieder wissenschaftlich nachgewiesen (http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/2050-oekolandbau-kann-europa-ernaehren.html)!

Landwirtschaft muss umsteuern

Die diesjährigen Ernteeinbußen durch Extremwetterlagen können vielleicht noch durch staatliche Hilfen aufgefangen werden. Sie müssen aber perspektivisch auch zu einem Umsteuern hin zu einer klimaangepassten und klimaschonenden Landwirtschaft führen. Es macht keinen Sinn, auf Dauer gegen den Klimawandel anzusubventionieren. Unterstützung auf Steuerzahlerkosten verdienen landwirtschaftliche Betriebe, die Umwelt, Klima-, Arten- und Tierschutzleistungen erbringen. Alle anderen Zahlungen ohne konkrete Gegenleistungen im Sinne des Gemeinwohls müssen nach und nach wegfallen. Wir brauchen eine Agrarwende – jetzt!

Tour de Grün – das war’s!

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich glaube, in den zwei heißesten Wochen des Jahres! Dafür war nur ein Regentag dabei und über den haben wir uns und vor allem auch alle landwirtschaftlichen Betriebe dann sehr gefreut.

In den 12 Tourtagen sind wir etwa 350 Kilometer geradelt, und haben viele Höhenmeter überwunden – die extremste Steigung war bestimmt der Bichlpass kurz vor Surberg; die schönste Abfahrt von Frabertsham nach Obing. Siebenmal habe ich an den jeweiligen Abendzielorten übernachtet, und ich habe zwei Seen kennen gelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt: der Zellersee zwischen Marquartstein und Schleching, und der Weitsee bei Schnaitsee.

Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert.

— Hier gibt es einen ausführlichen Tour-Rückblick und viele, schöne Impressionen —

Und ich habe unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt. Es ist einfach wunderschön bei uns, und es wohnen so viele besondere und engagierte Menschen bei uns, egal ob weltbekannte Künstler wie Andreas Kuhnlein in Unterwössen, eingewanderte Kaffeehausbetreiberinnen wie Vickie in Vickie’s Chat&Chill in Trostberg, oder die Ehrenamtlichen, die für den Landkreis prägende kulturhistorische Stätten betreuen, wie das Moor- und Torfmuseum, den Hilgerhof und das Römermuseum.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Bürgermeistern, die sich Zeit genommen haben, mir ihre Gemeinde vorzustellen. Wir konnten sehr offen über die wichtigen Themen unserer Zeit diskutieren, wie vernünftige Flächennutzung, mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft, Erhalt eines lebendingen Dorfgemeinschaft und vieles mehr.

Und natürlich ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die mit mir geradelt sind! Sei es eine kurze Etappe oder sogar mehrere Tage hintereinander – nur durch eure Begleitung hat das Ganze so viel Spaß gemacht! Beim gemütlichen Nebeneinander Radeln oder während der Biergarten-Stopps (und bei uns gibt es sehr viele sehr schöne Biergärten!) war auch Zeit, verschiedene Themen mal etwas ausführlicher zu besprechen und zu diskutieren.

Tausend Dank aber auch an mein Wahlkampfteam, die alles akribisch geplant haben, immer mit dabei waren und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. DANKE!!!

Obwohl ich auch sonst viel mit dem Rad unterwegs bin, war diese Zeit auch eine sportliche Herausforderung. Aber mit jedem Tag habe ich mich wohler gefühlt und fühle mich jetzt fit wie selten zuvor. Genau die richtige Voraussetzung für einen guten Wahlkampf im Spätsommer und Herbst!

 

Bio-Verpflegung hilft Kindern beim Gesundwerden

Vor zehn Jahren wurde im Landshuter Kinderkrankenhaus die Umstellung auf 100% Bio-Essen beschlossen. Wie wir nun erfahren haben, gibt es nun eine komplette Kehrtwende zu 100% konventionell. Das ist mir völlig unverständlich, denn die Umstellung auf Bioprodukte war damals ein Bekenntnis zu gesunder Ernährung der kleinen Patientinnen und Patienten. Auch damals war schon klar, dass der Wareneinkauf teurer wird, aber das war es allen in der Vergangenheit auch wert.

Zehn Jahre lief das Konzept gut, das Kinderkrankenhaus St. Marien war mit seiner Bio-Verpflegung ein Vorzeigeprojekt in der Biostadt Landshut. Dass man jetzt aus Kostengründen komplett auf konventionelle Waren zurückgreift, ist ein herber Schlag, der die gesellschaftliche Entwicklung zu mehr Bio komplett ignoriert.

Gerade für einen kirchlichen Träger passte das Gesamtkonzept in die Enzyklika, umso weniger verständlich ist, dass plötzlich ausschließlich betriebswirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen. Damit bleibt das Bekenntnis zum Erhalt der Lebensgrundlagen nur eine Worthülse.

Wir Landtagsgrüne fordern deshalb die Klinikleitung auf, bei 100% Bio zu bleiben, denn biologische Landwirtschaft ist in jeder Hinsicht gesundheitsförderlich und ohne eine gesunde Ernährung gibt es keine Gesundheit!