Wasser

Mia ham’s satt!

Mia hams satt! Für eine echte Agrarwende, für eine Landwirtschaft ohne Gift sind gestern in München mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Eine Landwirtschaft OHNE Gift und Chemie ist möglich – der Ökolandbau zeigt es seit Jahrzehnten. Bio kann unsere Lebensgrundlagen erhalten und die Welt ernähren – das wurde jetzt auch wieder wissenschaftlich nachgewiesen (http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/2050-oekolandbau-kann-europa-ernaehren.html)!

Tour de Grün – das war’s!

Tour de Grün – zwei Wochen lang bin ich quer durch den Landkreis Traunstein geradelt. Ich glaube, in den zwei heißesten Wochen des Jahres! Dafür war nur ein Regentag dabei und über den haben wir uns und vor allem auch alle landwirtschaftlichen Betriebe dann sehr gefreut.

In den 12 Tourtagen sind wir etwa 350 Kilometer geradelt, und haben viele Höhenmeter überwunden – die extremste Steigung war bestimmt der Bichlpass kurz vor Surberg; die schönste Abfahrt von Frabertsham nach Obing. Siebenmal habe ich an den jeweiligen Abendzielorten übernachtet, und ich habe zwei Seen kennen gelernt, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt: der Zellersee zwischen Marquartstein und Schleching, und der Weitsee bei Schnaitsee.

Ich habe in dieser Zeit habe  viel Neues und auch einiges Altbekanntes gesehen und gehört. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt und mit ihnen diskutiert.

— Hier gibt es einen ausführlichen Tour-Rückblick und viele, schöne Impressionen —

Und ich habe unseren wunderschönen Landkreis wirklich nochmal neu kennen und lieben gelernt. Es ist einfach wunderschön bei uns, und es wohnen so viele besondere und engagierte Menschen bei uns, egal ob weltbekannte Künstler wie Andreas Kuhnlein in Unterwössen, eingewanderte Kaffeehausbetreiberinnen wie Vickie in Vickie’s Chat&Chill in Trostberg, oder die Ehrenamtlichen, die für den Landkreis prägende kulturhistorische Stätten betreuen, wie das Moor- und Torfmuseum, den Hilgerhof und das Römermuseum.

Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Bürgermeistern, die sich Zeit genommen haben, mir ihre Gemeinde vorzustellen. Wir konnten sehr offen über die wichtigen Themen unserer Zeit diskutieren, wie vernünftige Flächennutzung, mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft, Erhalt eines lebendingen Dorfgemeinschaft und vieles mehr.

Und natürlich ein ganz, ganz großes Dankeschön an alle, die mit mir geradelt sind! Sei es eine kurze Etappe oder sogar mehrere Tage hintereinander – nur durch eure Begleitung hat das Ganze so viel Spaß gemacht! Beim gemütlichen Nebeneinander Radeln oder während der Biergarten-Stopps (und bei uns gibt es sehr viele sehr schöne Biergärten!) war auch Zeit, verschiedene Themen mal etwas ausführlicher zu besprechen und zu diskutieren.

Tausend Dank aber auch an mein Wahlkampfteam, die alles akribisch geplant haben, immer mit dabei waren und für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. DANKE!!!

Obwohl ich auch sonst viel mit dem Rad unterwegs bin, war diese Zeit auch eine sportliche Herausforderung. Aber mit jedem Tag habe ich mich wohler gefühlt und fühle mich jetzt fit wie selten zuvor. Genau die richtige Voraussetzung für einen guten Wahlkampf im Spätsommer und Herbst!

 

Grundwasserschutz endlich ernst nehmen!

Der CSU-Regierung ist es ganz offensichtlich wichtiger, eine intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung zu ermöglichen, als unser Wasser als wichtigstes Lebensmittel zu schützen: So lautet mein Fazit aus der Antwort der CSU-Regierung zieht, die sie nach der Umsetzung der Düngeverordnung in Bayern gefragt hatte.

Hintergrund meiner Anfrage sind zwei Karten, in denen jeweils dieselben Gebiete plötzlich unterschiedlich eingestuft wurden, obwohl beiden Karten dieselben Messwerte zugrunde liegen. In einer Karte von 2013 markierte das Landesamt für Umwelt alle die Gebiete, in denen zu hohe Nitratwerte gemessen wurden und demzufolge das Grundwasser belastet ist. Mehr als ein Drittel dieser Gebiete wurden später als „gut“ eingestuft, obwohl die Nitratwerte noch immer über den erlaubten Werten liegen. Grundwasserschutz endlich ernst nehmen! weiterlesen

PFOA: Landratsamt und LGL haben Fürsorgepflicht verletzt

Endlich liegen die Ergebnisse der Blutuntersuchung an fast 1000 Freiwilligen aus dem Landkreis Altötting vor – und jetzt ist es amtlich: die PFOA-Werte der Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden liegen teilweise drastisch über Vergleichswerten aus anderen Landkreisen. Besonders hohe Werte liegen dort vor, wo die Menschen Trinkwasser getrunken haben. Seit 10 Jahren wussten die Behörden von der Belastung des Trinkwassers – und trotzdem wurde keine Warnung vor dem Konsum des Trinkwassers ausgesprochen, zumindest dort, wo noch keine Aktivkohlefilter eingesetzt wurden. Man hat die Bevölkerung in dem guten Glauben gelassen, sie könnten weiterhin bedenkenlos Trinkwasser trinken. Damit hat der Staat in Form von Landesamt für Gesundheit (LGL) und Landratsamt seine Fürsorgepflicht massiv verletzt – und das ist ein Skandal!

Babys und Kinder von PFOA besonders betroffen?

Kein Ende in Sicht beim PFOA-Skandal in Altötting! Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, zeigen Studien, dass Babys durch Muttermilch viel mehr der giftigen Chemikalie PFOA aufnehmen könnten als bisher angenommen. Sogar ein Kinderarzt vor Ort hält eine genaue Beobachtung der Situation bei Babys und Kleinkindern im Landkreis für ratsam.

Es ist mir völlig unverständlich, dass das Landesamt für Gesundheit hier keinen Handlungsbedarf sieht! Babys und Kinder von PFOA besonders betroffen? weiterlesen

Weltwassertag: Sauberes Wasser, auch für die nachfolgenden Generationen!

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer 1 und gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel. Seit 2006 weiß man im Landkreis Altötting durch die Belastung mit Perfluoroctansäure (PFOA) aus dem Chemiepark Gendorf, und neuerdings auch über den Ersatzstoffe ADONA.

Der Skandal mit der Chemikalie PFOA im Trinkwasser in Altötting – das Bayerische Rote Kreuz verweigert zurzeit sogar die Annahme von Blutspenden aus der Region, weil diese verunreinigt sein könnten – ist nun nur der Auslöser für die Gründung der „Bürgerinitiative Netzwerk Trinkwasser“ im Landkreis Altötting, die am morgigen Donnerstag ihre Gründungsversammlung abhält.

Unser Ziel ist: Sauberes Trinkwasser für uns und nachfolgenden Generationen. Die Versorgung mit Wasser ist ein Grundrecht für alle Menschen! Die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Altötting fordern zu Recht, dass sich in Bezug auf Grund- und Trinkwasserschutz einiges ändern muss. Aber auch das Landratsamt muss seiner Fürsorgepflicht der Bürgerinnen und Bürgern nachkommen, auch wenn sich die Verschmutzung durch PFOA in einer rechtlichen Grauzone befindet.

Aber auch über PFOA hinaus gibt es aber allen Anlass zur Sorge um unser Trinkwasser: Die Trinkwasserversorger schlagen schon lange Alarm, weil sie immer höhere Nitratwerte und Pestizidbelastungen im Grundwasser vorfinden. Einer der Hauptverursacher sei die industrielle Landwirtschaft. Um die Grundwasserbelastung wirklich zu reduzieren, muss hier etwas passieren – und zwar jetzt!

Die Bayerischen Landtagsgrünen fordern derzeit ein Untersuchungsprogramm zu PFOA in Lebensmitteln, um herauszufinden, ob es noch weiteres Gefährdungspotenzial gibt. Hier geht’s zum Grünen Antrag.

Bayerns Gewässer sauber halten – multiresistente Keime bekämpfen!

Die aktuellen Messergebnisse aus Gewässern Niedersachsens haben uns alle erschreckt: hier sind multiresistente Keime in freier Natur nachgewiesen worden. Deshalb fordern wir Landtagsgrüne mit einem Antrag im heutigen Umweltausschuss, alles zu tun, um Bayerns Gewässer und unser Nahrungsmittel Nummer 1 sauber zu halten.

Zukünftig sollten alle EU-Badestellen auch auf multiresistente Keime untersucht und die Ergebnisse veröffentlicht werden. Beim Abwasser von Kläranlagen, Krankenhäusern, Schlachthöfen und Tiermasteinrichtungen müssen Maßnahmen ergriffen werden. Denn diese Keime sind nicht nur für geschwächte Personen gefährlich. Sie zeigen auch, dass sich Resistenten überall ausbreiten. Am Ende droht das postantibakterielle Zeitalter, wo keine Antibiotika mehr wirken. Hier muss deutlich gegengesteuert werden!

Grüner Antrag „Multiresistente Keime in Bayerns Gewässer bekämpfen“

Zehntausende bei „Wir haben es satt“-Demo

33.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen die Agrarindustrie demonstriert. Über 160 Traktoren aus ganz Deutschland führten die Menge an, die vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bundeskanzleramt zog und auf dem Weg die Agrarministerkonferenz mit einem Kochtopfkonzert begleitete. So viele Menschen, die zeigen: so kann es nicht weitergehen!

Glyphosat-Verlängerung: CSU-Geschenk für Konzerne

Glyphosat soll für weitere fünf Jahre zugelassen werden – das hat gestern der EU-Berufungsausschuss beschlossen. Es ist einfach nur schade – für die Landwirtschaft, die Natur, aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger – dass sich die EU nicht zu politischem Handeln durchringen konnte. Die Bevölkerung hat längst genug von Pestiziden. Wie bei der Gentechnik muss wieder alles von unten kommen, weil die konservative Politik nicht reagiert. Ich setze darauf, dass der Einzelhandel und die Landwirtschaft die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger ernst nehmen und den Verzicht von Glyphosat einfordern.

Bundesagrarminister Schmidt hat der Verlängerung zugestimmt. Die CSU hat hiermit bewiesen, dass sie lieber den Konzernen ein Geschenk macht, als die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger und die Umwelt zu schützen.