Tiere

Mehr Raum für Wildbiene und Schmetterling

Schön in wenigen Minuten anschaulich erklärt: warum für den Schutz von Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen einzelne „Naturschutzinseln“ eben nicht ausreichen. Es braucht Biotopbrücken, brachliegende Flächen, beblühte Straßenrandstreifen, damit sich Populationen verbreiten können und nicht auf „Inseln“ verbleiben.

https://youtu.be/L3QrTwkcQec

EU-Rechnungshof: Mitgliedsstaaten müssen mehr für den Tierschutz tun

Der Europäische Rechnungshof hat in einem Bericht die Umsetzung von Maßnahmen für den Tierschutz in der EU unter die Lupe genommen – und kritisiert: bei vielen Vorhaben für den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere gibt es eine eklatante Lücke zwischen ehrgeizigen Zielen und praktischer Umsetzung.

In Deutschland ist, wie in den meisten EU-Ländern, das Abschneiden der Schwänze in der intensiven Schweinehaltung Praxis, obwohl es rechtlich unzulässig ist. In Deutschland haben die Schweine auch keinen Zugang zu ausreichend Beschäftigungsmaterial, obwohl dies in den Rechtsvorschriften vorgesehen und für das Wohlergehen von Schweinen von großer Bedeutung ist.

Die Bundesregierung ist jetzt aufgefordert, die Empfehlungen der EU-Kommission wirksam umzusetzen. Zum Beispiel könnten Finanzmittel der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) besser genutzt werden. Bei den ‚Tierschutzzahlungen‘, die über die Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums abgerufen werden können, hinkt Deutschland sogar den eigenen Zielen hinterher. Dabei könnten diese EU-Gelder in viel größerem Umfang genutzt werden, um höhere Tierschutzstandards zu fördern. Eine Umverteilung der EU-Fördergelder für die Landwirtschaft zugunsten des Tierschutzes ist also nicht nur aus Sicht der Grünen, sondern auch aus Sicht des Rechnungshofs dringend notwendig!

Mia ham’s satt!

Mia hams satt! Für eine echte Agrarwende, für eine Landwirtschaft ohne Gift sind gestern in München mehrere zehntausend Menschen auf die Straße gegangen. Eine Landwirtschaft OHNE Gift und Chemie ist möglich – der Ökolandbau zeigt es seit Jahrzehnten. Bio kann unsere Lebensgrundlagen erhalten und die Welt ernähren – das wurde jetzt auch wieder wissenschaftlich nachgewiesen (http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2018/2050-oekolandbau-kann-europa-ernaehren.html)!

Keine Ferkelkastration ohne Betäubung!

Ab 2019 sollte kein Ferkel mehr ohne Betäubung kastriert werden. Eigentlich hatte der Bundesrat das gerade noch bestätigt – da grätscht der Koalitionsausschuss der Groko dazwischen. Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren soll jetzt doch bis 2021 erlaubt bleiben. Ein Skandal! Immerhin ist seit dem Beschluss 2013 genug Zeit vergangen, um sich um Alternativen zu bemühen. CSU/CDU und Bauernverband haben die notwendigen Tierschutz-Maßnahmen einfach nur viel zu lange auf die lange Bank geschoben!

Mehr dazu: Drei Wege, Ferkel zu kastrieren – und zwei, es nicht zu tun“ von Robert Habeck

Präventiver Herdenschutz unerlässlich

Seit einigen Jahren leben wieder Wölfe in Bayern. Dadurch ergeben sich neue Fragen und Probleme für Weidetierhalterinnen und -halter. Im Zuge dessen beantragen wir Landtags-Grünen morgen im Agrarausschuss eine 100%ige Finanzierung der Präventionsmaßnahmen, wie Elektrozäune oder Herdenschutzhunde.

Seit der Wolf wieder zurückgekehrt ist, kommt es immer wieder zu Schäden an Nutztieren, wenngleich mehr als 96% seiner Beute Rehe, Hirsche und Wildschweine sind. Damit diese Schäden möglichst gering gehalten werden können, braucht es einen gut funktionierenden Herdenschutz. Überall dort, wo der Herdenschutz greift, gibt es viel weniger Übergriffe auf Nutztiere. Wir müssen die Angst der Herdenhalterinnen und -halter ernst nehmen und sie bei Präventionsmaßnahmen unterstützen!
In unserem Antrag fordern wir deshalb, das Kulturlandschaftsprogramm auszuweiten und einen effektiven Herdenschutz in Bayern einzuführen.

Bienensterben stoppen – Einsatz von Neonicotinoiden beenden

In der heutigen Plenarsitzung stelle ich einen Dringlichkeitsantrag für ein bayernweites Verbot aller Neonicotinoide auf staatlichen Flächen. Denn um das Bienensterben wirklich zu stoppen, muss auf alle Pestizide aus der Gruppe der Neonicotinoide komplett verzichtet werden! Auch die zwei angeblich harmloseren Neonicotinoide Thiacloprid und Acetamiprid sind für Bienen schädlich, da selbst kleine Dosen fatale Wirkungen wie Schädigung des Immunsystems, Verlust der Orientierung und eine geringere Fortpflanzungsrate bewirken.

Diese bienenschädigenden Neonicotinoide sind weiterhin zugelassen und werden massenweise im konventionellen Raps- und Kartoffelanbau eingesetzt. Wir Landtagsgrüne fordern deshalb ein bayernweites Verbot auf staatlichen Flächen und ein Umlenken in der staatlichen landwirtschaftlichen Beratung. Die ökologischen Folgen dieser Mittel müssen ernst genommen werden. Wir brauchen eine Agrarpolitik, die die Artenvielfalt schützt und nicht vernichtet.

Zum Grünen Dringlichkeitsantrag „Bienensterben stoppen!“

Zehntausende bei „Wir haben es satt“-Demo

33.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen die Agrarindustrie demonstriert. Über 160 Traktoren aus ganz Deutschland führten die Menge an, die vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bundeskanzleramt zog und auf dem Weg die Agrarministerkonferenz mit einem Kochtopfkonzert begleitete. So viele Menschen, die zeigen: so kann es nicht weitergehen!