Politik

Bierbrauen ist hier Frauensache

Im Rahmen der Agrartour der Grünen Landtagsfraktion in Oberfranken machten meine Kollegin Ulrike Gote und ich zunächst bei „den beerenbauern“ Halt. Der Demeter Hof, geführt von Birgit und Thomas Bertelshofer sowie von Christian Batz mit Sitz in Ebermannstadt, lebt überwiegend von der Fruchtaufstrichherstellung.  Dabei setzen sie auf natürlich Qualität und hochwertige Produkte. Mittlerweile beschäftigen sie fünf festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zehn bis zwölf Saisonarbeiterinnen und Saisonarbeiter. Trotz stetiger Vergrößerung ist der Betrieb seinem Standort treu geblieben!


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Bio im Fünfseenland

Die Heimat.Genuss.Kultur-Tour der grünen Landtagsfraktion führte unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katharina Schulze und mich in das Fünfseenland. Die verschiedenen Besuche vermittelten uns einen Eindruck vom langen Prozess der Erzeugung der Nahrungsmittel, über die Verarbeitung und Veredelung der erzeugten Produkte und dem Genuss durch den/die EndverbraucherIn.

Andechser Molkerei Scheitz: Biomilch für die Region

12068410_517639558395859_5394717043187202799_oErste Station unserer Besichtigungen war die Andechser Molkerei Scheitz. Wir wurden sehr herzlich von der Geschäftsführerin Barbara Scheitz empfangen, und erhielten einen umfassenden Überblick über ihr Unternehmen: Bereits 1908 wurde die Molkerei gegründet und entwickelte sich bis heute konsequent zur Bio-Molkerei. Bio im Fünfseenland weiterlesen

Bayerische Biobauern im Aufwind – Wunsch oder Wirklichkeit?

Bei einer Diskussionsveranstaltung der afa in der evangelischen Kirchengemeinde Kolbermoor ging es um die Produktionsbedingungen und staatlichen Fördermaßnahmen für Bio-Landwirtinnen und -Landwirte. Hier mein Interview mit dem OVB (Dr. Marion Jacob):

∗ Was sind die Gründe für ein Ausbleiben des von der Landesregierung erwarteten Bio-Booms?

Wir Biobauern kennen die Praxis! Politisch müsste man in Bayern endlich einmal einschneidende Schritte unternehmen. Der Landwirtschaftsminister Brunner ist halt ein „Wohlfühl-Minister“, der angenehme Sachen macht, aber keine notwendigen Veränderungen anpackt. Bayerische Biobauern im Aufwind – Wunsch oder Wirklichkeit? weiterlesen

Für eine tier- und umweltfreundliche Milchpolitik – für ländliche Räume und Erzeuger!

Export- und Liberalisierungswahn bringt uns nicht weiter!

Nach dem Wegfall der Quote zeigt sich jetzt offensichtlich, wie wenig die europäische Milchwirtschaft für den freien Wettbewerb gerüstet ist. Die existenzbedrohenden Kräfte des globalisierten Marktes, hohe Abhängigkeiten der Erzeuger von wenigen Molkereien und der gnadenlose Preiskampf des Lebensmitteleinzelhandels führen in Europa zu extremen Auswirkungen auf die ErzeugerInnen. Exportorientierung und Kostenreduktion um jeden Preis sind weder für die Bauern noch für die Verbraucher in Europa hilfreich. Das Gros der exportierten Milchprodukte sind austauschbare Billigprodukte wie Milchpulver und Billig-Käse. Die Eroberung der Welt mit Billigmilchprodukten sichert aber den hiesigen Landwirten kein ausreichendes Einkommen.  Für eine tier- und umweltfreundliche Milchpolitik – für ländliche Räume und Erzeuger! weiterlesen

Ausstieg aus der Käfighaltung

Auf der Agrarministerkonferenz in Fulda wurde überraschend eine Einigung der Länder mit dem Bund zum Thema Käfighaltung bei Legehennen erzielt: Bis 2025 wird bundesweit die tierschutzwidrige Käfighaltung von Legehennen definitiv beendet.

Die Einigung ist ein großer Verdienst der grünen Agrarminister aus Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. Immerhin war der Bund, seit 2010 das Bundesverfassungsgericht die Käfighaltung bei Hühnern als grundgesetzwidrig erklärte, in der Gesetzgebung nicht tätig geworden. Erfreulich ist auch, dass sich die Agrarminister einigen konnten, auch einen sofortigen Stopp von Stallneubauten und –erweiterungen umzusetzen.

Wir werden in Bayern ganz genau hinsehen, ob die CSU-Staatsregierung sich ab sofort an die Vereinbarung hält oder vor der Geflügel-Lobby einknickt und in letzter Minute neue Käfigplätze durchdrückt.

Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität

Mit meinem Kollegen Jürgen Mistol war ich im Rahmen der Agrartour in der Oberpfalz unterwegs. Hier der Bericht:

100% der Rohstoffe über Erzeugergemeinschaft

Erste Station der Tour war die Brauerei Lammsbräu in Neumarkt, ein innovatives Unternehmen, das auf Regionalität und Ökologie setzt. „Regionale Produkte schaffen Identität und regionale Wirtschaftskreisläufe müssen auch auf politischer Ebene befördert und unterstützt werden“, so Jürgen Mistol. Gisela Sengl stimmt ihm zu: „Jede Region hat Ihre Spezialitäten und Stärken, und die gilt es weiter voran zu bringen.“ Lammsbräu war und ist Pionier als Brauerei, die unter Ökostandards produziert. Agrartour in der Oberpfalz: regionale Produkte, beste Qualität weiterlesen

Von Biohennen und Bio-Bier aus Niederbayern

Die Agrartour durch Niederbayern starteten Rosi Steinberger und ich im Riedenburger Brauhaus, der Ökobrauerei, die seit 1994 als erste Bayerische Brauerei mit einem ganzheitlichen Ökokonzept auf dem Markt ist. Nach einer Betriebsbesichtigung  erläuterte die Brauerfamilie Krieger bei der Bierprobe die Entwicklung des Betriebs. „ Die Riedenburger Brauerei ist ein Vorzeigeprojekt, was regionale Wertschöpfung betrifft“ so Gisela Sengl. Die Rohstoffe würden von den Landwirten in der Region produziert, auch der Absatz erfolge zu einem großen Teil im Umkreis. „Regionale Kultur, Brauchtum und Genuss sind hier aufs engste miteinander verknüpft und vom Erzeuger bis zum Verbraucher können alle Beteiligten profitieren, weil sie fair miteinander umgehen“ fasst Rosi Steinberger zusammen.

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Politischer Kleingeist und Angstmacherei

Wir fordern eine menschliche Asylpolitik!

Die Resolution „Schluss mit der Willkommenskultur“ von CSU-Politikern aus den Kreisen Traunstein und Berchtesgadener Land hat mit verantwortlichem politischen Handeln nichts gemein und ist eine Ohrfeige für die Landkreise und Kommunen, die vorbildlich agieren, sowie die professionellen und ehrenamtlichen Helfer, die sich mit unglaublichem Einsatz engagieren. Öffentliche Angstmacherei und politischer Kleingeist sind wenig hilfreich, wenn es jetzt darum geht, den Menschen als Mensch zu begegnen. Dabei stellt niemand in Frage, dass technische Abläufe wichtig und richtig sind: um Flüchtlinge zu registrieren, die Einreise zu kontrollieren und die Verteilung kanalisieren.

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Grüne Agrar-Expertinnen auf der EXPO

Gemeinsam mit Renate Künast besuchte ich die EXPO in Mailand. Deren Motto „Den Planeten ernähren – Energie für das Leben“ und seine Umsetzung wollten wir genau unter die Lupe nehmen.

Erster Eindruck  der EXPO: ein Riesen-Volksfest! Pro Tag besuchen sage und schreibe 150.000 Besucher auf die Weltausstellung – und sie erwarten natürlich gute Unterhaltung. Die Länder-Pavillons wetteifern dabei mit den großen Sponsoren um die Besuchergunst.

Dass es um das Thema Ernährung geht, fällt zuallererst beim Plastikobst und –gemüse ein, das in großen Marktständen auf der Hauptstraße aufgebaut ist. … Grüne Agrar-Expertinnen auf der EXPO weiterlesen

Landwirtschaft ohne Gift!

Glyphosat ist das am häufigsten gespritzte Ackergift weltweit. Ausgerechnet diesen Stoff hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft und mit der nun veröffentlichten Monografie der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC) auch noch wissenschaftlich belegt.

Der Alarmruf der WHO könnte gerade noch rechtzeitig kommen, denn die Zulassung für Glyphosat läuft Ende 2015 aus. Demnächst wird über eine Neuzulassung entschieden. … Landwirtschaft ohne Gift! weiterlesen