Politik

Glyphosat im Bier: Monsanto-Gift endlich verbieten!

Das Münchner Umweltinstitut hat die 14 meistgetrunkenen Biere der beliebtesten Biermarken Deutschlands von einem Labor auf Rückstände des Unkrautvernichters Glyphosat testen lassen. Das Ergebnis: Glyphosat, das am häufigsten eingesetzte Ackergift in Deutschland, wurde in allen getesteten Bieren nachgewiesen. Die gefundenen Werte lagen zwischen 0,46 Mikrogramm pro Liter (µg/l) und 29,74 µg/l, im Extremfall also fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 µg/l (hier geht’s zur Studie).  Glyphosat im Bier: Monsanto-Gift endlich verbieten! weiterlesen

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende stellt sich vor

Hier den Film sehen
„Mehr Bio für Bayern!“ Hier den Film sehen

Mein Name ist Gisela Sengl, ich bin bayerische Landtagsabgeordnete für die Grünen und seit heute stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Als politische Quereinsteigerin wurde ich zur Landtagswahl 2013 auf der Oberbayern-Liste von Platz 13 auf Platz 6 hochgewählt und sitze so seit Oktober 2013 im Bayerischen Landtag. Am Tag zuvor war ich noch auf dem Kartoffelernter gestanden, denn mein Mann und ich bewirtschaften einen Bioland-Hof mit Kartoffel-, Getreide und Gemüseanbau und eigenem Bioladen im Chiemgau.

Neben der Arbeit auf dem Biolandhof und im Bioladen absolvierte ich eine Ausbildung zur Wirtschaftsfachwirtin. Ich bin gelernte Landschaftsgärtnerin und habe Psychologie in Salzburg studiert. Mit meinem Mann und zwei meiner drei Kinder lebe ich auf unserem Hof in Sondermoning am Chiemsee.

Die Vielfalt am Land erhalten. Gesunde Lebensmittel für alle. Die Agrarwende in Gang bringen.

Auf diese Themen setze ich als agrarpolitische Sprecherin den Schwerpunkt meiner politischen Arbeit. Besonders wichtig finde ich die Stärkung der regionalen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung. Hier bringe ich durch mein bisheriges berufliches Umfeld viel Erfahrung mit. Und ich bin überzeugt: Die regionale Landwirtschaft kann nur überleben, wenn auch die Verarbeitung und Vermarktung in der Region gesichert ist. Deshalb lehne ich auch Handelsabkommen wie TTIP in der derzeit geplanten Form ab: hier werden nur Konzerninteressen berücksichtigt, auf Kosten der regionalen, kleinen und mittelständischen Betriebe und lange erarbeiteter Standards, beispielsweise beim Verbraucherschutz.

Immer mehr Menschen wollen wissen, wie und wo ihre Lebensmittel hergestellt werden. Sie finden: Gutes Essen ist regional, bio und frisch zubereitet. Und gutes Essen ist auch immer mit Genuss verbunden. Ich finde es besonders wichtig, dass dies auch für Essen in Gemeinschaftsverpflegungen – Kitas, Schulen, Kantinen – umgesetzt wird. Bio und regional – das ist nicht nur die Landwirtschaft der Zukunft, sondern auch die Zukunft unserer Ernährung.

Deshalb sehe ich Agrarpolitik auch als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Schließlich hat die Richtung der Agrarpolitik Auswirkungen auf unsere gesamten Lebensgrundlagen: auf die Umwelt, auf den Klima- und Tierschutz, auf die Qualität unseres Trinkwassers und unserer Lebensmittel und damit auf die Gesundheit der Menschen. Die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion müssen wir alle teuer bezahlen.

Damit wir die Vielfalt unserer Heimat erhalten können, muss Agrarpolitik grün werden!

 

Film über Gisela

Pressefotos

Das Reinheitsgebot beginnt auf dem Acker

1516 – 2016: auf 500 Jahre Reinheitsgebot blicken die Bayerischen Brauer in diesem Jahr zurück. Doch es wird Zeit, dass wir hier viel weiter denken und sagen: Das Reinheitsgebot beginnt schon am Acker. Darüber war ich mir beim Gespräch mit Susanne Horn, Geschäftsführerin von Neumarkter Lammsbräu sowie Maria und Martha Krieger vom Riedenburger Brauhaus auf der BIOFACH in Nürnberg einig.  Das Reinheitsgebot beginnt auf dem Acker weiterlesen

Offener Brief an die Bundeskanzlerin

Letzte Woche hat der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch in einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin verkündet, dass die Leistungsgrenzen des Landkreises, was die Aufnahme weiterer Flüchtlinge betrifft, überschritten seien: „wir, die politisch Verantwortlichen, die Mitarbeiter in den Verwaltungen, aber vor allem die Bürgerinnen und Bürger können nicht mehr!“, behauptete er.

Als Bürgerin des Landkreises Traunstein und als bayerische Landtagsabgeordnete möchte ich mich davon ausdrücklich distanzieren. Ich bin sicher: Der Landkreis Traunstein will als weltoffener Landkreis in einer traditionellen Tourismusregion auch in Zukunft für Kinder, Frauen und Männer aus Kriegsgebieten ein Ort der Sicherheit und der gelebten Nächstenliebe bleiben!

Lesen Sie hier meinen offenen Brief an die Bundeskanzlerin nach.

 

Grüne Landwirtschaft für ein sauberes Klima

Bei der Winterklausur der Grünen Landtagsfraktion drehte sich an Tag Zwei alles um das Thema Klimaschutz. Auch das Land Bayern hat durchaus Handlungsmöglichkeiten zur Umsetzung der Pariser Klimaschutz-Beschlüsse – nicht nur auf den energiepolitischen Feldern Strom und Wärme, sondern auch in der Verkehrs- und Agrarpolitik. Der Anteil der Landwirtschaft an den Treibhausgasemissionen Bayerns betrug 2007 14,8 %. Hier ist also Einsparpotential vorhanden! Dies gilt insbesondere bei der Tierhaltung, bei der Bewirtschaftung von Moorböden und bei der Förderung des Ökolandbaus: Grüne Landwirtschaft für ein sauberes Klima weiterlesen

Wir haben es satt!

23.000 sind am Samstag in Berlin wieder auf die Straße gegangen, um gegen die Agrarindustrie zu protestieren – nicht so viele wie letztes Mal, aber trotzdem eine klare Aussage: Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern! Für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft! Für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften! Für starke Strukturen im ländlichen Raum! Für artgerechte Tierhaltung, gegen Gentechnik!

Wieder BAG-Sprecherin!

Ich freue mich sehr über meine Wiederwahl als Sprecherin der BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung! Gemeinsam mit meinem Sprecherkollegen Dietmar Johnen aus Rheinland-Pfalz werde ich auch in den nächsten beiden Jahren mein Bestes geben, um die konstruktive Zusammenarbeit innerhalb der BAG zu unterstützen und deren gute Ergebnisse nach außen zu tragen. Unterstützt werden wir für die nächsten beiden Jahre von unserer neu gewählten Stellvertreterin Ophelia Nick aus Nordrhein-Westfalen – herzlich willkommen im Team!

Bewerbungsrede Gisela Sengl für den Sprecherinnen-Posten der BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung
Bewerbungsrede Gisela Sengl für den Sprecherinnen-Posten der BAG Landwirtschaft und ländliche Entwicklung

Wir haben politisch schon viel erreicht: Immer mehr Menschen wollen wissen, was auf ihren Tellern landet. Regionalität hat als Qualitätsmerkmal längst die Geiz-ist-geil-Mentalität der großen Handelsketten und globalisierten Agrarmärkte überholt. Das Bewusstsein, dass wir alle die Folgekosten der industrialisierten Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion teuer bezahlen müssen, wächst. Wir Grüne haben unsere Kernkompetenz in guter Ernährung weitergedacht und das Thema Landwirtschaft zum bundesweiten Schwerpunktthema gemacht. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir eine grüne Agrarwende schaffen!

Klimaschutz mit Messer und Gabel

Die Produktion von Fleisch konzentriert sich auch in Bayern auf immer weniger Betriebe. Zeitgleich setzt sich das Höfesterben beinahe ungebremst fort. Seit 2001 gaben allein in Bayern fast 30.000 Betriebe die Schweinehaltung auf. Der Konzentrationsprozess in der Fleischproduktion findet leider auch immer mehr in Bayern statt.

Gerade auch wenn wir über Klimaschutz sprechen, müssen wir uns bewusst machen, dass auch unser privater Fleischkonsum einen großen Anteil am Klimaschutz hat. Hier stellen sich heute schon viele Verbraucherinnen und Verbraucher die Fragen: Woher kommt das Fleisch? Wie werden die Tiere gehalten? Woher kommen die Futtermittel? Und vor allem: muss es jeden Tag Fleisch und Wurst sein oder genügt auch weniger? Weniger Fleisch, dafür Fleisch aus ökologischer Haltung – das ist Klimaschutz mit Messer und Gabel.

Tatsächlich geht der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch und Wurst in Deutschland seit einigen Jahren leicht zurück. Trotzdem steigt die Erzeugung von tierischen Nahrungsmitteln, das heißt die Exportzahlen steigen. Die Gewinne bleiben bei einigen wenigen Großkonzernen. Exportorientierte Fleischproduktion ist klimaschädlich, weil zu viele Tiere auf zu geringer Fläche gehalten werden und Futtermittel aus Übersee zugekauft werden müssen. Die zusätzlich durch die Grundwasserverschmutzung entstehenden Kosten muss am Ende die Gesellschaft tragen.

Mehr Informationen im im Januar 2016 veröffentlichten „Fleischatlas Deutschland regional 2016“ unter http://www.boell.de/de/dossier-zum-fleischatlas-deutschland-regional

Bayerischen Milchtanker umlenken!

Die Predigt vom Wachsen oder Weichen, garniert mit einer Exportstrategie, die neue Absatzquellen auf den Weltmärkten erschließen soll, kann auf Dauer nur schiefgehen! Die  Beratungsstrategie der bayerischen Landwirtschaftsverwaltung für die bayerischen Bäuerinnen und Bauern erscheint beinahe hilflos angesichts der aktuellen Milchkrise. Der aktuelle Weltmarktpreis für Milch liegt derzeit unter den Erzeugungskosten. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 200 Prozent in Bayern, darf eine Beratung nicht zu einer Steigerung der Milchmenge führen.  Bayerischen Milchtanker umlenken! weiterlesen

Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung

Der gemeinsame Antrag der BAGen Landwirtschaft und ländliche Entwicklung und Tierschutzpolitik „Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung“ wurde bei der BDK in Halle auf Platz 1 gewählt – und angenommen! Das freut mich als BAG-Sprecherin natürlich besonders. Zwei Jahre intensiver Zusammenarbeit sind damit von Erfolg gekrönt worden.

Hier die Rede zum Antrag:

Rede zum Antrag "Tiere in der Landwirtschaft - eine Frage der Haltung"
Rede zum Antrag „Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung“

Und hier der Link zum Antrag:
„Tiere in der Landwirtschaft – eine Frage der Haltung“