Ernährung

Frischküche oder Systemküche im Klinikum Traunstein?

Außer-Haus-Verpflegung im großen Stil: so könnte man die Aufgabe des Klinikums Traunstein beschreiben: Im Klinikverbund werden täglich bis zu 1.500 Essen produziert; die Küche muss dabei die unterschiedlichsten Ansprüche berücksichtigen – vom Essen für die Kinderabteilung bis hin zur Schonkost für spezielle Krankheitsbilder. Ferner muss die Logistik zwischen den sechs Standorten bewältigt werden. Dass dabei viel auf vorkonfektionierte Produkte zurückgegriffen wird – der Conveniencegrad liegt bei ca. 80% – erscheint verständlich. Und doch wird versucht, so viele Produkte wie möglich regional einzukaufen – zum Beispiel Milchprodukte, Mineralwasser, Brot von lokalen Bäckereien, Fleisch von lokalen Metzgern.  Frischküche oder Systemküche im Klinikum Traunstein? weiterlesen

Gutes Essen im Mütterzentrum Traunstein

Mit der bayernweiten „Gemeinsam Essen – Grüne Kantinentour durch Bayern“ bin ich weiter durch den Landkreis unterwegs: am Montag besuchte ich das Mütterzentrum Traunstein, das als Kita-Träger fast 100 Kinder in der Region täglich frisch bekocht. Dass sogar die Semmelknödel nicht aus dem Packerl kommen, sondern selbst gemacht werden, freute mich ganz besonders – denn das ist in der heutigen Außer-Haus-Verpflegung alles andere als selbstverständlich! Dabei können schon die Kleinsten können mit so gutem Essen an gesunde Ernährung herangeführt werden. Zum Danke erhielten (v.l.) Janina Preuster, Frau Maree und Frau Anja Preuster vom Mütterzentrum die „Grüne Schürze“.

 

Kommunal kochen in Holzkirchen

Gemeinsam essen – Grüne Kantinentour durch Bayern. Heute in Holzkirchen beim Kommunalunternehmen »Frischeküche gKU« Holzkirchen. Gemeinde, Landkreis und das Küchenteam ziehen an einem Strang – sehr erfolgreich und vorbildlich in der Qualität.  Das kommunale Unternehmen wurde 2013 gegründet und gehört jeweils zur Hälfte dem Landkreis und der Marktgemeinde Holzkirchen. Ziel ist, die Schulen und Kindergärten Holzkirchens und der umliegenden Gemeinden (auch in Nachbarlandkreisen) mit Essen aus möglichst regionalen, saisonalen, biologischen, gentechnikfreien und fair gehandelten Lebensmitteln herzustellen und »sozial gute« Arbeitsplätze zu bieten.

Ich durfte auch wieder beim Mittagessen dabei sein!
Vielen Dank an die Vorstandsvorsitzende Barbara Schömig und den Küchenleiter und den Bürgermeister von Holzkirchen, Olaf von Löwis of Menar.

Zum Tag der gesunden Ernährung: Zeit für einen Aufbruch – eine neue Esskultur in der Schule

Am 7. März 2018 ist der 21. Tag der gesunden Ernährung unter dem Motto „Genussvoll Essen und Trinken – Den Menschen und der Ernährung verpflichtet“. Diesen wichtigen Tag sollten wir zum Anlass nehmen‚ uns weiter Gedanken zu machen darüber, wie wir unseren Kindern und Jugendlichenn gesundes Essen in den Schulen zur Verfügung stellen können. Es wird Zeit für einen Aufbruch: eine neue Esskultur in der Schule.

Die Schulen an sich haben ein großes Interesse am Thema „Gesunde Ernährung“, das zeigt die starke Nachfrage am EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch(produkte). Zum Schuljahr 2017/18 stehen für Bayern 6,7 Millionen Euro aus Brüssel und 4,7 Millionen Euro Landesmittel bereit. 160 000 Mädchen und Buben kommen also einmal pro Woche in den Gratis-Genuss von Obst, Gemüse, Milch, Käse, Joghurt oder Quark. Dieses Programm kann aber nur ein Baustein sein – im Kampf für gesunde Ernährung und im Kampf gegen Fehlernährung. Wir Grüne wollen hochwertiges, gesundes und schmackhaftes Schulessen für alle Kinder – und dessen Qualität darf weder vom Geldbeutel der Eltern noch von der Finanzlage der Kommunen möglich sein.

Ein Grüner Gesetzentwurf zum Thema wird in den nächsten Wochen dem Landtag vorgelegt.

„Gemeinsam Essen – Grüne Kantinentour durch Bayern“ – Besuch bei den Oderberger Werkstätten

Immer mehr Menschen nehmen ihr Mittagessen außer Haus ein. Damit steigt der Stellenwert der Außer-Haus-Verpflegungseinrichtungen. Wie gehen diese damit um? Welche Herausforderungen sehen sie angesichts des Anspruchs, gesundes und gutes Essen auf den Tisch zu bringen? Das wollte Landtagsabgeordnete Gisela Sengl von den Betreibern der Oderberger Werkstätten wissen, die sie auf Einladung der Chiemgau Lebenshilfe im Rahmen ihrer bayernweiten „Gemeinsam Essen – Grüne Kantinentour durch Bayern“ besuchte. „Gemeinsam Essen – Grüne Kantinentour durch Bayern“ – Besuch bei den Oderberger Werkstätten weiterlesen

Du bist, was du isst: Für gute Schulverpflegung in Bayern!

Mittagessen an der Schule? Bei dem Gedanken an die Mahlzeit in der Schulkantine kaufen viele Schülerinnen und Schüler lieber ihre Brotzeit an der Fastfood-Bude ums Eck. Die Verpflegungssituation lässt an vielen Schulen zu wünschen übrig. Doch es gibt auch einige Beispiele, wie gesundes, leckeres Essen, sogar in Bio-Qualität, an der Schule funktionieren kann und von Schülerinnen und Schülern aller Altersklassen gut angenommen wird.

Wir Grüne im Bayerischen Landtag beschäftigen uns schon seit einiger Zeit damit, wie wir allen Schülerinnen und Schülern in Bayern gutes Essen an ihren Schulen ermöglichen können. Wir besuchten Schulen und Kindergärten, haben dort mitgegessen und uns ein Bild vor Ort gemacht. Wir haben uns im Ausschuss berichten lassen, warum das Essen an den Schulen so schlechte Noten erhält und wir haben Anträge gestellt für besseres Essen und Ernährungsbildung und für mehr Bio an Bayerns Schulen. Außerdem haben wir die breite Palette aller Akteur*innen in diesem Bereich zu uns in den Landtag eingeladen, damit wir schlauer werden und gute Beispiele kennenlernen. Zuletzt waren die „Betroffenen“, Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern, bei uns im Landtag zu Gast (http://www.gisela-sengl.de/du-bist-was-du-isst-gutes-essen-an-bayerns-schulen/).

Chronik:

Wann Das haben wir gemacht 
März 2015 Fachgespräch: Gutes Essen braucht gute Ausbildung
Mai 2015 Berichtsantrag: Schulverpflegung verbessern (17/6722)
April 2016 Antrag: Gesunde Schule: Ernährungsbildung und Essensangebot Hand in Hand (17/11325)
April/Mai 2016 Tour: Gutes und Gesundes für unsere Schulen! Tag der grünen Schulverpflegung
Dezember 2016 PM: Grüne fordern Qualitätsstandards für Schulverpflegung
März 2017 Fachgespräch: Mehr Bio an Bayerns Schulen
April 2017 Antrag: Mehr Bio in Schulen: Bio-Anteil in allen bayerischen Schulen mindestens 20% bis 2020 und mindestens 50% bis 2025 (17/16349)
2018 Tour: Du bist, was du isst
Februar 2018 Schüler*innentalk: Du bist, was du isst

Du bist, was du isst – gutes Essen an Bayerns Schulen!

Unser Fachgespräch mit SMV-VertreterInnen im Bayerischen Landtag zeigt, dass die Zufriedenheit mit dem Schulessen größer sein könnte. Die Wünsche, die die Schülerinnen und Schüler in Bayern an gutes Schulessen haben, sind dabei relativ klar:

Am wichtigsten ist: dass es satt macht und schmeckt! Darüber hinaus wünschen sich die Schüler qualitativ hochwertiges Essen und eine gewisse Varianz bei der Speisenwahl. Ein größeres vegetarisches Angebot wird gewünscht. Die Nachhaltigkeit ist wichtig. Aber ab und zu darf’s auch mal eine Currywurst oder Leberkässemmeln sein!


Hier geht’s zum Video!

Für mich bleibt als Fazit: der wichtigste Schritt zu gutem Schulessen ist der Dialog zwischen allen Beteiligten. Und es fehlt an der Wissensbildung: viele Schüler wissen gar nicht, was nachhaltig ist und was z.B. Bio bedeutet. Die Schule soll die Kinder aufs Leben vorbereiten – und muss deshalb auch die Ernährungsbildung in die Hand nehmen!

Zehntausende bei „Wir haben es satt“-Demo

33.000 Menschen haben gestern in Berlin gegen die Agrarindustrie demonstriert. Über 160 Traktoren aus ganz Deutschland führten die Menge an, die vom Berliner Hauptbahnhof bis zum Bundeskanzleramt zog und auf dem Weg die Agrarministerkonferenz mit einem Kochtopfkonzert begleitete. So viele Menschen, die zeigen: so kann es nicht weitergehen!

Goldsteig will kein Glyphosat mehr: Die Verarbeiter schaffen, was die CSU nicht schafft

Ich begrüße die Entscheidung der Molkerei Goldsteig, Lieferanten den Einsatz des Umweltgifts Glyphosat zu untersagen. Nach der Molkerei Berchtesgadener Land zieht also eine weitere Molkerei nach. Die Verarbeiter schaffen hier, was die CSU nicht schafft. Denn die Verbraucherinnen und Verbraucher wollen  endlich Produkte ohne Chemie und Gifte.

CSU-Landwirtschaftsminister Schmidt hat mit seiner Zustimmung zur erneuten Zulassung des Ackergifts Glyphosat den Umwelt- und Verbraucherschutz mit Füßen getreten und den Konzernen ein Geschenk gemacht. Wir Grüne haben es vorhergesagt: das lassen sich die Verarbeiter, der Einzelhandel und die Verbraucherinnen und Verbraucher nicht bieten. Damit hat Herr Schmidt den Bäuerinnen und Bauern einen Bärendienst erwiesen. Viel besser wäre ein geordneter Übergang zu einer giftfreien Landwirtschaft gewesen.

Wir Landtags-Grünen fordern nach wie vor ein sofortiges nationales Verbot von glyphosathaltigen Mitteln!