Ländlicher Raum

Jetzt red i: Endlich mal die Sau rauslassen!

Jetzt red i – und zwar gestern Abend live im Bayerischen Fernsehen! Mit Gerhard Stadler vom Bauernverband und dem fachkundigen Publikum diskutierte ich in Rottenburg a.d. Laaber über Schweinehaltung. Deren Folgen sind gerade hier in der Region brisant, kommen im benachbarten Hohentann auf 4.000 Einwohner doch gut und gerne 68.000 Mastsäue, die Region gilt umgangssprachlich auch als „Speckgürtel“ Niederbayerns.

Das Thema geht mir besonders ans Herz, da ich als Bäuerin die Zwickmühle kenne, in der sich viele Betriebe befinden. Auch ich hatte eine Zeit lang Bio-Schweine und weiß, dass das Geschäft nicht einfach und die Konkurrenz groß ist. Nichtsdestotrotz muss es einen Wandel geben – zum Wohle aller. Jetzt red i: Endlich mal die Sau rauslassen! weiterlesen

Heimat ist, was wir draus machen

Heimat entsteht da, wo man mitgestaltet, wo man für andere Menschen und seine Umgebung Verantwortung übernimmt. Was Heimat für uns GRÜNE in der politischen Praxis bedeutet – von der Kulturpolitik, über die Energie-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik bis hin zur Stadtplanung – dieser Frage wollten wir beim 2. Heimatkongress im Bayerischen Landtag nachgehen. Heimat ist, was wir draus machen weiterlesen

Milch und Wein bei der Agrartour im Allgäu

Die Agrartour geht weiter! Endlich machten wir auch im Allgäu Station. Zunächst besuchte ich mit meinen Landtagskollegen Ulli Leiner und Thomas Gehring die Sennerei Gunzesried – vor Jahren noch belächelt, heute höchst innovativ: 12 Bauern erzeugen pro Jahr ca. 1,3 Millionen kg Heumilch, die komplett verkäst wird und regional vermarktet wird. Die Sennerei, übrigens eine Genossenschaft, läuft so gut, dass vor einem Jahr eine komplett neue Sennküche mit regenerativen Energie aus der Molkenverwertung gebaut werden konnte. Ein vorbildlicher Betrieb!

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Dorfleben: Was tun, wenn der letzte Laden dicht macht?

Mit der Bundestagsabgeordneten Doris Wagner war ich letzte Woche im Landkreis Traunstein unterwegs, um uns über die Nahversorgung ein Bild zu machen. Fakt ist: immer mehr kleine Läden machen zu. Schon jetzt gibt es zahlreiche Dörfer, die keinen Lebensmittelladen mehr haben. Vor allem für ältere Menschen und Menschen ohne Auto ist das natürlich ein Problem. Aber auch das soziale Leben im Dorf ist dadurch vielerorts in Gefahr.  Dorfleben: Was tun, wenn der letzte Laden dicht macht? weiterlesen

Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert

Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe brechen um 19 Prozent ein, die Abhängigkeit vom Steuertopf wird immer größer – so berichtet der Agrarbericht, den Agrarminister Brunner diese Woche im Agrarausschuss vorstellte. Das aktuell relativ geringe Höfesterben – pro Jahr geben nur 1,1% der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern auf – kann bei diesen Zahlen nur die Ruhe vor einem großen Sturm sein,  darüber waren sich alle im Agrarausschuss einig.

Dass besonders der bayerische Durchschnittsbetrieb mit 20 – 50 Hektar auch zukünftig schwer zu kämpfen haben wird, deutet sich jetzt schon an: 4% haben in den letzten zwei Jahren aufgegeben, während die Betriebe über 100 Hektar innerhalb von zwei Jahren um 11% zugenommen haben. Wenn sich die Marktlage weiter verschlechtert, wird ein großer Teil der Betriebe aufgeben müssen, vor allem Milchbetriebe.

Fakt ist also: die kleinteilige bayerische Landwirtschaft kann über die Produkte selbst immer weniger erlösen. Sie ist abhängig von Steuergeldern und kann trotzdem mit den erzielten Weltmarktpreisen nicht rentabel arbeiten, denn diese sind weit entfernt von gerechten Erzeugerpreisen und decken in vielen Fällen nicht einmal die Gestehungskosten.  Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert weiterlesen

Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt!

Fränkischer Wein, sortenreiner Streuobstsaft und frisches, regionales Brot: Unterfranken schmeckt! Im Rahmen einer Informationsfahrt durch Unterfranken erlebte ich die “Letzte Fuhre”, ein traditionelles Weinfest in der wunderschönen Altstadt von Iphofen, besuchte die Würzburger Streuobstwiesen und das Projekt “Grundwasserbäcker” in Volkach. Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt! weiterlesen

“Sauglücklich” in der Oberpfalz

Sauwohl fühlten sich mein Landtagskollege Jürgen Mistol und ich uns beim Besuch des Kollerhofs bei Schwaighausen im Landkreis Regensburg. Seit mittlerweile 10 Jahren engagiert sich die Familie Koller/Graf mit der Haltung von Kühen, Ziegen, Schafen und Schweinen, einer eigenen Käseproduktion und einem Hofladen. Vorher hatten wir noch ein sehr offenes, kontroverses aber durchaus konstruktives Gespräch mit dem Kreisverband Regensburg des Bayerischen Bauernverbandes.

 

Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair.

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren.
 Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. Beim Kauf und der Wertschätzung regionaler und ökologischer Lebensmittel nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit entsprechenden Marktstrategien und politischen Rahmenbedingungen zu tun. Wir machten uns ein Bild vor Ort und führen Gespräche mit relevanten Akteuren entlang der heimischen Lebensmittelkette. Bayern kann hier einiges lernen.

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Hopfenanbau in Bayern unterstützen

Hopfen in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen Eindruck nahmen Dieter Janecek (Bundestagsabgeorndeter und seit kurzem selbst Wolnzacher) und ich von einer kleinen Hopfenreise in die Hallertau mit. Seit Jahren hat sich die Anbaufläche für Hopfen kaum verändert; der bayerische Hopfen wird in alle Welt exportiert.

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Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition

Die Almwirtschaft prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft der Alpen. Doch sie ist angesichts der geographischen Gegebenheiten und der schlechten Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse ein hartes Geschäft. „Unser erklärtes Ziel ist es, die Almbewirtschaftung zu erhalten, denn Bayern ohne Almen, das ist wie Brezen ohne Salz“, betonte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, am Rande der Hauptalmbegehung in Frasdorf.  Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition weiterlesen