Ländlicher Raum

Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert

Die Gewinne der landwirtschaftlichen Betriebe brechen um 19 Prozent ein, die Abhängigkeit vom Steuertopf wird immer größer – so berichtet der Agrarbericht, den Agrarminister Brunner diese Woche im Agrarausschuss vorstellte. Das aktuell relativ geringe Höfesterben – pro Jahr geben nur 1,1% der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern auf – kann bei diesen Zahlen nur die Ruhe vor einem großen Sturm sein,  darüber waren sich alle im Agrarausschuss einig.

Dass besonders der bayerische Durchschnittsbetrieb mit 20 – 50 Hektar auch zukünftig schwer zu kämpfen haben wird, deutet sich jetzt schon an: 4% haben in den letzten zwei Jahren aufgegeben, während die Betriebe über 100 Hektar innerhalb von zwei Jahren um 11% zugenommen haben. Wenn sich die Marktlage weiter verschlechtert, wird ein großer Teil der Betriebe aufgeben müssen, vor allem Milchbetriebe.

Fakt ist also: die kleinteilige bayerische Landwirtschaft kann über die Produkte selbst immer weniger erlösen. Sie ist abhängig von Steuergeldern und kann trotzdem mit den erzielten Weltmarktpreisen nicht rentabel arbeiten, denn diese sind weit entfernt von gerechten Erzeugerpreisen und decken in vielen Fällen nicht einmal die Gestehungskosten.  Agrarbericht 2016: exportorientierte Agrarpolitik ist gescheitert weiterlesen

Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt!

Fränkischer Wein, sortenreiner Streuobstsaft und frisches, regionales Brot: Unterfranken schmeckt! Im Rahmen einer Informationsfahrt durch Unterfranken erlebte ich die “Letzte Fuhre”, ein traditionelles Weinfest in der wunderschönen Altstadt von Iphofen, besuchte die Würzburger Streuobstwiesen und das Projekt “Grundwasserbäcker” in Volkach. Streuobst, Brot und Wein – Unterfranken schmeckt! weiterlesen

“Sauglücklich” in der Oberpfalz

Sauwohl fühlten sich mein Landtagskollege Jürgen Mistol und ich uns beim Besuch des Kollerhofs bei Schwaighausen im Landkreis Regensburg. Seit mittlerweile 10 Jahren engagiert sich die Familie Koller/Graf mit der Haltung von Kühen, Ziegen, Schafen und Schweinen, einer eigenen Käseproduktion und einem Hofladen. Vorher hatten wir noch ein sehr offenes, kontroverses aber durchaus konstruktives Gespräch mit dem Kreisverband Regensburg des Bayerischen Bauernverbandes.

 

Was Bayern von Österreich lernen kann: Regional, bio, fair.

Gemeinsam mit der Landesvorsitzenden Sigi Hagl reiste ich durch Österreich, um uns über die Rahmenbedingungen für eine bessere regionale, faire und ökologisch verträgliche Landwirtschaft zu informieren.
 Österreich setzt auf Regionalität und Bio – und das schon sehr lange. Beim Kauf und der Wertschätzung regionaler und ökologischer Lebensmittel nimmt Österreich eine Vorreiterrolle ein. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat mit entsprechenden Marktstrategien und politischen Rahmenbedingungen zu tun. Wir machten uns ein Bild vor Ort und führen Gespräche mit relevanten Akteuren entlang der heimischen Lebensmittelkette. Bayern kann hier einiges lernen.

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Hopfenanbau in Bayern unterstützen

Hopfen in Bayern ist eine Erfolgsgeschichte. Diesen Eindruck nahmen Dieter Janecek (Bundestagsabgeorndeter und seit kurzem selbst Wolnzacher) und ich von einer kleinen Hopfenreise in die Hallertau mit. Seit Jahren hat sich die Anbaufläche für Hopfen kaum verändert; der bayerische Hopfen wird in alle Welt exportiert.

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Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition

Die Almwirtschaft prägt seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft der Alpen. Doch sie ist angesichts der geographischen Gegebenheiten und der schlechten Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse ein hartes Geschäft. „Unser erklärtes Ziel ist es, die Almbewirtschaftung zu erhalten, denn Bayern ohne Almen, das ist wie Brezen ohne Salz“, betonte die agrarpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen, Gisela Sengl, am Rande der Hauptalmbegehung in Frasdorf.  Bayerns Almen: Landschaftspfleger mit Tradition weiterlesen

Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus

2015 wurde Ramsau vom Deutschen Alpenverein als erstes Bergsteigerdorf Bayerns ausgezeichnet. Mit viel Herzblut treibt die Gemeinde Ramsau damit ihre nachhaltige Dorfentwicklung nicht nur für den Tourismus, sondern ganz besonders für die Lebensqualität der einheimischen Bevölkerung voran. Bei einem Ortstermin informierte ich mich gemeinsam mit einer Delegation unserer Fraktion, welche Chancen und Herausforderungen den Beteiligten bei der Umsetzung des Konzepts begegnen. Bergsteigerdorf Ramsau: Ein grüner Weg in einen zukunftsfähigen Tourismus weiterlesen

80% Importhonig

Unser Honig in Deutschland ist zu 80% Importhonig – das erfuhr ich bei meinem Besuch in der Imkerschule am Agrarbildungszentrum in Landsberg von Arno Bruder, Fachberater für Imkerei des Bezirks Oberbayern , und Manfred Hederer, Präsident des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e. V. (DBIB e.V.). Bei einer Führung durch das alte Bienenhaus von 1904, die Obstanger und die 2004/05 erbaute Imkerschule erfuhr ich viel Wissenswertes über Beuten, Bienenfütterung, die Bekämpfung der Varroa-Milbe, und die Aufgaben der Imkerschule, die nicht nur Imker ausbildet, sondern auch in Kindergärten und im Ferienprogramm aktiv ist.  80% Importhonig weiterlesen

Miteinander von Umwelt- und Forstinteressen

Einen mit Informationen prall gefüllten Wandertag verbrachte ich im Nationalpark Berchtesgaden. Nach einer kurzen Einführung zu Historie und Organisationsstruktur im Haus der Berge nahmen mich die Leiter des Sachgebiets Parkmanagement mit in eine steile Schutzwaldzone oberhalb von Ramsau. Frau Dr. Kathrin Rinneberg und ihr Stellvertreter Peter Niederberger verdeutlichten zunächst anhand ausgezeichnetem Kartenmaterials die unterschiedlichen Waldentwicklungszonen. In diesem Bereich der „Borkenkäfer-Bekämpfungszone“ wurde mir die mühsame Arbeit der Waldarbeiter bewusst, die in unermüdlicher Kleinarbeit Borkenkäfernester suchen und unschädlich machen. Stolz zeigte mir Frau Rinneberg auch die sichtbaren Erfolge bei Waldumbau und Waldentwicklung.  Miteinander von Umwelt- und Forstinteressen weiterlesen

„Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen”

Zusammen mit meiner Landtagskollegin Kerstin Celina habe ich mich mit Vertretern des Bauernverbandes aus Würzburg und Main-Spessart getroffen, um uns über aktuelle Entwicklungen in der Landwirtschaft auszutauschen.

Für die beiden Abgeordneten und die Vertreter des Bauernverbandes war es gleichermaßen wichtig, die Entfremdung zwischen Verbrauchern und Produzenten von Lebensmitteln zu verringern. „Landwirtschaft hat eine besondere Stellung“, so Sengl, und erläuterte, dass der Erhalt kleinerer Höfe vor Ort auch erleichtert werden könnte, wenn Vorschriften aus Brüssel in Bayern nicht noch zusätzlich verschärft würden, sondern statt dessen sollten regionale Verarbeitung und Vermarktung erleichtert und offensiv unterstützt werden. Das Zwischenfazit der Abgeordneten war: Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen und man müsse das große Ganze im Blick behalten. „Landwirtschaft und Umweltschutz gehören zusammen” weiterlesen