Tiere

Fleckviehschau in Miesbach

Rund 4000 Zuschauer haben am Wochenende die Bundesfleckviehschau in der der neuen Miesbacher Oberlandhalle mitverfolgt. Gemeinsam mit dem Grünen Miesbacher Landrat Wolfgang Rzehak besuchte ich das züchterische Großereignis.

Hunderte Kühe und Züchter aus dem In- und Ausland waren da. Im Mittelpunkt stand das Preisrichten der rund 110 Fleckviehkühe. Die züchterischen Leistungen in Bayern sind hervorragend. Gerade die Jungzüchter leisten tolle Arbeit und sind mit viel Hingabe und Wissen dabei. Besonders freut mich, dass ein Landwirt aus meinem Stimmkreis, Andreas Kaiser aus Höpperding, einen dritten Platz erreicht hat!

Die Deutsche Fleckviehschau fand tatsächlich zum ersten Mal in Bayern statt, denn bislang fehlte es an großen Hallen mit den entsprechenden Stallungen. Die neue Oberlandhalle in Miesbach machte die Schau nun erstmals in Bayern möglich.

Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände ist überfällig!

Heute durfte ich auf der Kundgebung in München zur Einführung des Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzverbände in Bayern sprechen.

Die Einführung eines Verbandsklagerechts für anerkannte Tierschutzverbände ist mehr als überfällig. Unsere vielfachen Forderungen hiernach und unser Gesetzentwurf vom April 2013 wurden durch die Staatsregierung bislang stets abgelehnt. Im Gegensatz zu Bayern haben viele andere Bundesländer das Verbandsklagerecht bereits eingeführt. Verbandsklagerecht für Tierschutzverbände ist überfällig! weiterlesen

Bauern ins Fitnessstudio

Mit dem Agrarausschuss besichtigte ich die Versuchsstation Grub der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Hier wird einerseits an den neuesten Entwicklungen in der Stalltechnik, andererseits in der Tierzucht sehr aktiv und erfolgreich geforscht. So wird zum Beispiel Zuchtarbeit für natürlich hornlose Rinderrassen betrieben. Das Ziel ist, die Hörner nicht mehr zu veröden, sondern die Tiere grundsätzlich hornlos züchten (Demeter beispielsweise steht dem übrigens sehr kritisch gegenüber und meint: das Horn gehört zur Kuh!).   Bauern ins Fitnessstudio weiterlesen

Für eine bienenfreundliche Unordnung

Letzten Samstag wurde auf dem Högl, zwischen der Neubichler Alm und dem Berggasthof Johannishögl, der Pidinger Bienenweg eröffnet. Der Bienenweg bietet durch Info- und Erlebnisstationen die Möglichkeit, die Bedeutung der Waldbienen und der Honigbienen für unsere Natur- und Kulturlandschaft, aber auch für unsere Ernährung und Gesundheut zu erleben.  Für eine bienenfreundliche Unordnung weiterlesen

Merkel-Regierung tischt Europa Gen-Honig auf

Schrecklich aber wahr: der Kampf gegen Monsanto & Co muß weitergehen!

Pressemitteilung von Harald Ebner vom 08.05.2014

Zum heutigen Beschluss des EU-Ministerrates für Auswärtige Angelegenheiten/Handel zur Änderung der EU-Honigrichtlinie, wonach Honig mit Gen-Pollen nicht gekennzeichnet werden muss, erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Die Bundesregierung hat heute bei einer klammheimlichen Hinterzimmer-Abstimmung in Brüssel endgültig besiegelt, dass Honig mit Gen-Pollen nicht gekennzeichnet werden muss. Das gilt selbst für Honig, der vollständig von Gentech-Pflanzen stammt. Damit tritt die Bundesregierung erneut den Willen der Verbraucherinnen und Verbraucher und auch der Imkerinnen und Imker mit Füßen.  Merkel-Regierung tischt Europa Gen-Honig auf weiterlesen

Die Massentierhaltung beenden – ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Haltung

Bei der Kreisversammlung am 8. Juni zum Mitgliederentscheid hat jede Kandidatin und jeder Kandidat ein „Herzensthema“ vorgestellt.

Für mich war klar: „Massentierhaltung endlich beenden“ – das ist mein Herzensthema. Als denkende und fühlende Menschen können wir die Verantwortungslosigkeit und Grausamkeit, wie sie in der Massentierhaltung an der Tagesordnung ist, nicht länger hinnehmen. Tiere sind fühlende Wesen und nicht nur Produktionsfaktoren.

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Pferdefleischskandal ist nur Spitze des Eisbergs

Globaler Handel, mangelnde und intransparente Deklaration, skrupelloses Gewinnstreben durch Billigsteinkäufe von landwirtschaftlichen Roherzeugnissen sind offensichtlich ein idealer Nährboden für kriminelle Energien.

Das Firmengeflecht, das in den Pferdefleischskandal verwickelt ist, erstreckt sich über ganz Europa.Die französische Firma Spanghero kauft WISSENTLICH in Rumänien 42 Tonnen Pferdefleisch von zwei rumänischen Schlachthöfen, verarbeitet das Fleisch und verkauft es als Rindfleisch an die französiche Firma Comigel. Die Firma Spanghero macht damit in sechs Monaten einen Gewinn von 500.000 €.( Rindfleisch ist viermal so teuer wie Pferdefleisch)

Vermittelt hat diesen Deal der niederländische Fleischhändler Jan Fasen. Er ist Geschäftsführer der auf Zypern eingetragenen Firma Draap Trading. Und Jan Fasen ist kein Unbekannter: er wurde 2012 rechtmäßig veurteilt zu neun Monaten Haft, mußte aber bis heute die Strafe noch nicht antreten, weil sein Rechtsanwalt Berufung eingereicht hat. Grund der Verurteilung: Pferdefleischhandel! Und zwar wurde tonnenweise südamerikanisches Pferdefleisch verarbeitet und  in den Jahren von 2007 bis 2009 als reines Rindfleisch an zwei französische Firmen verkauft.

Die derzeitige EU-Regelung machst möglich: bei verarbeitetem Fleisch entfällt die Kennzeichnung des Ursprungslandes. Und nur bei unverarbeitenden Rindfleisch muß die Etikettierung Informationen über Geburt, Mast und Schlachtung enthalten – eine Folge des BSE Skandals – aber für alle anderen Fleischarten gilt diese Auskunftspflicht nicht!

Und dann wurde auch noch Gift im Pferdefleisch entdeckt: Phenylbutazon, das ist ein entzündungshemmendes Rheumamittel, welches aber auch als Dopingmittel im Pferdesport eingesetzt wird. Die Ernährungsexpertin Andrea Schauff von der Verbraucherzentrale Hessen sagt:

„Billiges Fleisch ist grundsätzlich ein Problem…….Qualitativ hochwertige Fleischproduktion ist nicht zu Niedrigstpreisen möglich. Wer wissen will, woher sein Fleisch kommt, sollte generell unverarbeitets Frischfleisch kaufen und verarbeiten – am besten vom Metzger des Vertrauens oder direkt vom Erzeuger.“

Da hat sie recht! Aber wieviele Metzger gibt es denn noch in unseren Dörfern und Städten? Und wieviele Bauern gibt es denn noch, die Tiere artgerecht halten ohne Doping (Antibiotikamast) ? Gerade in Deutschland gibt es auf dem Lebensmittelmarkt fast nur noch Konzernstrukturen, die von der industriellen Landwirtschaft bedient werden. Dagegen hilft nur die Unterstützung der regionalen Lebensmittelerzeugung und die Streichung der Subventionen für die industrielle Landwirtschaft und deren angelagerten Verarbeitungs- und Vertriebsstrukturen.

Aber als erstes muß die Kennzeichnung verbessert werden: Die EU-Kommission prüft derzeit die Einführung einer verpflichtenden Herkunftsbezeichnung für verarbeitete Produkte. Das ist der richtige Weg – damit wüßte der Kunde zum Beispiel auch, wie regional ein Produkt wirklich ist.