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Aus für Stundentakt zwischen Mühldorf und Salzburg – verfehlte bayerische Verkehrspolitik auf Kosten der ländlichen Bevölkerung

Das Bayerische Verkehrsministerium hat der dringend notwendigen Taktverdichtung zwischen Mühldorf und Salzburg eine Absage erteilt – aus finanziellen Gründen (wie aus einem Bericht des Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr vom 3.7.17 hervorgeht). Davon sind viele Pendler in der Region betroffen. Dabei wäre das Geld in Form der Regionalisierungsmittel, die der Freistaat vom Bund bekommt, da – es wird aber anstatt für die Bestellung von Zügen zukünftig für den Bau des zweiten S-Bahn-Tunnels in München ausgegeben. Das sagt die CSU-Staatsregierung nicht. Die Strecke Mühldorf – Freilassing/Salzburg gehört also zu den Opfern der Röhre in München.

Zum Hintergrund: Der Freistaat erhält vom Bund 2017 1,24 Mrd. Euro Regionalisierungsmittel pro Jahr. Für die Bestellung von Zügen gibt der Freistaat aber nur 1,05 Mrd. Euro aus. Aus diesen 200 Mio. Euro Differenz sollten eigentlich kleinere Investitionen getätigt werden und mehr Züge bestellt werden. 650 Mio. Euro sind schon in den vergangen Jahren angespart worden und dem Schienenpersonennahverkehr entzogen worden.

Wenn nun diese Gelder nicht in den Taktausbau einer so hoch frequentierten Strecke wie Mühldorf-Salzburg gesteckt werden, benachteiligt die CSU-Staatsregierung den ländlichen Raum zugunsten der Investitionen für die Großstadt. Wir Grüne fordern, den Bayerntakt nicht ad absurdum zu führen – und dazu gehört der Stundentakt.

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