Agrarpolitik

Ein Blick nach vorn. Die Zukunft ist GRÜN!

Agrarwende, Energiewende, Verkehrswende – die drei großen Zukunftsthemen sind alles grüne Kernthemen.

Eine gerechte Welt wird es nur mit einer nachhaltigen Landwirtschaft, dezentralen Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieformen  und einer Mobilitätsteilhabe für alle, also mehr öffentlichen Nahverkehr, geben.

Wenn die Landwirtschaft weltweit wirklich nachhaltig wird, gibt es eine gerechtere Verteilung der Lebensmittel und weniger Armut, weil zum Beispiel die Bauern in Südamerika ihre Flächen wieder für die eigene Lebensmittelproduktion zur Verfügung haben werden, statt genmanipuliertes Soja für Futtermittelexporte an bauen zu müssen.

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Das ewige Schönreden

Eines der größten Probleme das Bayern durch die Wahl bekommen hat ist, dass von seiner Schönheit mehr gesprochen, als dafür getan wird. Für mich hat die Vorstufe zum Paradies keine endlosen Maisfelder, immer mehr leerstehende Bauernhöfe, riesige Gewerbegebiete, Hühnerställe mit 15.000 Tieren und Dörfer wie Kleinstädte die zehn verschiedene Versicherungsagenturen statt einem Bäcker oder Metzger haben.

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Grüne Agrarpolitik – ja bitte!

Dank der vielen Menschen, die sich regional, gesund und umweltbewusst ernähren wollen, ist das Thema Agrarpolitik in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Das war wieder ganz deutlich beim Politischen Frühschoppen in Bergen, Landkreis Traunstein, zu spüren.

Der grüne Ortsverband und ihr Bürgermeisterkandidat Stefan Schneider hatten am Sonntag zu einem Politischen Frühschoppen eingeladen. Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Volksmusikgruppe „Die Staad-Lustigen“.

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Die Massentierhaltung beenden – ein neues Tierschutzgesetz für artgerechte Haltung

Bei der Kreisversammlung am 8. Juni zum Mitgliederentscheid hat jede Kandidatin und jeder Kandidat ein „Herzensthema“ vorgestellt.

Für mich war klar: „Massentierhaltung endlich beenden“ – das ist mein Herzensthema. Als denkende und fühlende Menschen können wir die Verantwortungslosigkeit und Grausamkeit, wie sie in der Massentierhaltung an der Tagesordnung ist, nicht länger hinnehmen. Tiere sind fühlende Wesen und nicht nur Produktionsfaktoren.

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Künast, Bause, Sengl – Landwirtschaftspolitik ist wichtig und grün!

Landwirtschaftsthemen standen im Mittelpunkt bei der Wahlkampfveranstaltung der Berchtesgadener Grünen am 27. Mai in Teisendorf.

Über zweihundert Besucher hörten der sehr spritzigen und durchdachten Reden von unseren zwei Spitzenfrauen gespannt zu. Anschließend wurde noch intensiv diskutiert, vor allem Landwirtschaftsthemen wurden besprochen, schließlich war auch die Faire Milchkuh unter den Gästen!

Solch gelungene Veranstaltung sind für den Wahlkampf ein richtiger Motivationsschub !

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Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik

Mit der Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollte eigentlich die Förderung landwirtschaftlicher Betriebe in Richtung Nachhaltigkeit und Ökologie verändert werden. Leider muss man im Moment feststellen, dass die guten Vorschläge der EU-Kommission für eine neue Landwirtschaftspolitik durch konservative Politiker immer mehr verwässert werden.

Der Leitgedanke der EU-Agrar-Reform ist: Steuergelder sollen so ausgegeben werden, dass sie der Allgemeinheit und nicht Einzellinteressen dienen. Die Subventionen sollen für mehr Umwelt- und Klimaschutz sorgen und für eine gerechtere Verteilung der Direktzahlungen.

Ein Schritt in diese Richtung wäre, die Förderung nicht nur an der Fläche zu orientieren, sondern auch an der Arbeitsleistung. Das heißt: Höfe, die Arbeitsplätze schaffen, wie z. B. Milcherzeuger oder Gemüsebauern, sollen diese gesellschaftliche Leistung auch angerechnet bekommen.
Es ist nicht gerecht, dass heute 80 % der Subventionen an nur
20 % der Betriebe ausgezahlt werden. Greening geht anders! – Konservative verwässern EU-Agrarpolitik weiterlesen

Wenn der politische Wille da ist, dann ist eine Agrarwende möglich.

Die Frage, ob wir es immer öfter statt mit Lebensmittel, mit einem Skandal zu tun haben, bewegt offensichtlich viele Menschen im Chiemgau. Bei der Veranstaltung “Lebensmittel oder Skandal? – Weil wir wissen wollen was auf den Teller kommt!” am 20. März im Unterwirt in Waging war der Zuspruch mit über 60 Gästen erfeulich groß.

Nach einer kurzen Einführung durch Inge Kämpfl vom Grünen Ortsverband Waging übernahm Wagings zweiter Bürgermeister Hans Kern  die Moderation der Podiumsdiskussion.

Die Bandbreite der Diskussionsteilnehmer war hoch. Vertreter von Organisationen wie dem BDM (Bundesverband Deutscher Milchviehhalter), Besitzer von Nebenerwerbsbetrieben, BerufsschullehrerInnen aber auch interessierte VerbraucherInnen meldeten sich zu Wort. Dabei wurde schnell klar, die Situation ist noch ernster als die medial verstärkten Lebensmittelskandale vermuten lassen. Die Versorgung von Lebensmitteln durch regionale und dezentrale Strukturen ist auf dem Rückzug. Die Zahlen für Hofübernahmen gehen beständig zurück, da sich besonders junge Menschen nicht mehr auf ein Leben als LandwirtIn einlassen wollen. Selbst Biobauern geraten druch Großvermarktungsstrukturen in einen Preisdruck, der manche Höfe zur Aufgabe zwingt.

Gisela Sengl wies deutlich darauf hin, dass es den politischen Willen zur Agrarwende braucht. Solange eine Regierung nicht bereit ist das Mantra “wachse oder weiche” zu druchbrechen, indem es die Anreize für immer größere industrielle Agrarbetriebe abschafft, dann wird es eine kleinbäuerliche Struktur irgendwann nicht mehr geben. Es müsse endlich aufgehört werden ausschließlich die Fläche von Agrarbetrieben zu fördern. Wer eine Landwirtschaft will die gut für Menschen und Umwelt ist, der kann keine industriellen Agrarbetriebe wollen und fördern.

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Industrielle Landwirtschaft ist der falsche Weg

Landliebe, Landlust, Country, Vom schönen Landleben und wie sie alle heißen – diese Hochglanzmagazine verzeichnen steile Verkaufskurven nach oben. Die Sehnsucht der Menschen nach der ländlichen Idylle ist scheinbar riesengroß, auch deshalb, weil es ein richtiges Land- und Naturleben fast nicht mehr gibt.

Seit den fünfziger Jahren unterstützt der deutsche Staat – und auch der Freistaat Bayern – in wunderbarem Einvernehmen mit dem Deutschen und Bayrischen Bauernverband – die Entwicklung der industriellen Landwirtschaft. Fit für den Weltmarkt sollten die landwirtschaftlichen Betriebe werden. Das hieß und heißt bis heute: Wachse oder weiche.

2012 veranstaltete die AbL Bayern eine Demonstration bei der Verabschiedung von Gerd Sonnleitner, deutscher Bauernverbands-präsident. Für jeden verschwundenen Bauernhof in Bayern während seiner 20-jährigen Amtszeit zündeten sie eine Kerze an.

Es waren 104.000 Kerzen.

Was heute noch übrig ist, das sind fast alles nur noch Agrarfabriken. Und in diesen agro-industriellen Großbetrieben – ob Bio oder konventionell – lohnt sich der Betrug! Wenn ich Millionen von Eiern für 24 Cent statt für 13 Cent verkaufen kann, dann sind das eben ganz satte Gewinne.

Übrigens interessant, wer in diesen Skandal alles verwickelt ist:
Zum Beispiel Wilhelm Hoffrogge, Vizepräsident des ZDG ( Zentral-verband der deutschen Geflügelwirtschaft) und Vorsitzender des Niedersächsischen Geflügelwirtschafts-Landesverbandes. Gegen den Legehennenbetrieb von Hoffrogge wird staatsanwaltlich ermittelt.

Dagegen hilft nur eine schonungslose Verbraucheraufklärung, eine eindeutige und umfassende Deklaration, eine strikte Strafverfolgung und ein Paradigmenwechsel in der Landwirtschaftspolitik: Die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln muss konsequent regionalisiert werden.

Besuch der Jahreshauptversammlung der AbL-Bayern

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Bayern hielt am Samstag, den 17.Februar 2013 ihre Jahreshauptversammlung im Kloster Plankstetten ab.

Auf Einladung von Gertraud Gafus, stellvertretende Bundesvorsitzende der Bundes-AbL, machte ich mich zusammen mit drei weiteren Bauern aus der Region auf den Weg in die Benediktinerabtei Plankstetten.

Schon 1994 wurde die Landwirtschaft des Klosters vollständig auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. Das gesamte Kloster ist mit Landwirtschaft und Verarbeitungsbetrieben ein Bioland-Betrieb. Damit stellt das Kloster Plankstetten zusammen mit seinen Partnerbetrieben ein beispielhaftes Modellprojekt für ein ökologisches regionales Netzwerk da.

Die AbL konnte also keine passenderen Ort für ihre Jahreshauptversammlung finden.

Die vielen engagierten Bäuerinnen und Bauern haben mich sehr beeindruckt – es waren wirklich genausoviel Bäuerinnen wie Bauern, darauf legt die AbL in ihren Statuten bei der Vergabe von Posten auch Wert, alle Gremien müssen paritätisch besetzt werden.

Jetzt möchte ich aus dem Positionspapier der AbL zitieren, denn treffender kann man es nicht formulieren:

” Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V., Landesverband Bayern, sieht in der bäuerlichen Landwirtschaft die Zukunft für die Erhaltung unserer bayrischen Bauernhöfe, unserer reizvollen Landschaften, unserer lebenswerten Dörfer und die regionale Ernährungssicherung.”