Landwirtschaft & Ernährung

Wenn das Umland die Stadt versorgt

Als letzte der fünf Ökomodellregionen besuchte ich die Region Nürnberg Stadt/Land und Roth Landkreis. In dieser Region ist insbesondere ein Aspekt interessant: wie kann man eine Stadt durch das Umland, also regional, versorgen? Dass das funktionieren kann, wollen die Initiatoren dieses Ökomodellregion-Projekts zeigen und haben daher drei sehr unterschiedliche Partner unter einem Dach vereint: die Großstadt Nürnberg (die bereits Bio-Metropole ist), und die Landkreise Roth und Nürnberger Land als Basis der Erzeuger.

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Schutzwaldsanierung im Allgäu

Mit dem Agrarausschuss und Landwirtschaftsminister Brunner fuhr ich ins Allgäu, wo wir uns in der Praxis über Maßnahmen zur Schutzwaldsanierung informierten. Der Schutzwald ist für die Berge extrem wichtig: er schützt vor Muren- oder Lawinenabgängen, und sichert die Wanderwege und die Bepflanzung der Berge. Schutzwaldsanierung im Allgäu weiterlesen

Bauern ins Fitnessstudio

Mit dem Agrarausschuss besichtigte ich die Versuchsstation Grub der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Hier wird einerseits an den neuesten Entwicklungen in der Stalltechnik, andererseits in der Tierzucht sehr aktiv und erfolgreich geforscht. So wird zum Beispiel Zuchtarbeit für natürlich hornlose Rinderrassen betrieben. Das Ziel ist, die Hörner nicht mehr zu veröden, sondern die Tiere grundsätzlich hornlos züchten (Demeter beispielsweise steht dem übrigens sehr kritisch gegenüber und meint: das Horn gehört zur Kuh!).   Bauern ins Fitnessstudio weiterlesen

Regionale Wirtschaftskreisläufe fördern

Hier meine Pressemitteilung zum Deutschen Bauerntag:

Bayerische Bauern vom Druck der Preiskämpfe befreien
München (25.6.2014/lmo). Die Grünen im Bayerischen Landtag fordern zum Deutschen Bauerntag am 25. und 26. Juni 2014 die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe. „Nur so können wir die Unabhängigkeit und Qualität in der Lebensmittelproduktion und -verarbeitung sichern“, erklärt die agrarpolitische Sprecherin Gisela Sengl. Gerade die Preiskämpfe der großen Rohstoffhändler und Handelskonzerne würden die Erzeuger weltweit und die bayerischen Bauern unter Druck setzen. „Durch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe können wir unsere Bauern von diesem Druck befreien.“   Regionale Wirtschaftskreisläufe fördern weiterlesen

Für eine bienenfreundliche Unordnung

Letzten Samstag wurde auf dem Högl, zwischen der Neubichler Alm und dem Berggasthof Johannishögl, der Pidinger Bienenweg eröffnet. Der Bienenweg bietet durch Info- und Erlebnisstationen die Möglichkeit, die Bedeutung der Waldbienen und der Honigbienen für unsere Natur- und Kulturlandschaft, aber auch für unsere Ernährung und Gesundheut zu erleben.  Für eine bienenfreundliche Unordnung weiterlesen

„Die 2 im Isental“

Buchbach/Schwindegg – Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Gisela Sengl aus Sondermoning bei Waging am See, besuchte die von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnete Öko-Modellregion „Isental“ der Gemeinden Buchbach und Schwindegg und machte sich dabei ein Bild über die aktuelle Lage und Ziele. Sengl, selbst Biobäuerin und Direktvermarkterin, besucht derzeit alle bisher in Bayern anerkannten und ausgeziechneten fünf Öko-Modellregionen.

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Signalwirkung verstärken

Im Rahmen meiner Bayerntour durch die fünf Ökomodellregionen habe ich auch den Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz mit den „Modellbetrieben“ Neumarkter Lammsbräu und Kloster Plankstetten besucht. Das Projekt wird von der Regionalentwicklungsgesellschaft REGINA GmbH betreut und hat folgende Ziele formuliert:
• Stärkung einer den ländlichen Raum prägenden bäuerlichen Landwirtschaft
• Erhöhung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen
• Unterstützung bei Diversifizierungsmaßnahmen in der Ökologischen Landwirtschaft
• Mehr Bioprodukte in Gastronomie und Verarbeitungsgewerbe
• Bewusstseinsbildung und Intensivierung des Beratungsangebots für „Regional“ und „Bio“
• Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe im Bereich des Ökologischen Landbaus
• Stärkere Vernetzung mit Naturschutz, Energiemanagement und Umweltbildung

Im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen in Bayern hat der Landkreis Neumarkt eigentlich komfortable Voraussetzungen:

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Rotes Höhenvieh und Mohn

Das Projekt „Ökomodellregionen in Bayern“ liegt mir als agrarpolitische Sprecherin sehr am Herzen. Deshalb bin ich derzeit unterwegs in Bayern, um die Akteure aller fünf Ökomodellregionen kennen zu lernen, und die Entwicklung der Regionen mitverfolgen zu können.

Als erste (natürlich nach „unserer“ Region Waginger See) besuchte ich die „Steinwaldallianz“ (13 Gemeinden) im Landkreis Tirschenreuth am nördlichen Rand der Oberpfalz. Eingebunden in die Waldlandschaften des Steinwaldes und des südlichen Fichtelgebirges liegen kleinräumig strukturierte, historische Kulturlandschaften, die durch eine über Jahrhunderte andauernde kleinbäuerliche Landwirtschaft entstanden, von ihr gepflegt und erhalten worden sind. Eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, teils gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht, finden hier Lebensraum und Rückzugsgebiete – beispielsweise die ästige Mondraute, die wir bei meinem Besuch tatsächlich entdeckt haben.

Ein großes Problem ist seit Jahren der demographische Wandel und die dramatischen Bevölkerungsverluste (bis zu 20 % in 20 Jahren) im Allianzgebiet. Umso wichtiger ist es, durch vernetztes Handeln wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Rotes Höhenvieh und Mohn weiterlesen

Zu Gast bei den Ökomodellregionen der Oberpfalz

In den vergangenen Tagen habe ich die Ökomodellregionen Steinwaldallianz (im Landkreis Tirschenreuth) und Neumarkt in der Oberpfalz besucht, mit den Verantwortlichen und Engagierten gesprochen und mir ein Bild der Lage und der Ziele gemacht. Hier ein paar Eindrücke:

Discounter-Preispolitik ruiniert kleine bäuerliche Betriebe

Beim Kongress zum UN-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe waren sich alle einig, dass die bäuerlichen Familienbetriebe schützenswert sind. Das Problem dabei ist meiner Ansicht aber: Die Preispolitik des Handels ist der Ruin der kleineren Bauern. Der Lebensmittelmarkt in Deutschland wird von etwa sechs Konzernen, den Hauptabnehmern, bestimmt, und diese bestimmen den Preis. Ein kleiner Bauer hat da keine Chance, oft nicht einmal ein Zusammenschluss mehrerer kleinerer Bauern.  Discounter-Preispolitik ruiniert kleine bäuerliche Betriebe weiterlesen