Agrarministerkonferenz: Pestizidreduzierung, um Artenvielfalt zu erhalten

Heute beginnt die Agrarministerkonferenz in Münster. Ich erwarte von den Agrarministern der Länder  klare Vorgaben und Vorschläge für sinnvolle ordnungsrechtliche Maßnahmen, um der Pestizidbelastung in Wasser, Böden und Pflanzen Einhalt zu gebieten. Nur so können wir das Überleben von Bienen und anderen Insekten bei uns sichern und unsere Gesundheit schützen! Die Agrarminister der Länder könnten so ein Signal senden, dass sie verstanden haben, was ein Großteil der Bevölkerung will: keine Pestizide auf Äckern und Tellern.

Konkret bedeutet das, wesentlich mehr als bisher in die Erforschung alternativer Methoden zu investieren: Durch die Förderung mechanischer Unkrautbekämpfungsmaßnahmen, Fruchtfolgen und Sortenwahl muss es möglich sein, langfristig Pestizide und Ackergifte zu ersetzen.

Auf Landesebene kann Landwirtschaftsministerin Kaniber sofort tätig werden: zum Beispiel mit der Förderung der mechanischen Unkrautregulierung über das KuLaP, oder mit einem Investitionsprogramm für kleine Maschinen. Denn die bayerischen Gelder sind sicher besser angelegt in der konsequenten Erforschung des Mikrokosmos Boden anstatt in einem eigenen Raumfahrtprogramm.

Ich fordere Michaela Kaniber deshalb auf, im Rahmen der Agrarministerkonferenz und hier auf Landesebene mit aller Kraft darauf hinzuwirken, dass eine bayern-, deutschland- und europaweite Pestizidminimierung so schnell wie möglich gelingt. Der erste Schritt wäre ein Glyphosatverbot auf staatlichen Flächen, wie in unserem Antrag gefordert:

Kein Glyphosat auf staatlichen Flächen

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