Mittelständische Brauereien durch erhöhte Biersteuer gefährdet

Im Rahmen der Agrartour machten Kerstin Celina und ich in Main-Spessart halt. „Wer Bier trinkt, hilft der Landwirtschaft“ – unter diesem Motto besuchten wir die Waldschlossbrauerei in Frammersbach, um uns über das Angebot der Brauerei und die regionale Vermarktung zu informieren.

v.l: MdL Kerstin Celina, Braumeister Jens Reinhart, MdL Gisela Sengl, Ulrike Röder (Stadträtin in Lohr), Gerhard Kraft (Mitarbeiter)
v.l: MdL Kerstin Celina, Braumeister Jens Reinhart, MdL Gisela Sengl, Ulrike Röder (Stadträtin in Lohr), Gerhard Kraft (Mitarbeiter)

Das Familienunternehmen, das seit 1886 besteht, wird heute in der 3. und 4. Generation von Inhaberin Sylvia Reinhart und ihrem Sohn, dem Braumeister Jens Reinhart geführt. Die Brauerei beliefert direkt Gastronomie, Getränke- und Lebensmittelmärkte im westlichen Unterfranken und in Hessen.  Die Brauerei hat einen jährlichen Ausstoß von etwa 10000 Hektolitern. Die Produktpalette orientiert sich nach der regionalen Nachfrage und umfasst neben den Klassikern Pils und Export noch sechs weitere Bierspezialitäten. Dank eigener Quelle und bester Zutaten wird nach dem Reinheitsgebot ein Bier gebraut, dass ohne weitere Behandlung, eine natürliche Haltbarkeit aufweist. Die meiste Gerste, die Reinhard fertig gemälzt aus einer großen Mälzerei bezieht, kommt tatsächlich aus der Region – Gerste ist schließlich ein Anbauschwerpunkt in Unterfranken.

Wichtig war auch die Information von Herrn Reinhart, dass nun inzwischen seit 11 Jahren für die kleinen und mittelständischen Brauereien ein erhöhter Biersteuersatz gelte und die Großbrauereien davon ausgenommen seien. Damit würden die mittelständischen Privatbrauereien benachteiligt. Genau so lange seien Gerichtsverfahren anhängig. Eine Entscheidung dazu sei nicht absehbar.

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