Ländlicher Raum

Regionalisierung als Überlebensstrategie

Nur noch 1,5% der bayerischen Höfe – anstatt 3% wie in den Vorjahren – haben im letzten Jahr aufgegeben: diese Nachricht aus dem Agrarbericht, am Mittwoch vorgestellt von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner, sieht die CSU schon als eine Trendwende für die bayerische Landwirtschaft. Dabei scheint doch der Strukturwandel nicht aufzuhalten, er schreitet in diesem Jahr nur langsamer voran. Ich denke, der ‚bayerische Weg’ in der Agrarpolitik sollte mehr hervorbringen können als Mais-Monokulturen.

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Bio und Regional auf der BioSüd

Interessante Gespräche und viele Anregungen für unsere Arbeit gab es für meinen Landtagskollege Ulli Leiner und mich bei unserem Messerundgang über die BioSüd in Augsburg. Das Prinzip regionale Bio-Messen (neben der BioSüd gibt es auch die BioNord, BioOst und BioWest) finde ich sehr positiv, denn gerade für den Naturkosteinzelhandel sind diese Messen ideal, um Kontakte zu knüpfen. Ich bin immer wieder beeindruckt, welche tollen Produkte es im Biobereich gibt und wie viel Innovationskraft der Biomarkt entwickelt.

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Kleinbäuerliche Landwirtschaft: Arbeitsplätze schaffen, Ernährung sichern

Beim agrarpolitischen Frühschoppen auf der Fürmann Alm sprachen Christoph Fischer, Dr. Josef Heringer, Sepp Schmid und Georg Planthaler über verschiedene Aspekte der Ökologischen Landwirtschaft und ihre Auswirkungen auf uns Menschen, die Tiere, den Boden und die Umwelt.
Besonders Dr. Josef Heringer stellte ganz klar heraus, dass kleinbäuerliche ökologische Landwirtschaft global enorm dazu beitragen kann, Arbeitsplätze zu schaffen und Ernährung zu sichern – also genau das Gegenteil von dem, was die deutsche Agrarlobby immer behauptet. Kleinbäuerliche Landwirtschaft: Arbeitsplätze schaffen, Ernährung sichern weiterlesen

Ein Dorfwirtshaus in Bürgerhand

Genossenschaft rettet und betreibt Gasthaus in Asten

Asten (höf). Die Wirtschaft wunderschön saniert. Der Gastgarten klassisch mit Kastanien. Der Blick reicht bis hinein in die Berge. Die Grünen-Abgeordneten und ihre Mitarbeiter hätten sich keinen schöneren Ort suchen können, um sich vor der Salzach-Exkursion auszutauschen, als die Dorfwirtschaft in Asten. Dass dieses Wirtshaus etwas ganz besonderes ist, verdeutlichte Maria Kellner aus den Tittmoning den Gästen. Die Stadträtin war maßgeblich mit dabei bei der Projektgruppe, die zwei Jahre lang jeden Montag tagte. Das Ziel: Das Gasthaus in dem 500-Seelen-Ort zu erhalten. Ein Dorfwirtshaus in Bürgerhand weiterlesen

Regionalität wichtig für Streuobstvermarktung

Streuobstinitiative Chiemgau informiert sich über „Schlaraffenburger“

Bad Endorf-Hirnsberg (ig). Im Herbst vergangenen Jahres hatte sich die Streuobstinitiative Chiemgau gegründet, um sich für den Erhalt der die Kulturlandschaft der Region prägenden Obstanger einzusetzen. Die Mitglieder der Streuobstinitiative gehen davon aus, dass der wichtigste Baustein auf dem Weg dorthin die Verbesserung der Nutzung der Früchte ist. Daher holte sich der Vorstand der „Streuobstinitiative Chiemgau“ nun Informationen bei Alexander Vorbeck, dem Geschäftsführer der „Schlaraffenburger Streuobstagentur“, der seit über 10 Jahren das Streuobst-Projekt in Aschaffenburg betreut.  Regionalität wichtig für Streuobstvermarktung weiterlesen

„Rural Lifestyle“ – wie das Leben auf dem Land attraktiver werden kann

Bei einer Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung zum Thema „Rural Lifestyle – Ländliche Kulturen als Rettungsanker?“ ging es um die verschiedenen Möglichkeiten des Erhalts des ländlichen Raums.

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„Die 2 im Isental“

Buchbach/Schwindegg – Die Landtagsabgeordnete der Grünen, Gisela Sengl aus Sondermoning bei Waging am See, besuchte die von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner ausgezeichnete Öko-Modellregion „Isental“ der Gemeinden Buchbach und Schwindegg und machte sich dabei ein Bild über die aktuelle Lage und Ziele. Sengl, selbst Biobäuerin und Direktvermarkterin, besucht derzeit alle bisher in Bayern anerkannten und ausgeziechneten fünf Öko-Modellregionen.

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Signalwirkung verstärken

Im Rahmen meiner Bayerntour durch die fünf Ökomodellregionen habe ich auch den Landkreis Neumarkt i.d. Oberpfalz mit den „Modellbetrieben“ Neumarkter Lammsbräu und Kloster Plankstetten besucht. Das Projekt wird von der Regionalentwicklungsgesellschaft REGINA GmbH betreut und hat folgende Ziele formuliert:
• Stärkung einer den ländlichen Raum prägenden bäuerlichen Landwirtschaft
• Erhöhung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen
• Unterstützung bei Diversifizierungsmaßnahmen in der Ökologischen Landwirtschaft
• Mehr Bioprodukte in Gastronomie und Verarbeitungsgewerbe
• Bewusstseinsbildung und Intensivierung des Beratungsangebots für „Regional“ und „Bio“
• Ausbau regionaler Wirtschaftskreisläufe im Bereich des Ökologischen Landbaus
• Stärkere Vernetzung mit Naturschutz, Energiemanagement und Umweltbildung

Im Vergleich zu anderen ländlichen Regionen in Bayern hat der Landkreis Neumarkt eigentlich komfortable Voraussetzungen:

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Rotes Höhenvieh und Mohn

Das Projekt „Ökomodellregionen in Bayern“ liegt mir als agrarpolitische Sprecherin sehr am Herzen. Deshalb bin ich derzeit unterwegs in Bayern, um die Akteure aller fünf Ökomodellregionen kennen zu lernen, und die Entwicklung der Regionen mitverfolgen zu können.

Als erste (natürlich nach „unserer“ Region Waginger See) besuchte ich die „Steinwaldallianz“ (13 Gemeinden) im Landkreis Tirschenreuth am nördlichen Rand der Oberpfalz. Eingebunden in die Waldlandschaften des Steinwaldes und des südlichen Fichtelgebirges liegen kleinräumig strukturierte, historische Kulturlandschaften, die durch eine über Jahrhunderte andauernde kleinbäuerliche Landwirtschaft entstanden, von ihr gepflegt und erhalten worden sind. Eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen, teils gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht, finden hier Lebensraum und Rückzugsgebiete – beispielsweise die ästige Mondraute, die wir bei meinem Besuch tatsächlich entdeckt haben.

Ein großes Problem ist seit Jahren der demographische Wandel und die dramatischen Bevölkerungsverluste (bis zu 20 % in 20 Jahren) im Allianzgebiet. Umso wichtiger ist es, durch vernetztes Handeln wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu verbessern und die regionale Wertschöpfung zu erhöhen. Rotes Höhenvieh und Mohn weiterlesen

Zu Gast bei den Ökomodellregionen der Oberpfalz

In den vergangenen Tagen habe ich die Ökomodellregionen Steinwaldallianz (im Landkreis Tirschenreuth) und Neumarkt in der Oberpfalz besucht, mit den Verantwortlichen und Engagierten gesprochen und mir ein Bild der Lage und der Ziele gemacht. Hier ein paar Eindrücke: